Kraft-Wärme-Kopplung

Als Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) bezeichnet man die gleichzeitige Gewinnung von Strom und Wärme. In KWK-Anlagen wird die bei der Stromerzeugung anfallende Wärme nicht an die Umwelt abgegeben, sondern zu Heizzwecken oder auch für industrielle Prozesse verwendet.

Inhalt dieser Seite
  1. Das Wichtigste in Kürze
  2. Strom und Wärme gleichzeitig erzeugen
  3. Brennstoffe und Auslegung
  4. Kraft-Wärme-Kopplung soll ausgebaut werden
  5. Kraft-Wärme-Kälte-Kopplung
  6. Verwandte Themen
  7. Weiterführende Links
  8. Jetzt Stromtarif sichern

Das Wichtigste in Kürze

  • Mit der Kraft-Wärme-Kopplung kann man die Energieeffizienz bei der konventionellen Stromerzeugung aus etwa Kohle oder Erdgas deutlich verbessern.
  • Die Wärme wird nicht ungenutzt an die Umgebung abgegeben, sondern beispielsweise in Fernwärmenetze eingespeist wird.
  • Da sich durch die gemeinsame Nutzung von elektrischer Energie und Wärme Wirkungsgrade von bis zu 90 Prozent ergeben, soll die Kraft-Wärme-Kopplung im Zuge der Energiewende zur Erreichung der Klimaziele stark ausgebaut werden.

Strom und Wärme gleichzeitig erzeugen

Bei der konventionellen Stromerzeugung aus beispielsweise Kohle oder Erdgas gibt es den grundlegenden Nachteil, dass zu viel Energie verloren geht. Von der in den Kraftwerken eingesetzten Primärenergie kommt nur rund ein Drittel an der Steckdose an – der Rest geht in Form von Wärme verloren. Mit der Kraft-Wärme-Kopplung kann man die Energieeffizienz deutlich verbessern, da die Wärme nicht ungenutzt an die Umgebung abgegeben, sondern beispielsweise in Fernwärmenetze eingespeist wird.

Brennstoffe und Auslegung

Eine Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlage kann mit jedem Brennstoff betrieben werden, der ein Temperaturniveau von mindestens 210 Grad Celsius erreicht. Neben fossilen Energien wie Braunkohle, Steinkohle, Erdgas oder Heizöl eignen sich auch erneuerbare Energien wie unter anderem Biogas, Klärgas, Pflanzenöl, Pellets, Solar- oder Geothermie, genauso wie Kernenergie.#

Generell wird zwischen strom- und wärmegeführter Auslegung von KWK-Anlagen unterschieden. Stromgeführte KWK-Anlagen optimieren die Stromgewinnung, wärmegeführte KWK-Anlagen hingegen die Wärmegewinnung. Da pro Kilowattstunde Strom höhere Erträge erzielt werden, als pro Kilowattstunde Wärme, ist aus wirtschaftlicher Sicht die stromgeführte Fahrweise meist attraktiver.

Kraft-Wärme-Kopplung soll ausgebaut werden

Da sich durch die gemeinsame Nutzung von elektrischer Energie und Wärme Wirkungsgrade von bis zu 90 Prozent ergeben, soll die Kraft-Wärme-Kopplung im Zuge der Energiewende zur Erreichung der Klimaziele stark ausgebaut werden. Die Förderung wurde 2002 im Kraft-Wärme-Kopplungs-Gesetz festgelegt und sieht vor, dass bis 2020 die Kraft-Wärme-Koppelung mindestens 25 Prozent ausmacht. Bezuschusst wird der in neuen oder modernisierten KWK-Anlagen erzeugte Strom sowie der Neu- und Ausbau von Wärmenetzen, in denen überwiegend Wärme aus KWK-Anlagen transportiert wird. Die Höhe des sogenannten KWK-Zuschlags für den in der Anlage erzeugten Strom richtet sich nach der Größe der Anlage.

Kraft-Wärme-Kälte-Kopplung

So wie im Winter Wärme benötigt wird, wird im Sommer zur Klimatisierung von Gebäuden Kälte benötigt. Hier kommt die Schwester der Kraft-Wärme-Kopplung zum Zuge: Die Kraft-Wärme-Kälte-Kopplung. Dabei treibt die Wärme aus einer KWK-Anlage während der Sommermonate eine Kältemaschine an. Die Kälteerzeugung sorgt auch in Zeiten schwacher Wärmenachfrage für die Auslastung der KWK-Anlage und damit für niedrigere Betriebskosten.

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