Konvektor

Konvektoren produzieren bei Bedarf unkompliziert schnelle Wärme zum Wohlfühlen. Wie funktionieren Konvektionsheizungen und was sind ihre Vor- und Nachteile?

Inhalt dieser Seite
  1. Das Wichtigste in Kürze
  2. Konvektion: das Prinzip
  3. Was ist ein Konvektor?
  4. Wie funktioniert ein Konvektor?
  5. Konvektoren-Modelle
  6. Unterschied zu einem Heizkörper
  7. Stromverbrauch
  8. Vorteile
  9. Nachteile
  10. Wann lohnt sich der Einsatz eines Konvektors?
  11. Jetzt Stromtarif sichern

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein Konvektor ist ein elektrisches Direkt-Heizgerät, das mit Konvektion (Wärmeströmung) über die Luft funktioniert.
  • Konvektorheizungen produzieren umgehend Wärme, indem sie die kalte Raumluft ansaugen, sie im Geräte-Inneren mit Heizdrähten, die durch Strom erhitzt werden, erwärmen und die warme Luft dann in den Raum hinausblasen.
  • Als Heizung für große Räume oder ganze Wohnungen sind Konvektorheizungen zu teuer, aber sie leisten gute Dienste, wenn nicht permanent genutzte Räume sehr schnell warm werden sollen.
  • Besondern sinnvoll sind Unterflur- oder Fußboden-Konvektionsheizung vor großen Fensterfronten, wo sie eine Schutzbarriere gegen Kaltluft vom Fenster bilden.

Konvektion: das Prinzip

Bei Wärmeübertragung wird thermische Energie vom wärmeren in den kälteren Bereich transportiert. Das funktioniert über Wärmeleitung, Wärmestrahlung oder Konvektion. Wärmeübertragung durch Konvektion bedeutet, dass energiereiche Teilchen in Flüssigkeiten oder Gasen mitströmen.

Was ist ein Konvektor?

Ein Konvektor ist ein elektrisches Direkt-Heizgerät. Er funktioniert mit Konvektion (Wärmeströmung) über die Luft. Wird der Konvektor eingeschaltet, produziert er sofort Wärme, die meist über ein Gebläse per Konvektion an die Umgebungsluft abgegeben wird. Konvektionsheizungen können in Form von elektrischen Heizkörpern fest in Wand und Boden montiert werden, häufiger werden Konvektoren als mobile Heizgeräte eingesetzt.

Wie funktioniert ein Konvektor?

Im Konvektor befinden sich ein Ventilator und Heizdrähte, die mit elektrischem Strom betrieben werden. Meist genügt eine Steckdose für den Betrieb. Anders als bei einer wasserbetriebenen Heizungsanlage sind festverlegte Rohre oder ähnliches nicht erforderlich.

Der Konvektor saugt die kalte Raumluft an, erwärmt sie im Geräte-Inneren mit Heizdrähten, die durch Strom erhitzt werden, und bläst die warme Luft dann in den Raum hinaus. Je nach Bauart der Konvektorheizung wird die warme Luft einfach nur in den Raum abgegeben oder nach oben geblasen. Eine weitere Konvektoren-Form sind Modelle ohne Gebläse, die es nutzen, dass warme Luft nach oben steigt.

Konvektoren-Modelle

Unterflur- oder Fußboden-Konvektionsheizungen werden oft in den Boden vor großen Fensterfronten eingebaut und bilden eine Schutzbarriere gegen Kaltluft vom Fenster. Wandhängende Konvektorheizungen werden häufig in Zimmern wie Bädern angebracht, in denen kein durchgehendes Heizen nötig ist, die benötigte Wärme aber umgehend zur Verfügung stehen soll.

Mobile Konvektoren sind freistehende Geräte, oft mit Rollen, die sich als Zusatzheizung oder für den kurzfristigen Einsatz immer dort, wo schnell Wärme benötigt wird, anbieten.

Unterschied zu einem Heizkörper

Während der Heizkörper normalerweise festverbaut über in der Wand verlegte Rohre an einer klassischen Gas- oder Ölheizung hängt, die erst aufwendig und teuer angeschafft und installiert werden muss, gibt es Konvektoren als Soloheizungen ohne Montage und hohen Anschaffungspreis. Dafür fällt der Energieverbrauch und damit die Betriebskosten beim Konvektor deutlich höher und die Ökobilanz wesentlich schlechter aus. Im allerbesten Fall erreichen Konvektionsheizungen einen Wirkungsgrad von höchstens 50 Prozent, während moderne Gas- und Ölheizungen bei 80 Prozent liegen.

Im Verbrauch unterscheiden sich Radiator und Heizlüfter nicht wesentlich von Konvektorenheizungen, da beide ebenfalls mobile Heizgeräte sind, die mit Strom betrieben werden. Unterschiedlich ist jeweils die Art, mit der Wärme erzeugt und abgeben wird.

Ein Radiator ist mit Öl, Gas oder Wasser gefüllt, das von einem Heizaggregat mit elektrischer Energie erwärmt wird und die Wärme über die Oberfläche an den Raum abgibt. Radiatoren brauchen im Vergleich zum Konvektor deutlich länger, bis sich der Raum erwärmt, dafür sind sie nahezu völlig geräuschlos und sehr brandsicher.

Laufende Heizlüfter sind recht laut, die Geräte eignen sich nur für kleinere Räume, weil sie nicht sehr leistungsfähig sind, und müssen gut gegen Überhitzung und eine Behinderung des Ansaug- oder Abluftwegs geschützt werden.

Stromverbrauch eines Konvektors im Vergleich zu anderen elektrischen Heizkörpern

Grob überschlagen muss man für das angemessene Heizen eines Einfamilienhauses mit Strom etwa 13.000 Kilowattstunden ansetzen. Bei knapp 30 Cent pro Kilowattstunde bedeutet das: Die Heizkosten für das Haus einer Familie liegen bei 3.900 Euro pro Jahr. Diese Kosten bleiben für die unterschiedlichen Heiztypen wie Radiator oder Konvektor etwa gleich und sind vergleichsweise teuer gegenüber Heizen mit Öl oder Gas, wo die Kilowattstunde weniger als ein Drittel kostet. Nur moderne Infrarotheizungsmodelle arbeiten deutlich energieeffizienter und erreichen dabei einen Wirkungsgrad von über 85 Prozent.

Vorteile eines Konvektors

  • Konvektoren heizen ohne Vorlauf sofort.
  • gute Zusatzheizung bei großer Kälte, besonders bei großen Fensterflächen
  • geringe Anschaffungskosten
  • schnelle und leichte Installation, ein Stromanschluss genügt
  • Mobile Modelle sind leicht zu transportieren und bei Bedarf überall einsetzbar.

Nachteile eines Konvektors

  • teuer, da hoher Stromverbrauch bei voller Leistung
  • Konvektionswärme trocknet die Raumluft schnell aus.
  • Der Luftstrom der Konvektorheizung kann Staub aufwirbeln. Daher kann Heizen mit Konvektoren für Allergiker problematisch sein.
  • Die mit dieser Heiz-Art verbundene Luftzirkulation wird manchmal als unangenehm empfunden.
  • Das Geräusch des eingebauten Ventilators wird manchmal als störend empfunden.

Wann lohnt sich der Einsatz eines Konvektors?

Durch den vergleichsweise hohen Verbrauch von teurem Strom lohnen sich Konvektorheizungen nicht für das Heizen ganzer Wohnungen oder großer Räume. Ein sinnvolles Einsatzgebiet für Konvektoren ist als Zusatzheizung für große Fensterfronten bei Kälte. Hier können besonders Unterflurkonvektoren eingebaut werden, die mit ihrem warmen Luftstrom eine Barriere zwischen der Strahlungskälte der Fenster und dem warmen Raum bilden und damit einen unangenehmen kalten Luftzug am Fenster verhindern.

Daneben sind mobile Konvektoren immer dann nützlich, wenn wenig genutzte Räume sehr schnell warm werden sollen. Für nur gelegentlich benutzte Arbeits- oder Gästezimmer etwa, für Bäder oder auch Ferienhäuser in warmen Gegenden. Konvektionsheizungen können außerdem in Niedrig- oder Plus-Energiehäusern eine kurzfristige, schnelle Heiz-Unterstützung für Photovoltaikanlagen oder Wärmepumpen bieten. Besonders lohnend ist diese Heizmöglichkeit, wenn Solarstrom selbst erzeugt wird.

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