Feinstaub

Feinstaub oder auch Schwebstaub sinkt – wie der Name schon sagt – nicht gleich zu Boden, sondern verweilt eine gewisse Zeit in der Luft. Mit bloßem Auge sind die winzigen Partikel nicht wahrzunehmen, ihre Auswirkungen auf unsere Gesundheit sind hingegen nicht zu unterschätzen. Die Weltgesundheitsorganisation geht sogar davon aus, dass die mit Feinstaub belastete Luft die Lebenserwartung in Deutschland um etwa 10 Monate verkürzt. Besonders hoch ist die Feinstaubbelastung in Großstädten.

Inhalt dieser Seite
  1. Das Wichtigste in Kürze
  2. Woher kommt Feinstaub
  3. Warum schadet der Feinstaub den Menschen?
  4. Jeder kann zur Verringerung der Feinstaubbelastung beitragen
  5. Verwandte Themen
  6. Weiterführende Links
  7. Jetzt Stromtarif sichern

Das Wichtigste in Kürze

  • Vor allem in größeren Städten ist die Feinstaubbelastung oft sehr hoch und führt zu Gesundheitsrisiken.
  • Feinstaub kann aus natürlich Ursprung oder durch menschliches Handeln erzeugt werden.
  • In Europa wurden Grenzwerte für Feinstaub festgelegt und in deutsches Recht übernommen.

Woher kommt Feinstaub

Feinstaub kann natürlichen Ursprungs (Pollen, Seesalz durch Gischt, Emissionen aus Vulkanen, Bodenerosion) oder durch menschliches Handeln erzeugt sein. Er wird beim Rauchen, Staubsaugen, Kochen und Braten erzeugt oder wenn wir eine Kerze oder den Kamin anzünden. Der in Innenräumen erzeugte Feinstaub ist jedoch hinsichtlich der Wirkung nicht mit dem Feinstaub der Außenluft direkt vergleichbar.

Warum schadet der Feinstaub den Menschen?

Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass Feinstaub den Menschen schadet, und dies nicht nur, wenn sich an der Oberfläche des Staubes gefährliche Stoffe wie Schwermetalle oder Krebs erzeugende Kohlenwasserstoffe anlagern. Auch die Staubpartikel selbst schaden der Gesundheit. Hierbei gilt: Je kleiner der Staubpartikel, desto schädlicher für den Menschen. Denn je kleiner die Partikel sind, desto tiefer können sie in die Atemwege eindringen und den Menschen krank machen, weil sie beim Ausatmen nicht wieder ausgeschieden werden. Die feinsten Teilchen können außerdem über die Lungenbläschen bis in die Blutbahn vordringen und sich über das Blut im Körper verteilen. Folgen können entzündliche Veränderungen im Atemtrakt sowie Herz- oder Kreislaufprobleme sein.

Am 1. Januar 2005 wurden die europaweit geltenden Grenzwerte für Feinstaub in deutsches Recht übernommen. Um einen Schutz der menschlichen Gesundheit zu gewährleisten, gelten folgende Grenzwerte:

  • Der Feinstaub-Jahresmittelwert darf den Wert von 40 Mikrogramm Feinstaub pro Kubikmeter Luft nicht überschreiten.
  • Der Feinstaub-Tagesmittelwert darf nicht öfter als an 35 Tagen im Kalenderjahr über 50 Mikrogramm Feinstaub pro Kubikmeter Luft liegen.

Alle EU-Mitgliedstaaten sind dazu angehalten, im Falle von Grenzwert-Überschreitungen Luftreinhaltepläne aufzustellen. In Deutschland sind die Bundesländer dafür verantwortlich, zentrale Stellen mit diesen Aufgaben zu betrauen. Die Luftreinhaltepläne bestehen aus einem auf die örtlichen Verhältnisse abgestimmten Maßnahmenkatalog. Maßnahmen für eine Reduzierung der Feinstaubbelastung sind etwa Beschränkungen des laufenden Betriebes bei Industrieanlagen, die Einführung einer Umweltzone in Großstädten, attraktive ÖPNV-Angebote und die Festlegung von Abgasnormen für Kraftfahrzeuge.

Am 21. September 2005 wurde im Rahmen des sechsten Umweltaktionsprogramms der Europäischen Gemeinschaften mit der „Thematischen Strategie zur Luftreinhaltung“ auch auf EU-Ebene ein Fahrplan für eine Verringerung der Feinstaubbelastung in den Bereichen Verkehr, Industrie und Landwirtschaft geschaffen.

An rund 450 Messstationen in Deutschland wird die Feinstaubkonzentration in der Luft gemessen. Wer sich über die aktuellen Werte an seinem Wohnort informieren will, kann dies beispielsweise auf der Webseite des Umweltbundesamts (siehe Link auf der rechten Seite) tun.

Jeder kann zur Verringerung der Feinstaubbelastung beitragen

Nicht nur auf nationaler und internationaler Ebene besteht Handlungsbedarf; jeder Einzelne kann einen Beitrag zur Verringerung der Feinstaubbelastung leisten. Vieles, was hilft, Energie zu sparen, ist auch dazu geeignet, die Feinstaubbelastung zu verringern. Die wichtigsten Mittel hierbei sind die Erhöhung der Energieeffizienz und die Nutzung erneuerbarer Energieträger. Mit einer guten Wärmedämmung, der Nutzung der Solarenergie zur Warmwasseraufbereitung und dem Einsatz energiesparender Haushaltsgeräte kann bereits im Kleinen die Belastung der Luft mit Feinstaub und dessen Vorläuferstoffen verringert werden.

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