Braunkohle

Braunkohle ist ein aus biogenem Material entstandenes Sedimentgestein. Der bräunlich-schwarze Brennstoff wird zur Energieerzeugung in Kraftwerken verfeuert oder in Form von Briketts zum Heizen von Gebäuden genutzt. Braunkohle ist aus abgestorbenem organischem Material entstanden, das viele Millionen Jahre unter luftdichtem Druck stand. Sie besteht zum überwiegenden Teil aus Kohlenstoff (58 – 73 Prozent). Darüber hinaus enthält das Gestein Sauerstoff (21 – 36 Prozent) und Wasserstoff (4,5 – 8,5 Prozent). Auch geringe Mengen unterschiedlichster Spurenelemente sowie Schwefel (bis zu 3 Prozent) sind in der Braunkohle enthalten.

Inhalt dieser Seite
  1. Das Wichtigste in Kürze
  2. Wie Braunkohle entsteht
  3. Braunkohle-Förderung
  4. Was bedeutet Braunkohlenutzung für die Umwelt?
  5. Warum Braunkohle so eine große Bedeutung für Deutschland hat
  6. Verwandte Themen
  7. Weiterführende Links
  8. Jetzt Stromtarif sichern

Das Wichtigste in Kürze

  • Braunkohle entsteht durch die Inkohlung von organischen Substanzen.
  • Sie wird überwiegend im Tagebau gefördert.
  • Braunkohle spielt in Deutschland traditionell eine große Rolle, da die Lagerstätten im Rheinland und in der Lausitz zu den größten der Welt gehören.

Wie Braunkohle entsteht

Braunkohle entsteht durch die Inkohlung von organischen Substanzen. In einem Jahrmillionen andauernden, natürlichen Prozess verwandelt sich organisches Material – beispielsweise abgestorbene Bäume oder Sträucher – unter Luftabschluss und mittels dauerhaftem Druck zunächst in Torf. Je länger dieser Prozess andauert, desto mehr nimmt der Anteil an Wasser und flüchtigen Bestandteilen ab. Gleichzeitig nimmt der Kohlenstoffanteil zu – Braunkohle entsteht. In Deutschland entstand Braunkohle im geologischen Zeitabschnitt Tertiär.

Braunkohle kann aber auch industriell hergestellt werden. Die sogenannte hydrothermale Karbonisierung ist ein Verfahren zur Herstellung von Braunkohle aus Biomasse. Der natürliche Prozess wird dabei innerhalb weniger Stunden technisch imitiert.

Aufbereitete Braunkohle besitzt etwa zwei Drittel des Heizwerts der effektiveren Steinkohle. Der Grund dafür ist, dass Braunkohle geologisch jünger ist als Steinkohle und der Prozess der „Inkohlung“ noch nicht vollständig abgeschlossen wurde.

Braunkohle-Förderung

Braunkohle wird überwiegend im Tagebau gefördert. In Deutschland existieren vier Reviere: das Rheinische Braunkohlerevier, das Mitteldeutsche Braunkohlerevier, das Lausitzer Revier und das Helmstedter Braunkohlerevier.

In den vier Revieren wurden im Jahr 2012 185,4 Millionen Tonnen Braunkohle gefördert. Damit ist der fossile Brennstoff zu knapp 40 Prozent an der Primärenergiegewinnung in Deutschland beteiligt. Die Stromerzeugung aus Braunkohle belief sich im Jahr 2013 auf rund 162 Milliarden Kilowattstunden, so dass jede vierte Kilowattstunde Strom aus einer braunkohlebasierten Quelle stammt.

Was bedeutet Braunkohlenutzung für die Umwelt?

Der Abbau von Braunkohle bleibt nicht ohne Folgen für Mensch und Natur. So werden bei der Verstromung von Braunkohle hohe Mengen des klimaschädlichen Treibhausgases Kohlendioxid freigesetzt, das in starkem Maße zur globalen Erwärmung beiträgt. Der Einsatz der CCS-Technik soll dieses Problem beseitigen. CCS steht für Carbon Capture and Storage. Dabei wird das Kohlendioxid aus den Kraftwerksabgasen herausgefiltert und unterirdisch gespeichert. Auf diese Weise will man sicherstellen, dass das Gas nicht in die Atmosphäre gelangt. Kritiker halten CCS jedoch für gefährlich, da nicht ausgeschlossen werden kann, dass Kohlendioxid ausgast und somit das Grundwasser verunreinigt. Die Technologie scheint in Deutschland daher keine Zukunft zu haben.

Die Förderung von Braunkohle im Tagebau geht mit einem großen Flächenbedarf einher. Für die lokale Bevölkerung und die heimische Tierwelt bedeutet das Umsiedlung und Zerstörung ihres Lebensraums.

Warum Braunkohle so eine große Bedeutung für Deutschland hat

Braunkohle spielt in Deutschland traditionell eine große Rolle, da die Lagerstätten im Rheinland und in der Lausitz zu den größten der Welt gehören. Von den 2012 bekannten Weichbraunkohlereserven lagern rund ein Drittel in Russland, gefolgt von Australien (15,6 Prozent) und Deutschland (14,3 Prozent). Deutschland steht auch an der Spitze der Förderländer. Die 185,4 Millionen Tonnen Braunkohle im Jahr 2012 entsprechen 16,8 Prozent der gesamten Weltförderung, gefolgt von China (13,1 Prozen) und Russland (7 Prozent).

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