Offshore-Ausbau: Tennet darf private Investoren ins Boot holen

17.08.2012 | 08:19

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Den Haag - Das niederländische Staatsunternehmen Tennet darf für notwendige Milliardeninvestitionen in Deutschland private Investoren beteiligen. Darauf haben sich die Wirtschaftsminister beider Länder nach einem Treffen in Den Haag am Donnerstag geeinigt.

Deutschland will für die geforderten Rahmenbedingungen sorgen. "Wir haben heute einen Durchbruch erzielt", sagte Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP). "Der Weg für die Offshore-Windenergie ist frei."

Der niederländische Betreiber Tennet, der 2010 das Netz vom deutschen Versorger E.ON übernommen hatte, kann die notwendigen Investitionen von rund 15 Milliarden Euro nicht aus eigenen Mitteln finanzieren. Damit kam der Anschluss der Offshore-Windparks ans Netz in Gefahr.

"Tennet kann und will mehr privates Kapital beteiligen", bekräftigte der niederländische christdemokratische Wirtschaftsminister Maxime Verhagen. Die Bundesregierung müsse dafür mit klaren Regeln für Planung und Haftung die Voraussetzung schaffen.

Rösler äußerte Verständnis dafür, dass die niederländische Regierung Tennet nicht unter die Arme greife. Das sei angesichts der angespannten Haushaltslage schwierig.