Offenbar sickert auch in den Gorlebener Salzstock Lauge

09.03.2009 | 13:13

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Gorleben - Neben dem Atommülllager Asse II sickert offenbar auch in den Gorlebener Salzstock Lauge. Der Umweltausschuss des niedersächsischen Landtags fordert genaue Informationen über die mögliche Gefährlichkeit der Zuflüsse in dem Erkundungsbergwerk Gorleben, berichtet die in Bremen erscheinende Tageszeitung "Weserkurier" (Samstagausgabe). Demnach bestätigten sowohl das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) als auch das niedersächsische Umweltministerium das Vorhandensein von Salzlösungen. Diese sollen aber natürlichen Ursprungs sein.

Der Ausschuss-Vorsitzende und Grünen-Fraktionschef Stefan Wenzel verlangt einen genauen Nachweis darüber, dass es sich tatsächlich um fossile Flüssigkeiten und nicht um Zuflüsse von außen handele. "Bei der Asse wurde doch auch jahrelang verharmlost, und jetzt stürzt das Bergwerk ein", sagte Wenzel. Es müsse geklärt werden, wie sich die Flüssigkeiten auf das Salzgestein auswirkten. Es bestehe das Risiko von Abbrüchen und Rissen.

Nach Angaben des BfS handelt es sich bei den Flüssigkeiten nicht um Zutritte von außen, sondern um sogenannte Formationswässer, Reste des vor 240 Millionen Jahren gebildeten Zechsteinmeeres. "Es gibt keinen Kontakt zum Deckgebirge", sagte ein BfS-Sprecher dem Blatt.