Hitzewelle lässt Nachfrage nach Klimaanlagen steigen
Stand: 13.07.2026
Bildquelle: ©Adobe Stock / Text: Verivox
Heidelberg. Immer mehr Haushalte in Deutschland setzen auf Klimaanlagen. Nach einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des Vergleichsportals Verivox verfügen inzwischen 23 Prozent der Haushalte in Deutschland über eine Klimaanlage. Das sind fünf Prozentpunkte mehr als vor einem Jahr.
Auch die Kaufabsichten haben deutlich zugenommen. 25 Prozent der Haushalte planen die Anschaffung einer Klimaanlage, vor einem Jahr waren es noch 14 Prozent. Für 52 Prozent kommt ein Kauf weiterhin nicht infrage.
"Die außergewöhnliche Hitzewelle der vergangenen Wochen hat das Interesse an Klimaanlagen deutlich erhöht. Viele Haushalte haben ihre Kaufentscheidung offenbar nicht länger aufgeschoben, zeitweise waren mobile Klimageräte vielerorts ausverkauft", sagt Thorsten Storck, Energieexperte bei Verivox.
Von den Haushalten mit Klimaanlage nutzen 69 Prozent ein mobiles Monoblock-Gerät. 31 Prozent haben eine fest installierte Split-Anlage. Bei Monoblock-Geräten wird die warme Luft über einen Abluftschlauch nach außen geleitet. Split-Anlagen bestehen aus einer Innen- und einer Außeneinheit.
Große Unterschiede bei Anschaffungspreis und Stromkosten
Fest installierte Klimaanlagen (Split-Anlagen) kosten zwischen 1.000 und 2.000 Euro und müssen von Fachleuten installiert werden. Dafür sind die jährlichen Stromkosten niedrig: Je nach Gerät und benötigter Leistung liegen sie zwischen 40 und 90 Euro pro Jahr.
Günstiger und schneller aufgestellt sind mobile Klimaanlagen (Monoblöcke), die es bereits ab 200 Euro gibt. Dafür kühlen sie weniger gut als Split-Geräte und haben einen höheren Stromverbrauch. Je nach Energieeffizienz und Leistungsstärke liegen die jährlichen Stromkosten zwischen 100 und 150 Euro.
"Auch Haushalte ohne Klimaanlage können etwas gegen die Hitze tun. Am besten schützen Außenjalousien oder Rollläden – wenn man sie tagsüber schließt, halten sie die Sonne draußen. Wer diese nicht hat, kann Sonnenschutzfolien an den Fenstern anbringen. Ventilatoren kühlen zwar nicht die Luft, aber die Luftbewegung fühlt sich angenehmer an", sagt Thorsten Storck.
Methodik
Die verwendeten Daten basieren auf einer Online-Umfrage der Innofact AG im Auftrag von Verivox, an der im Juli 2026 insgesamt 1.000 Personen im Alter von 18 bis 69 Jahren teilnahmen. Die Umfrage ist bevölkerungsrepräsentativ in Bezug auf Alter, Geschlecht und Bundeslandzugehörigkeit.
Frage 1: "Benutzen Sie zu Hause eine Klimaanlage?"
Antwort: Ja: 23,4 Prozent (Vorjahr: 17,9 Prozent); Nein, aber ich plane die Anschaffung einer Klimaanlage: 24,9 Prozent (Vorjahr: 13,8 Prozent); Nein: 51,7 Prozent (Vorjahr: 68,2 Prozent).
Frage 2: "Was für eine Klimaanlage benutzen Sie?"
Antwort: Ein mobiles Klimagerät (Monoblock), ohne Außengerät, welches die warme Raumluft über einen Abluftschlauch durch das Fenster nach draußen führt: 69,2 Prozent (Vorjahr: 64,6 Prozent); fest verbaute Klimaanlage: 30,8 Prozent (Vorjahr: 35,5 Prozent).
Zur Berechnung der Stromkosten wurden 350 Betriebsstunden veranschlagt. Das entspricht den Angaben auf dem Energielabel für Split-Geräte. Der verwendete Strompreis von 31,05 Cent pro Kilowattstunde entspricht dem durchschnittlichen Haushaltspreis Strom im Juli 2026.