Mein Strom-/Gasversorger hat Insolvenz angemeldet. Was nun?

Bildquelle: ©Adobe Stock / Text: Verivox

Das Wichtigste in Kürze

  • Erste Regel: Ruhe bewahren!
  • Die unterbrechungsfreie Versorgung mit Strom und Gas ist gesetzlich gesichert.
  • Es wird nicht plötzlich dunkel oder kalt werden.
  • Die Insolvenz ist ein bürokratischer Vorgang. Sie sind nicht unmittelbar bedroht.

Wenn bekannt wird, dass der eigene Strom- oder Gasversorger Insolvenz angemeldet hat, kann das für Unruhe sorgen. Darauf sollten Betroffene achten:

Wenn der Anbieter weiter Energie liefert

Wenn der Anbieter trotz Insolvenz noch weiter Energie liefert, gilt Ihr bestehender Vertrag unverändert weiter. Sie sollten darauf achten, keine großen Vorauszahlungen, etwa für ein ganzes Jahr im Voraus, zu leisten.

Einzugsermächtigungen können Sie über ihre Bank widerrufen und die monatlichen Abschlagszahlungen per Überweisung tätigen. Wenn Sie zu einem anderen Anbieter wechseln möchten, gelten die im Tarif festgelegten Vertragslaufzeiten und Kündigungsfristen.

Wenn der Anbieter die Energielieferung stoppt

Im Falle eines Lieferstopps des insolventen Anbieters fallen Sie automatisch in die Ersatzversorgung des örtlichen Grundversorgers und werden weiter mit Strom oder Gas beliefert. Darüber werden Sie in jedem Fall informiert.

Wenn Sie dann drei Monate lang nichts unternehmen, fallen Sie in den Grundversorgungstarif des örtlichen Grundversorgers. Diese beiden Tarife gehören in der Regel zu den teuersten Tarifen, Sie können aber jederzeit wechseln.

Einen neuen Anbieter wählen

Am einfachsten überlassen Sie einem neuen Strom- oder Gasanbieter die Kündigung beim insolventen Versorger. Falls es einen Lieferstopp gab, kündigt er dem regionalen Grundversorger. Bei der Auswahl eines günstigen und fairen Anbieters können Sie sich an die Verivox-Tarifempfehlungen halten, die besonders strenge Kriterien zum Verbraucherschutz erfüllen:

  • Die Laufzeit des Vertrages beträgt nicht mehr als 12 Monate.
  • Die Kündigungsfrist beträgt nicht mehr als 6 Wochen.
  • Der Vertrag verlängert sich nach dem Ende der Erstlaufzeit um maximal 12 Monate.
  • Die Preisgarantie gilt mindestens ein Jahr für alle Preisbestandteile außer staatlichen Steuern, Abgaben und Umlagen.
  • Die Kundenempfehlungsquote des Anbieters beträgt innerhalb der letzten sechs Monate mindestens 70 Prozent.