Wie viel Smartphone brauche ich: Spar- oder Luxus-Modell?

Bildquelle: ©Adobe Stock / Text: Verivox | dpa/tmn

Die Preisspanne bei Smartphones reicht von unter 100 Euro bis deutlich über 1.000 Euro. Wie viel Verbraucher für ihr Gerät ausgeben wollen, hängt von den eigenen Ansprüchen ab. Verivox zeigt, für wen sich welches Modell lohnt, welche Smartphone-Funktionen das Gerät mitbringen sollte und wie Sie beim Kauf sparen können.

Das richtige Modell: Welcher Smartphone-Typ sind Sie?

1. Für Einsteiger: Abstriche bei Kamera und Co.

Einsteigergeräte sind zum Teil schon für unter 100 Euro zu haben, ordentliche Modelle kosten ab 150 Euro. Über aktuelle Technik verfügen diese Smartphones kaum. Wer lediglich einige Apps nutzen, ein bisschen im Internet surfen und mal telefonieren möchte, ist damit gut bedient. Abstriche machen müssen Nutzer dann in jedem Fall bei der Kamera - außerdem sind die Geräte unter anderem meist nicht so schnell. Beim Scrollen kann es schon mal ein bisschen ruckeln: Der Arbeitsspeicher ist relativ klein, der Prozessor eher langsam.

2. Smartphones mit Mittelklasse-Leistung

In der Mittelklasse kostet ein Smartphone zwischen 250 und 600 Euro. Hier werden die Leistungen des Smartphones besser: Das Gerät läuft flüssiger, das Display ist meist höher aufgelöst und kann heller eingestellt werden. Die Funktionen sind vielfältiger. Zum Beispiel sind Fingerabdrucksensoren zum Entsperren mittlerweile vermehrt auch in günstigeren Geräten verbaut.

3. Die Oberklasse: Für Anspruchsvolle

Oberklassemodelle sind preislich ab 600 Euro angesiedelt – und werden stetig teurer. Die neuesten Geräte kosten mittlerweile über 1.000 Euro. Oberklasse-Smartphones laufen reibungslos und sind für alle Situationen gerüstet. Zusätzliche Spielereien rücken in den Vordergrund: induktives Laden beispielsweise oder die kontrastreicheren OLED-Displays. Deutliche Unterschiede zu günstigeren Smartphones zeigen sich vor allem bei der Kamera. Wer auf neueste Funktionen wie Gesichtserkennung Wert legt, muss ebenfalls tief in die Tasche greifen.

Tipps zum Kauf: Worauf achten?

Kamera: Wer ein neues Smartphone kaufen will, sollte sich nicht von den Zahlen wie zum Beispiel der Megapixelzahl der Kamera blenden lassen. Ob die Kamera gute Fotos macht, hängt nicht nur von Megapixeln ab, sondern vom Zusammenspiel der verbauten Technologien und der Software.

Speicher: Wer viele Fotos und Videos speichern möchte, braucht einen entsprechend großen internen Speicher. 16 Gigabyte (GB) sind meist zu wenig. Große Dateien wie Fotos und Videos lassen sich aber gut auf eine Speicherkarte auslagern.

LTE-Fähigkeit: Wer Wert auf schnelles Internet legt, achtet besser darauf, dass das Smartphone LTE-fähig ist und mindestens den n-WLAN-Standard unterstützt.

Display: Beim Display sollten Käufer auf eine Auflösung von mindestens 720p in der Breite achten. WQHD oder 4K muss es nicht unbedingt sein. Welche Auflösung optimal ist, hängt aber von der Displaygröße ab. Hier können sich Käufer an einer einfachen Formel orientieren: Je größer das Display ist, desto höher sollte auch die Auflösung sein.

Mit 3 Spartipps zum Smartphone-Schnäppchen

1. Vorgängermodelle kaufen

Da Android-Geräte recht schnell im Preis sinken, kann es günstiger sein, etwas ältere Modelle zu kaufen, die bereits einige Monate auf dem Markt sind. So ergibt sich für Käufer ein interessantes Schnäppchen-Potenzial quer durch den Markt – sowohl bei Topmarken als auch in der Mittelklasse. Gerade dann sollten Käufer aber vor allem auf eines achten: Sicherheitsupdates. Kaum ein Günstig-Anbieter garantiert, dass für seine Geräte Updates für das Betriebssystem bereitgestellt werden. Die Geräte von Apple werden dagegen sehr lange mit Updates versorgt.

2. Gebrauchtes Smartphone kaufen

Secondhand-Smartphones sind eine preiswerte Alternative für richtige Sparfüchse. Der Gebrauchtmarkt wird immer größer und hat sich in den letzten Jahren merklich professionalisiert. Viele Verbraucher greifen zu wiederaufbereiteten Smartphones ("refurbished Smartphones"): Es handelt sich dabei um professionell geprüfte und generalüberholte Geräte, die im wiederhergestellten Zustand praktisch neuwertig sind. Qualitätskontrollen sind häufig Standard, außerdem sollten Verbraucher auf Garantien und Zertifizierungen achten. So sind sie vor Smartphone-Schäden oder fehlerhaften Lieferungen geschützt.

3. Smartphone clever mit Tarif-Deal kombinieren

Wer ein neues Smartphone mit Vertrag erwirbt, kann es in günstigen Raten abzahlen: Statt mehrerer Hundert Euro auf einmal kommt zu den regulären Tarifgebühren jeden Monat eine Zuzahlung für das Gerät hinzu. Wer sich eine gute Tarif-Kombi sichert, kann mit den Kosten sogar niedriger als beim Einzelkauf liegen, gerade bei neuen Top-Modellen. Oft erhöhen Boni, Rabatte oder Aktionen das Sparpotenzial. Verbraucher sollten ihren Vertrag allerdings nach 24 Monaten kündigen: Denn das Smartphone ist nach Ende der Vertragslaufzeit zwar abbezahlt – doch es wird weiterhin der bisherige Preis verlangt.