Wie der Handytarif vorzeitig gewechselt werden kann

Ratgeber / Mobilfunk

Bild: Frau mit Smartphone Bild: ©LuminaStock/iStock/thinkstock.de / Text: Verivox

Ist die Unterschrift einmal unter den Handyvertrag gesetzt, bindet sich der Kunde damit auch an die vereinbarte Vertragsdauer. Doch es kann vorkommen, dass Kunden vorzeitig aussteigen möchten – etwa weil der Vertrag nicht aufs Nutzerverhalten passt oder weil mittlerweile ein attraktiverer Tarif auf dem Markt ist. Eine Kündigung während der Laufzeit ist in den meisten Fällen zwar ausgeschlossen. Wann aber trotzdem die Möglichkeit besteht, beim selben Anbieter in einen anderen Tarif zu wechseln, zeigt das unabhängige Verbraucherportal Verivox.

Anbieter bestimmen die Konditionen

Ein Tarifwechsel hängt von verschiedenen Voraussetzungen ab und wird von den Konditionen der Anbieter bestimmt. Entscheidend ist, ob es sich bei dem neuen Tarif um ein teureres oder ein günstigeres Angebot handelt. Gebühren für einen Wechsel fallen vor allem bei einem Downgrade an, doch auch ein Upgrade kann Kosten verursachen. Schwieriger wird es für Kunden, die das Netz wechseln möchten – sie sind fast immer von der Kulanz ihres Anbieters abhängig.

Aus dem Tarif kaufen: Vorzeitiger Wechsel gegen Gebühren

Die Deutsche Telekom, Vodafone und einige Discountanbieter bieten grundsätzlich die Möglichkeit zum kostenlosen Tarif-Upgrade. 1&1 erhebt dagegen Gebühren von bis zu 69,99 Euro. Bei O2 muss ein Wechsel individuell beim Anbieter erfragt werden. Möchten Kunden in einen günstigeren Tarif wechseln, müssen sie tiefer in die Tasche greifen: Bei einem Tarif-Downgrade steigen die Kosten auf bis zu 99,95 Euro (Vodafone).

Details und Bedingungen zum Tarif- oder Netzwechsel bei beliebten Mobilfunkanbietern sind hier nachzulesen.

Verbraucher sollten Bedingungen prüfen

Die Anbieter knüpfen zusätzlich verschiedene Bedingungen an eine Umstellung – egal ob Up- oder Downgrade. Oft wird eine neue Vertragslaufzeit aufgesetzt, die mit dem Vertragswechsel beginnt. Zudem kann es sein, dass der Wechsel erst nach einer gewissen Laufzeit (meist nach 18 Monaten) möglich ist. In jedem Fall sollten Verbraucher prüfen, ob sich ein vorzeitiger Wechsel, bei dem Gebühren entstehen, dann auch wirklich lohnt.

Netzwechsel nicht ohne Weiteres möglich

Je nach Anbieter kann unter bestimmten Umständen auch ein Netzwechsel erfolgen.  Allerdings ist man dabei auf die Kulanz der Anbieter angewiesen und muss sich individuell erkundigen. Wenn aber schon zu Beginn des Vertrags bemängelt wird, dass das Netz nicht so gut wie versprochen ist, stehen die Chancen nicht schlecht. 1&1 ist der einzige Mehrnetzanbieter, der einen Netzwechsel prinzipiell zulässt. Aber auch hier wird auf die jeweiligen Tarifbedingungen verwiesen.

Besser von Anfang an zum richtigen Tarif

Wer sich von Anfang an für den richtigen Tarif entscheidet, spart sich später Ärger und den Aufwand des Wechsels. Da die Auswahl groß und nicht immer einfach ist, sollte man eine kleine Analyse des eigenen Nutzerverhaltens vornehmen:  In welche Netze telefoniere ich hauptsächlich? Wie viel Datenvolumen wird benötigt? Welches Netz möchte ich nutzen? Über einen Online-Vergleichsrechner kann mit den entsprechenden Filtereinstellungen leicht der passende Tarif ausgewählt werden. Wer sich dennoch unsicher ist, sollte einen Vertrag mit kurzer Laufzeit (zum Beispiel 1 Monat) abschließen. Dann kann entweder zum Monatsende ein Wechsel vereinbart werden – oder der Kunde spricht einfach die Kündigung aus.

Nach der Mindestlaufzeit zahlen Kunden drauf

24-Monats-Verträge sollten zum Ablauf der Mindestlaufzeit generell auf den Prüfstand und gegebenenfalls rechtzeitig gekündigt werden. Andernfalls wird der Vertrag automatisch um 12 Monate verlängert. Viele Mobilfunkkunden stecken in alten Verträgen, die meistens viel schlechtere Konditionen bieten als aktuelle Angebote. Eine Flatrate gibt es heute für rund 15 Euro im Monat, kleine Pakettarife für Normalnutzer kosten unter 10 Euro, wenn man kein neues Handy dazubestellt. Viele Kunden zahlen außerdem nach zwei Jahren drauf: Sie wissen nicht, dass ihr Handy abbezahlt ist, sich die monatliche Grundgebühr im Regelfall aber nicht verringert.

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