Urlaubszeit ist Einbruchzeit: Jetzt Hausratversicherungsschutz prüfen

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Sommerferienzeit ist Einbruchzeit: In den Sommermonaten stehen viele Wohnungen wochenlang leer. Das ist eine gute Gelegenheit für Diebe. Das böse Erwachen folgt meist bei der Rückkehr aus dem Urlaub. Gut ist dann derjenige dran, der seine Besitztümer richtig versichert hat.

Eine Hausratversicherung schließt Schäden bei einem Einbruch ein. Um möglichst zügig ihr Geld zu bekommen, müssen Einbruchsopfer allerdings ein paar Regeln beachten:

  • Der Einbruchdiebstahl sollte unverzüglich bei der Polizei und dem Versicherer gemeldet werden.
  • Auch müssen Versicherte den Schaden so gering wie möglich halten, das heißt zum Beispiel, dass Kreditkarten umgehend gesperrt werden müssen.
  • Außerdem muss für Polizei und Versicherer schnellstmöglich eine Liste über die gestohlenen oder beschädigten Gegenstände angefertigt werden, die sogenannte Stehlgutliste. Dabei ist der Neuwert des Diebesgutes anzugeben und die Beute wie Uhr, Laptop oder Fernseher detailliert zu beschreiben.
  • Gut ist es, wenn der wertvolle Hausrat zum Beispiel über Fotos und Einkaufsbelege gut dokumentiert werden kann. Diese Unterlagen können dem Versicherer im Schadensfall vorgelegt werden.

Stehlgutliste am besten selbst einreichen

Wichtig zu beachten: Die Stehlgutliste muss auf jeden Fall beim Versicherer eingereicht werden – niemand kann ohne weiteres erwarten, dass er an diese Abgabepflicht erinnert wird. Wer diese Pflichten nicht erfüllt, läuft Gefahr, auf einem Teil seines Schadens sitzen zu bleiben. Denn der Versicherer kann seine Leistung dann kürzen.

Was ist versichert?

Durch den Abschluss einer Hausratversicherung ist der komplette Hausrat von Möbeln über Kleidung bis hin zu Elektrogeräten abgesichert. Wenn die Diebe Bücher, Teppiche, Geschirr oder sogar das Futter für die Haustiere mitgenommen haben, gibt es vom Versicherer Ersatz. Mitversichert sind auch Gegenstände aus Garage oder Keller, also etwa Rasenmäher oder Werkzeuge, wenn sie zur Beute zählen.

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Vermieter muss für Einbruchschäden aufkommen

Häufig geht ein Einbruch mit Schäden an Fenstern oder Wohnungstüren einher. Die Reparaturkosten sind vom Vermieter zu tragen. Darauf weist der Eigentümerverband Haus & Grund Deutschland hin.

Sollte ein Vermieter das nicht tun, darf der Mieter die Miete mindern. Hierbei spielt es keine Rolle, dass den Vermieter keine Verantwortung für den Einbruch trifft. Ein Vermieter ist verpflichtet, dem Mieter eine mangelfreie und somit auch mit einer verschließbaren Wohnungstür und Fenstern ausgestattete Wohnung zu überlassen. Hingegen ist der Vermieter nicht verpflichtet, die Wohnung nunmehr stärker gegen Einbruch zu sichern, als das zuvor der Fall war.

Für Schäden innerhalb der Wohnung muss der Vermieter nur dann aufkommen, wenn die betroffenen Sachen mitvermietet wurden. Wurde hingegen das Mobiliar des Mieters durch die Einbrecher beschädigt, muss der Mieter dafür selbst aufkommen.