Urheberrecht - was bei der eigenen Homepage zu beachten ist

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Das Urheberrecht gilt auch im Internet. Wer Bilder, Videos, Lieder oder Texte, die nicht selbst erstellt wurden, in seine Homepage einbinden will, sollte unbedingt auf die Urheberrechte achten. Mit den folgenden Tipps des Hightech-Verbandes Bitkom lassen sich die gröbsten Fehler und Rechtsverstöße vermeiden.

Musik für die Homepage

So schön es sein kann, das eigene Lieblingslied auf der Homepage zu spielen oder eine Foto-Galerie mit Musik zu untermalen – Vorsicht ist angebracht! Auch durch den Kauf einer CD oder einer Musikdatei erhält man nicht das Recht, diese Musik ins Netz zu stellen. Wer darauf nicht verzichten will, muss in der Regel die Rechte erwerben, etwa bei der GEMA, der Plattenfirma oder dem Künstler. Das gilt auch für Podcasts und für Videosequenzen, in denen Fremdmaterial eingesetzt wird.

Bilder und Texte

Auch Bilder dürfen nicht einfach übernommen werden. Deshalb sollten zum Beispiel bei Online-Auktionen keine offiziellen Produktbilder verwendet, sondern die Waren selbst fotografiert werden. Wer Bewerbungsfotos ins Netz stellen will, sollte die Online-Nutzungsrechte mit seinem Fotostudio klären, denn der Kunde erwirbt mit den Abzügen nicht automatisch alle Rechte am Bild. Aufgepasst auch bei digitalen Landkarten-Ausschnitten: Wer den Weg zu einer Party zeigen will, sollte lieber eine eigene Skizze machen, denn die Kartenverlage haben geschützte Rechte an ihren Produkten. Auch fremde Texte sind in aller Regel urheberrechtlich geschützt. Man sollte deshalb – abgesehen von kurzen Zitaten mit Quellenangabe – besser selbst formulieren.

Fotos von Freunden und Bekannten

Viele Internet-Nutzer sind Mitglieder in Internet-Gemeinschaften (Communitys) und zeigen dort Fotos von sich und ihren Freunden. Bilder aus fremden Community-Profilen dürfen nicht ungefragt auf anderen Webseiten veröffentlicht werden. Auch selbst fotografierte Bilder, auf denen Bekannte zu sehen sind, dürfen nur mit deren Einverständnis ins Netz gestellt werden: Jeder hat ein „Recht am eigenen Bild“ und darf bestimmen, ob und wo Fotos von ihm online gezeigt werden.

Illegale Downloads

Offensichtlich rechtswidrige Angebote im Internet dürfen nicht heruntergeladen werden. Vorsicht also bei kostenlosen Film- und Musik-Angeboten aus zweifelhaften Quellen. Bei legalen Anbietern im Netz sind Downloads meist kostenpflichtig. Stehen Lieder gratis zur Verfügung, sollten Nutzer genau hinschauen – vor allem, wenn die gleichen Stücke anderswo Geld kosten. Manchmal werden aber Gratis-Songs zu Werbezwecken angeboten – dann ist der Download unbedenklich. Legal ist auch, Musik von Internet-Radios mitzuschneiden und auf dem PC zu speichern.

Tauschbörsen

Um Tauschbörsen für Musik und Filme zu nutzen, muss man in der Regel Teile der eigenen Festplatte für andere Nutzer zugänglich machen. Damit werden jedoch urheberrechtlich geschützte Werke öffentlich zugänglich gemacht – und das ist illegal. Die Inhaber von Urheberrechten können von Internet-Providern per richterlicher Anordnung verlangen, Adressen mutmaßlicher Raubkopierer herauszugeben.

Abmahnungen

Wenn Internet-Nutzer die Rechte anderer verletzen, versenden Anwälte im Namen der Rechteinhaber oft Abmahnungen und Unterlassungserklärungen. Wer nicht reagiert, der läuft Gefahr, dass der Abmahner bei Gericht per Einstweiliger Verfügung vorläufigen Rechtsschutz beantragt. Wer eine Abmahnung erhält, sollte möglichst einen Anwalt einschalten. Schließlich können die Forderungen zu hoch oder gar unbegründet sein. Befindet sich der Abmahner aber im Recht, ist nach anwaltlichem Rat die Erklärung zu unterschreiben und zu zahlen.