Umwelt entlasten und Kosten sparen: Die besten Tipps

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Das Wichtigste in Kürze

  • Energiesparen ist gut für die Umwelt und den Geldbeutel.
  • Der Stromverbrauch kann mit wenigen Tipps deutlich gesenkt werden.
  • Der Umgang mit Aluminium und Papier kann einfach verbessert werden.

Aufs Land ziehen, einfach keine Elektro-Geräte mehr benutzen, sich selbst versorgen – wäre das nicht am umweltfreundlichsten? Nicht unbedingt. Denn wenn das alle tun würden, hätten wir bald kein Feuerholz mehr. Außerdem wäre der Alltag sehr viel schwerer. Darum haben wir die besten Energiespartipps zusammengestellt, die der Umwelt helfen, den Geldbeutel schonen und keine großen Auswirkungen auf unseren Alltag haben.

Elektrische Geräte vom Netz nehmen

Die meisten Elektrogeräte verbrauchen auch Strom, wenn sie nicht benutzt werden, aber noch mit dem Stromnetz verbunden sind. Meistens ist der Verbrauch sehr gering, doch wenn es viele Geräte sind, kommt im Laufe der Zeit ganz schön was zusammen. Ganz besonders gilt das für Unterhaltungs- oder Kommunikationselektronik wie Computer, Drucker, Fernseher und Stereoanlage. Hier hilft es, regelmäßig den Stecker zu ziehen oder, noch einfacher, abschaltbare Stromleisten zu verwenden. In einem Vier-Personen-Haushalt können so pro Jahr rund 480 Kilowattstunden (kWh) oder 130 Euro eingespart werden.

Endlich auf LED umsteigen

Etwa zehn Prozent des Stromverbrauchs im privaten Haushalt entfallen heutzutage auf Beleuchtung. Unglaublich: In über der Hälfte der Haushalte in Deutschland brennen immer noch stromfressende Glühlampen. Das sollte sich unbedingt ändern. Denn wer auf LEDs umsteigt, benötigt 80 Prozent weniger Strom und spart jährlich rund 110 Euro Stromkosten ein. Niemand muss dabei auf gemütliches Licht verzichten, denn mittlerweile gibt es alle möglichen Farbtöne. Auch bei der Haltbarkeit sind LEDs den alten Glühlampen weit voraus. Während eine Glühbirne durchschnittlich rund 1.000 Stunden brennt, leuchten LEDs bis zu 40.000 Stunden. Daher lohnt sich der leicht höhere Preis in jedem Fall.

Wäsche kälter waschen

Je nach Anzahl der wöchentlichen Durchgänge verbrauchen Waschmaschinen auf Jahressicht eine Menge Strom. Im Durchschnitt macht der Strom für die Waschmaschine rund zehn Prozent des jährlichen Stromverbrauchs aus. Hier kann man bei der Waschtemperatur ansetzen. Da moderne Waschmittel auch bei niedrigen Temperaturen wirksam werden, kann die Temperatur ruhig eine Stufe tiefer gestellt werden. Denn die Buntwäsche wird auch mit 30 statt 40 Grad sauber. Weißwäsche kann mit 60 statt 90 Grad gewaschen werden. Das schont den Geldbeutel, die Umwelt und nicht zuletzt die Kleidung.

Im Sommer: Ventilator statt Klimaanlage

In Deutschland sind sie noch nicht so weit verbreitet wie anderswo, aber es werden immer mehr: Klimaanlagen. Sie sind komfortabel, doch sie verbrauchen eine Menge Strom. Umweltfreundlicher ist es, im Sommer tagsüber Jalousien, Roll- und Fensterläden geschlossen zu halten. Das kann Stromkosten von rund 140 Euro pro Jahr einsparen. Und wenn es ganz heiß wird, am besten einen Ventilator verwenden. Denn ein einziges Klimagerät verbraucht so viel Elektrizität wie 35 Ventilatoren!

Einen Ökostrom-Tarif wählen

Durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz unterstützen wir alle zwar automatisch den Ausbau erneuerbarer Energien. Ein Drei-Personen-Haushalt bezahlt beispielsweise über 250 Euro pro Jahr dafür. Wer aber noch mehr tun will, kann zu einem Ökostromtarif mit Gütesiegel wechseln. Diese Tarife sind durchschnittlich sogar günstiger als die teuren Tarife der örtlichen Grundversorger.

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Im Winter: Ein kleiner Dreh an der Heizung

Wer die Heizung leicht runterdreht, büßt kaum Komfort ein. Der kleine Unterschied kann aber große Auswirkungen auf den Brennstoffverbrauch und damit die Kosten haben. Ein Grad Raumtemperatur weniger senkt die Heizkosten um rund 6 Prozent. In einem Einfamilienhaus mit einem Gasverbrauch von 20.000 Kilowattstunden senkt das eine Grad die jährlichen Heizkosten um rund 70 Euro.

Die beste Temperatur von Wohnräumen liegt bei 19 bis 21 Grad. In Schlafzimmern und Fluren darf es ruhig auch etwas kälter sein. Doch Achtung: Unter 16 Grad sollte die Temperatur nicht fallen, denn sonst droht Schimmel.

Einen Ökogastarif wählen

Eine Gasheizung verursacht jede Menge klimaschädliches Kohlendioxid (CO2). Dadurch wird der Klimawandel weiter angeheizt. Es gibt allerdings Gastarife, die den entstandenen Schaden an anderer Stelle wieder ausgleichen. Der Wechsel zu einem solchen Gastarif lohnt sich ganz besonders, wenn man vorher noch beim örtlichen Grundversorger war. Dann kann dieser klimafreundliche Schritt sogar mehrere hundert Euro pro Jahr einsparen.

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Möglichst wenig Aluminium benutzen

Einer der umweltschädlichsten Stoffe unseres Alltags ist Aluminium. Die notwendigen Rohstoffe kommen von weit her. Die Herstellung von Aluminium ist extrem aufwändig und verbraucht große Mengen Strom. Gerade im Bereich von Lebensmitteln ist der Einsatz von Aluminium meistens nicht einmal sinnvoll. Also: Verpackungen mit hohem Aluminium-Anteil möglichst vermeiden und keine Alu-Folie verwenden. Wiederverwendbare Behälter sind umweltfreundlicher und langfristig viel günstiger.

Am Papier sparen

Papier umgibt uns in unserem Alltag überall. Seine Herstellung benötigt viel Energie und große Mengen an Frischwasser. In wenigen Ländern wird so viel Papier verschwendet wie in Deutschland – trotz der Digitalisierung. Angestellte im Büro sollten Sie sich daher immer fragen: Muss ich das wirklich ausdrucken? Lautet die Antwort ja, spart der doppelseitige Druck die Hälfte des Papiers.

Zuhause kann man darauf achten, wenn möglich nur Recycling-Papier zu verwenden. Hier bietet der „Blaue Engel“ einen guten Anhaltspunkt. Hier kann man sicher sein, dass das Papier dann zu 100 Prozent aus Altpapier gefertigt wurde. Gleichzeitig ist es nicht schlechter als „neues“ Papier.