Trotz Zinsmisere unverzichtbar – drei Tipps für Ihr Tagesgeld

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Auch im anhaltenden Zinstief kommen Sparer an einem Tagesgeldkonto nicht vorbei. Allerdings sollten Sie gerade in Zeiten mickriger Zinsen bei Ihrer Tagesgeldanlage einige Grundregeln beachten, damit Ihnen kein Geld durch die Lappen geht – drei Tipps für Ihre Tagesgeldanlage.

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Tipp 1: Nur den Notgroschen als Tagesgeld anlegen

Trotz chronischer Niedrigzinsen ist ein Tagesgeldkonto für Sparer nach wie vor unverzichtbar. Hier ist der Teil Ihrer Ersparnisse am besten aufgehoben, der jederzeit verfügbar sein muss – zum Beispiel um davon größere Reparaturen an Haus oder Auto bezahlen zu können.

Bei einem Tagesgeldkonto kommen Sie jederzeit an Ihr Geld, wenn Sie es brauchen. Zwar ist auch das Guthaben auf dem Girokonto täglich verfügbar. Dort liegen die Ersparnisse aber in der Regel unverzinst. Mit einer guten Tagesgeldanlage erwirtschaften Sie wenigstens bescheidene Zinserträge. Top-Banken zahlen aktuell immerhin 0,75 Prozent Zinsen (Stand: August 2018).

Geldanlage-Ratgeber: Wie viel Geld gehört auf welches Konto?

Trotzdem sollte nicht zu viel Geld dauerhaft auf dem Tagesgeldkonto liegen. Denn bei einer Inflationsrate von zuletzt 2,0 Prozent verliert es hier kontinuierlich an Wert. Deshalb sollten laut einer Faustregel nur ungefähr drei Netto-Monatsgehälter dauerhaft als flüssige Reserve auf Ihrem Tagesgeldkonto geparkt werden.

Die übrigen Ersparnisse sollten Sie in Anlagen mit höheren Renditeaussichten stecken – zum Beispiel in einen Mix aus Festgeld und ETFs. Wie Sie das Geld optimal verteilen, erklären wir in diesem Ratgeber:

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Tipp 2: Angebote vergleichen und wechseln

Trotz des angespannten Zinsumfelds sollten Sie nicht völlig auf Zinseinkünfte verzichten. Allerdings haben in den letzten Monaten vor allem viele Filialbanken ihre Tagesgeldzinsen radikal zusammengestrichen. Viele Institute zahlen inzwischen nicht einmal mehr symbolische Guthabenzinsen.

Das müssen Sie nicht einfach hinnehmen. Eine Tagesgeldanlage von 10.000 Euro wirft bei Top-Anbietern immerhin 75 Euro Zinsen im Jahr ab. Darauf sollten Sie nicht ohne Not verzichten

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Tipp 3: Zins-Hopping bringt höhere Erträge

Oft rentiert sich die Neueröffnung eines besonders zinsstarken Tagesgeldkontos sogar doppelt. Denn viele Banken versüßen Ihnen den Wechsel mit einem Bonus. Andere gewähren Neukunden für einige Monate besonders attraktive Zinssätze. Besonders agile Anleger können sich solche Sonderkonditionen zunutze machen und regelmäßig ihren Tagesgeldanbieter wechseln, wann immer ein Aktionszins ausläuft.