Telefon-Anbieterwechsel

Ratgeber / Festnetz

Bild: Frau am Laptop vor Fenster Bild: ©Choreograph/iStock/thinkstock.de / Text: Verivox

Die meisten Telefonanschlüsse werden heute als Komplettpakete in Verbindung mit einer DSL-Flatrate angeboten. Diese Pauschalangebote sind häufig sehr günstig, es kann jedoch auch nur ein klassischer Festnetzanschluss gebucht werden. Die jeweilige Kombination von Festnetzanschluss und Zusatzleistungen sollte man anhand der eigenen Bedürfnisse auswählen.

Wenigtelefonierer

Für den klassischen Wenigtelefonierer mit einem monatlichen Rechnungsbetrag von 17 bis 25 Euro empfiehlt sich ein Wechsel des Telefonanbieters nicht, da die Grundgebühr des analogen Anschlusses der Deutschen Telekom nur selten und in wenigen Regionen unterboten wird. Zudem ist die Nutzbarkeit von so genannten Billigvorwahlen (Call-by-Call) nur über einen Anschluss der Deutschen Telekom gewährleistet. Wer regelmäßig Call-by-Call-Anrufe tätigt und diese auch weiterhin nutzen möchte, muss bei seinem Telekom-Anschluss bleiben. Fazit: Wer kaum telefoniert und auch für das Internet keine Verwendung hat, sollte seinem analogen Anschluss treu bleiben.

Der durchschnittliche Telefonierer

Sollte die Telefonrechnung jeden Monat den Wert von 25 Euro übersteigen oder Gesprächs stets kurz gehalten werden müssen, um diesen Betrag überhaupt zu halten, so empfiehlt sich ein Pauschaltarif. Flatrates für Gespräche ins Festnetz haben sich weitestgehend als Standard durchgesetzt. Fazit: Wer gelegentlich zum Telefonhörer greift und ab und zu auch mal länger telefoniert, sollte Komplettpaket vergleichen, da diese bereits ab etwa 25 Euro pro Monat angeboten werden.

Vieltelefonierer

Wer gerne oft und vor allem lange telefoniert und zusätzlich Geld sparen will, für den führt kein Weg an einer Telefon-Flatrate vorbei. Für einen Pauschalpreis (ab circa 25 Euro) ist das kostenlose Telefonieren ins deutsche Festnetz und das Surfen im Internet mit DSL-Geschwindigkeit möglich. Lediglich für Telefonate ins deutsche Mobilfunknetz und ins Ausland fallen zusätzliche Kosten an. Fazit: Flatrate-Pflicht für alle Vieltelefonierer, die sparen wollen.

Reiner Telefonanschluss (ohne Flatrate oder DSL)

Wer sich selbst zur Kategorie „Wenigtelefonierer“ zählt und trotzdem seinen Anschluss bei der Deutschen Telekom wechseln möchte, kann sich durch Angabe seiner Ortsvorwahl eine Liste aller verfügbaren Telefonanbieter anzeigen lassen. Für einen ordentlichen Anbieterwechsel reicht hier die Anmeldung beim neuen Anbieter aus. Diese kann man schnell und einfach online tätigen. Die Kündigung beim alten Anbieter erfolgt durch den neuen Antrag automatisch. Die Rufnummermitnahme ist dabei optional und wird ebenfalls vom neuen Anbieter übernommen.

Telefonanschluss mit Flatrate (Preselection)

Der durchschnittliche Telefonierer hat zwecks Kosteneinsparung zwei Optionen: Telefon-Flatrate via Preselection oder Umstieg auf ein Komplettpaket. Ein Preselection-Tarif bedeutet, dass (ähnlich wie bei Call-by-Call) eine Nummer des entprechenden Anbieters vor jedem Telefonat vorgeschaltet wird. Durch die Zubuchung eines Preselection-Vertrages wird zusätzlich zur monatlichen Telefonrechnung eine weitere monatliche Grundgebühr durch den Zusatzvertrag fällig. Da beide Grundgebühren summiert rund 30 Euro ausmachen können, empfiehlt sich diese Form der Telefon-Flatrate nur für jene Endverbraucher, die keinerlei Verwendung für einen Internet- oder DSL-Anschluss haben. Hinweis: Bei der Zubuchung eines Preselection-Tarifes ist ein bestehender Telefonanschluss der Deutschen Telekom notwendig. Sollten Sie noch über keinen Telefonanschluss verfügen, muss dieser zuvor selbständig beantragt werden.

Telefonanschluss mit Flatrate und DSL (Komplettpaket)

Für den klassischen Vieltelefonierer ist dies sogar die empfehlenswerteste Alternative zum analogen Telefonanschluss. Unser Tarifrechner bietet Ihnen hierbei eine Übersicht über alle verfügbaren DSL-Komplettpakete. Zwingend bei der Auswahl beachten sollte man, dass nur die wenigsten Telekommunikationsanbieter über eigene Leitungen verfügen. Aus diesem Grund werden die meisten angebotenen Telefon-Flatrates über die Internetleitung (VoIP) realisiert.

Widerrufsrecht

Der Telekommunikationsmarkt ist dynamisch und aktiv. Der Wettbewerb um die Kunden führt zu regelmäßigen Preis - Leistungsveränderungen der Anbieter zugunsten der Endverbraucher. Wer sich nach seinem Entschluss für oder gegen einen Anbieterwechsel nochmals umorientieren möchte, kann seine Entscheidung in der Regel binnen 14 Tagen nach Abgabe seiner Willenserklärung widerrufen. Sinnvoll ist dieses zum Beispiel dann, wenn unmittelbar nach Antragstellung ein besseres Angebot um Neukunden wirbt.

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