Stromsparen im Urlaub: Energiefresser ausschalten

Bildquelle: ©Adobe Stock / Text: Verivox

Das Wichtigste in Kürze

  • Viele Geräte verbrauchen im Standby unbemerkt Strom. Ziehen Sie den Stecker.
  • Bei einem längeren Urlaub lohnt es sich, auch Kühlgeräte und Wasserboiler vom Netz zu trennen.
  • Der Wechsel des Stromanbieters senkt die Stromkosten dauerhaft.

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Die Koffer sind gepackt, alle Lichter aus – der Urlaub kann beginnen. Aber halt, eins war da noch: Der Stromzähler dreht sich munter weiter. Die Tarifexperten von Verivox hat Tipps und Tricks gesammelt, wie Verbraucher während des Urlaubs ihren Stromverbrauch so gering wie möglich halten und damit Geld sparen und die Umwelt schonen.

Elektrogeräte: Standby-Betrieb verbraucht Strom

Elektrogeräte im Standby-Modus sind die größten heimlichen Stromfresser. Auch wenn das Gerät eigentlich ausgeschaltet wurde, fließt oft weiter unbemerkt Energie. Das gilt besonders für Unterhaltungs- oder Kommunikationselektronik wie Computer, Fernseher und Stereoanlage. Hier hilft nur eins: Stecker raus. Durch konsequentes Abstellen des Standby-Betriebs kann ein durchschnittlich ausgestatteter Haushalt bis zu 60 Euro pro Jahr sparen. Der Urlaub ist ein guter Zeitpunkt, um damit anzufangen.

Als praktikable Lösung bietet sich eine schaltbare Steckdosenleiste an, mit der mehrere Geräte auf einmal von der Stromversorgung getrennt werden können. Würden übrigens alle Deutschen ein Jahr lang regelmäßig den Stecker ziehen, entspräche das der Leistung von 1,5 Atomkraftwerken oder der Stromversorgung von fünf Millionen Haushalten.

Gefrierschrank vor dem Urlaub abtauen

Energie und Geld sparen können Sie bei Kühlschränken und Gefriertruhen, wenn Sie diese vor dem Urlaub ausschalten. So wird bei der Gelegenheit auch der Kühlschrank einmal wieder abgetaut! Aufpassen: Die Türen der Kühlgeräte sollten dann offen gelassen werden, damit sich kein Schimmel oder Gerüche bilden.

Generell sollten Kühlgeräte nicht zu kalt eingestellt sein, im Kühlschrank reichen 7 Grad Celsius, im Gefrierschrank minus 18 Grad. Wer darüber hinaus seinen alten Kühlschrank durch ein hocheffizientes Gerät ersetzt, kann auf die gesamte Laufzeit gerechnet rund 200 Euro an Energiekosten einsparen.

Elektroboiler abstellen

Weiteres Sparpotenzial bietet das Abschalten von Elektroboilern. Kleine Geräte können Sie immer abstellen, bei großen Warmwasserboilern lohnt sich das Abschalten nur, wenn Sie länger als eine Woche außer Haus sind. Diese benötigen zur einmaligen Erwärmung des Wassers wesentlich mehr Energie als später zur Warmhaltung.

Generell gilt: Sicherung nicht ganz abstellen

Aus Energiespargründen komplett die Sicherung abzustellen, ist nicht immer eine gute Idee – außer, Sie haben auch die Kühltruhe geleert, erwarten keine Faxe oder Nachrichten auf dem Anrufbeantworter, und die Nachbarin kommt garantiert nur bei Tageslicht zum Blumengießen.

Energiefresser im Haushalt aufspüren

Unser Tipp: Wer sich vor dem Urlaub seinen Stromzählerstand aufschreibt, bekommt einen guten Überblick darüber, wie hoch der Stromverbrauch während der Abwesenheit war. Gibt es große Abweichungen, können Sie konkret nach den versteckten Verbrauchsstellen suchen.

Soll ein bestimmtes Gerät überprüft werden, lässt sich der Verbrauch mit einem Strommessgerät leicht überprüfen. Diese Hilfsmittel gibt es schon für 10 bis 15 Euro im Handel.

Vor der Fahrt in den Urlaub: Kontrollrundgang durchs Haus

Bevor Sie losfahren, empfiehlt sich ein kleiner Rundgang durchs Haus - um auch wirklich kein Gerät zu vergessen. Diese kleine Checkliste von Verivox hilft Ihnen dabei.

  • Wohn- und Arbeitszimmer: Stereoanlage, Fernseher, DVD-Player, Computer samt Zubehör (Monitor, Drucker, Scanner, Router,…), Videospielkonsole, Ladegeräte für Handy, schnurloses Telefon etc.
  • Küche: Kühl- und evtl. Gefrierschrank, Boiler, Kaffeemaschine (besonders Kaffeevollautomaten), Mikrowelle, Küchengeräte wie Toaster und Eierkocher. Zur Beruhigung: Ist die Herdplatte auch wirklich aus?
  • Badezimmer: Boiler, Ladegeräte für elektrische Zahnbürsten und Rasierapparate
  • Schlafzimmer: Radiowecker, Wasserbett auf Mindesttemperatur stellen (Hersteller empfehlen, das Heizsystem auf jeden Fall eingesteckt zu lassen)

Kosten auch nach dem Urlaub dauerhaft senken

Auch nach der Rückkehr aus dem Urlaub lassen sich die Stromkosten ganz einfach dauerhaft senken: Einfach einen Stromvergleich durchführen und zu einem günstigeren Anbieter wechseln.

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