Sparen beim Smartphone-Kauf: Mit 5 Tipps zum Schnäppchen

Text: Verivox

Auch ein neues Smartphone im Kopf? Bevor Sie ein teures Top-Modell auf den Wunschzettel schreiben, zeigt Ihnen Verivox fünf Spartipps und günstige Alternativen zum teuren Top-Gerät. Denn beim Smartphone-Kauf können Sie mit der richtigen Strategie und etwas Flexibilität jede Menge bares Geld sparen.

1. Vorgängermodelle: Günstiger, doch nicht von gestern

Kommt ein neues Smartphone-Flaggschiff auf den Markt, werden die Vorgängermodelle nach einiger Zeit günstiger. So ergibt sich für Käufer ein interessantes Schnäppchen-Potenzial quer durch den Markt – sowohl bei Topmarken als auch in der Mittelklasse. Wer zum Beispiel bei Apple auf Vorgängermodelle statt auf das aktuelle Gerät setzt, kann derzeit knapp 215 Euro sparen (iPhone 12 mit 64 GB Speicher im Vergleich zum iPhone 11). Das Abwarten lohnt sich: Viele Hersteller senken die Preise der älteren Modelle, wenn neue Smartphones auf den Markt kommen. Besonders in der Mittelklasse setzt der Preisverfall sogar bereits wenige Monate nach Markteinführung ein.

Der Griff zum Vorgängermodell bedeutet nicht automatisch Verzicht: Neuere Geräte bieten zwar häufig eine technische Verbesserung, wie etwa einen schnelleren Prozessor, bessere Akkuleistung oder eine schärfere Kamera. Doch gerade bei den Flaggschiff-Vorgängern finden Kunden leistungsstarke Smartphones. Käufer eines Apple-Vorgängermodells können zudem auf die großzügige Update-Politik der Kalifornier setzen: Apple bietet im Regelfall vier bis fünf Jahre lang Updates an. Bei Android werden Geräte etwa zwei Jahre lang mit Updates versorgt.

2. Klein aber oho: Sparen mit Kompakt- oder Spezial-Varianten

Viele Smartphone-Hersteller bieten kompaktere Modelle mit ähnlich guter Ausstattung wie beim "großen Bruder" an – jedoch zu einem deutlich günstigeren Preis. So ist zum Beispiel das Neuauflage des iPhone SE kleiner und hat einen geringeren Leistungsumfang als das aktuelle iPhone-Flaggschiff, verfügt aber ebenfalls über hochwertige Technik. Verbraucher sparen mit der Kompakt-Variante aktuell knapp 410 Euro.

Günstigere Spezial-Versionen gibt es etwa auch bei Samsung, jedoch mit abgespeckter Technik gegenüber dem Standardmodell der Reihe: Das Einsparpotenzial liegt in der neuen Galaxy-S-Reihe bei über 240 Euro (Samsung Galaxy S20 FE gegenüber S20).

3. No-Name-Geräte: Starke Außenseiter und Underdogs entdecken

Wer nicht unbedingt ein teures Highend-Gerät anstrebt, kann mit den kostengünstigeren Modellreihen wie etwa Samsungs A-Serie oder Sonys M-Reihe deutlich sparen. Wer sich an der Mittelklasse orientiert, muss in der Regel nicht mehr als 250 bis 300 Euro für ein aktuelles Smartphone ausgeben. Generell lohnt sich auch der Blick auf andere Hersteller wie Motorola, LG, Wiko, Gigaset u. v. m. Denn es müssen nicht immer die teuren Flaggschiffe von Apple, Samsung oder Huawei sein. Auf dem Smartphone-Markt gibt es zahlreiche Nischenmarken und "Underdogs" jenseits der bekannten Pfade zu entdecken.

4. Smartphone mit Tarif: Kombi-Potenzial prüfen

Wer ein neues Smartphone mit Vertrag erwirbt, kann das Gerät in monatlichen Raten abzahlen: Statt mehrerer Hundert Euro auf einmal kommt zu den regulären Tarifgebühren dann jeden Monat eine Zuzahlung für das Gerät hinzu. Gerade wer auf neueste Highend-Geräte setzt, kann so hohe Anschaffungskosten über einen längeren Zeitraum verteilen. Verbraucher sollten jedoch vorab prüfen, was unterm Strich günstiger ist – die Kombi mit subventioniertem Smartphone oder der Einzelkauf mit separatem Handytarif.

Wichtig zu wissen: Mobilfunkkunden sollten ihren Vertrag nach 24 Monaten kündigen. Denn das Smartphone ist nach Ende der Vertragslaufzeit zwar abbezahlt, doch es wird weiterhin der bisherige Preis verlangt.

5. Aufbereitete Smartphones: Nachhaltiger Spar-Trend

Professionell aufbereitete gebrauchte Smartphones sind eine preiswerte Alternative für Sparfüchse und Umweltbewusste. Wer zum Beispiel ein älteres, aber hochwertiges Modell wie das Apple iPhone XS (64 GB) in gutem Zustand kauft (etwa bei asgoodasnew), spart fast 20 Prozent gegenüber dem Neupreis. Noch größer ist die Ersparnis bei älteren Android-Geräten, die schneller im Preis verfallen als die wertstabileren iPhones. Der Vorteil für Verbraucher: Händler, die sich auf die Aufbereitung gebrauchter Smartphones spezialisiert haben, geben bis zu 36 Monate Garantie auf runderneuerte Geräte.

Wer auf dem privaten Gebrauchtmarkt Geräte kauft, sollte darauf achten, dass die gebrauchten Geräte noch voll funktionstüchtig und nicht beschädigt sind. Außerdem bieten viele Hersteller Software-Updates nur für eine begrenzte Zeit an. Gerade auf älteren Geräten funktionieren Betriebssysteme oder einzelne Apps dann nicht mehr reibungslos und entsprechen nicht mehr den aktuellen Sicherheitsstandards.