So verbessern Sie den Internet-Empfang zu Hause

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Langsames oder unzuverlässiges Internet zu Hause kann richtig nerven. Wer seine Geräte per Kabel vernetzt, hat in der Regel wenig Probleme mit schlechten Verbindungen. Doch in den meisten Haushalten kommt WLAN zum Einsatz: Viele Endgeräte lassen sich anders gar nicht mehr verbinden.

Tipp: Eine gute WLAN-Verbindung hängt von vielen Kleinigkeiten ab, doch ein paar simple Tricks können helfen.

1. Router richtig aufstellen und ausrichten

Als erste Reparaturmaßnahme bei schlechtem WLAN empfehlen Experten wie das c't-Fachmagazin, den Router möglichst in der Mitte der Wohnung aufzustellen und mit der Ausrichtung der Antennen zu experimentieren. Internet-Speedtests wie unter www.speedreport.de oder www.speedtest.net messen die reale Internetgeschwindigkeit und helfen bei der Netzwerkanalyse. Für Tablets und Smartphones gibt es Gratis-Apps wie etwa Wifi Analyzer (Android) oder Network Analyzer Lite (iOS).

2. Router der Nachbarn umgehen

Gerade in Mehrfamilienhäusern stören weniger die eigenen Geräte als die Router der Nachbarn. Denn deren WLAN arbeitet in der Regel auch mit dem 2,4-GHz-Band - und dort ist kaum Platz für viele Netze. "Mehr als drei Leute können parallel kein separates WLAN betreiben, ohne sich gegenseitig zu stören", erklärt Christian Bornkessel von der Forschungsgruppe HF- und Mikrowellentechnik an der TU Ilmenau.

Mit ein wenig Glück lassen sich die störenden Nachbar-WLANs umgehen, indem Nutzer im Menü des Routers manuell einen ungenutzten Kanal wählen. Ausprobieren hilft. "Viele Router machen das eigentlich automatisch, aber man kann sich darauf nicht immer verlassen", sagt Bornkessel. Ansonsten bleibt nur die Flucht ins 5-GHz-Frequenzband. Hier gibt es erstens mehr Platz für Parallel-Netzwerke, zweitens insgesamt weniger Funkverkehr. Voraussetzung ist allerdings, dass der Router und alle Endgeräte das 5-Gigahertz-Frequenzband auch unterstützen. Viele Router können aber auch gleichzeitig zwei Netzwerke auf beiden Frequenzbändern aufbauen.

3. Netzwerk erweitern bei baulichen Hindernissen

Wer auf dem Land oder im Einfamilienhaus lebt, hat solche Probleme mit dem WLAN der Nachbarn in aller Regel nicht, muss sich dafür aber mit baulichen Hindernissen herumschlagen. "Die Dämpfung kann zum Problem werden, zum Beispiel durch Stahlbetondecken oder gut thermo-isolierte Fensterscheiben", sagt Bornkessel. Hier empfehlen Experten, das Netzwerk zu erweitern. Beste Lösung dafür sind sogenannte Access Points, die im Idealfall per Netzwerkkabel mit dem Router verbunden werden. Alternativ lassen sich die Zugangspunkte zum Beispiel auch per Powerline-Adapter durch die Stromleitung ansteuern, allerdings den Angaben nach nicht mit der gleichen Geschwindigkeit wie per Spezialkabel.

4. WLAN-Repeater nutzen

Ganz ohne Kabel geht der WLAN-Ausbau mit sogenannten Repeatern. Das sind Geräte, die das WLAN-Signal verbessern: Eine Verdopplung der Reichweite ist problemlos möglich. Repeater können üblicherweise direkt in die Steckdose gesteckt werden, günstige Modelle sind schon ab 25 Euro im Handel.

5. Funkstörungen vermeiden

Weitere Ursache können Funkstörungen sein. Denn die Übertragung im WLAN läuft über die Frequenzbänder 5 und 2,4 Gigahertz (GHz). "Gerade das 2,4-Frequenzband ist dafür aber eigentlich nicht so gut geeignet, weil dort auch viele andere Geräte funken", erklärt Bornkessel. Beispiele für solche anderen Geräte sind zum Beispiel Bluetooth-Kopfhörer und -Lautsprecher, aber auch die Mikrowelle. "Ihr WLAN wird nicht die Mikrowelle stören", sagt Bornkessel. "Aber wenn die etwas älter ist und die Tür nicht mehr so dicht ist, kann es schon sein, dass die Mikrowelle das WLAN stört."

6. Auf ac-Standard umsteigen

Deutlich schneller kann lahmes WLAN auch durch einen Wechsel des Funkstandards werden. Die besten Übertragungsraten bieten aktuell Router, die mit dem ac-Standard arbeiten, viele Geräte funken aber noch mit dem langsameren n-Vorgänger. Auch hier gilt jedoch: Sinnvoll ist der Wechsel nur, wenn auch die Endgeräte ac unterstützen. Außerdem muss dann auch der Internetanschluss schnell genug sein.

7. Bandbreite verbessern: Anbieter wechseln

Das beste Heimnetzwerk nutzt nichts, wenn der Internetanschluss selbst zu langsam ist. Das kann zum einen daran liegen, dass die gebuchte Geschwindigkeit nicht zu Hause ankommt. Nicht selten ist das bei DSL-Verbindungen der Fall: Hier beeinflusst der Abstand zum Verteilerkasten die realisierte Geschwindigkeit. Kabelverbindungen sind etwas zuverlässiger, können aber durch eine Mehrbelastung – etwa bei gleichzeitigem Zugriff mehrerer Nutzer – verlangsamt werden. Verbraucher sollten einen gewissen Geschwindigkeitsverlust bei der Buchung ihres Internettarifs einplanen.

Zum anderen kann ein alter Internetanschluss möglicherweise den heutigen Anforderungen nicht mehr gewachsen sein: Gerade wer auch Streaming-Dienste nutzt und Online-Games spielt, bucht am besten eine schnelle 50-Mbit-Leitung – sonst kommt schnell Surffrust auf. Ein Wechsel des Anbieters oder der Technologie (DSL oder Kabel) kann Verbrauchern eine Verbindung mit mehr Bandbreite sichern.

Schlau mit V:Langsames WLAN zu Hause – was tun?

Langsames Internet zu Hause nervt richtig – vor allem, wenn man auch noch teures Geld für den Anschluss zahlt. Die Tarifexperten von Verivox geben Tipps, mit denen Sie für eine schnellere Internetverbindung sorgen: