Smartphone für den Urlaub fit machen

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Auch im Urlaub wollen die wenigsten auf ihr Smartphone verzichten. Doch wie viel kostet die Handynutzung im Urlaubsland? Und wie schützt man die Geräte am besten vor Hitze und Wasser? Das sind die acht wichtigsten Tipps rund um Handy-Kosten im Ausland, WLAN-Nutzung und gelungene Sommer-Schnappschüsse.

1. Im Ausland günstig telefonieren und surfen

Seitdem die EU die Roaminggebühren gekippt hat, müssen sich Handynutzer in Europa weniger Gedanken über zu hohe Gebühren machen. Wer einen Vertrag mit Internet-Flatrate in Deutschland abgeschlossen hat, surft auch in Rimini oder an der Côte d'Azur kostenlos bzw. zu den Konditionen des Inlandstarifs. Es gilt die Nutzung zu Inlandspreisen.

Bei Reisen außerhalb der EU greift jedoch keine Preisregulierung. Verbraucher sollten daher vorsichtig sein, denn es gelten deutlich teurere Tarife: Wer einfach so in Nicht-EU-Ländern lossurft, zahlt zum Beispiel für 1 Megabyte (MB) Daten bis zu 20 Euro. Spezielle Handy-Tarife fürs Ausland sind daher ratsam: Mit einer entsprechenden Tarif-Option kann deutlich gespart werden.

Gut zu wissen: Auch wer nach Großbritannien reist, muss sich zunächst keine Sorgen um Mehrkosten machen: 2020 werden noch keine Roaming-Gebühren anfallen. Großbritannien könnte – ebenso wie Island, Norwegen und Liechtenstein – das vierte Land außerhalb der Europäischen Union werden, das die EU-Roaming-Regelung anbietet.

2. Lokale SIM-Karte kaufen

Gerade bei längeren Aufenthalten im Reiseland lohnt es sich, eine SIM-Karte eines einheimischen Anbieters zu kaufen: Prepaid-Karten kosten oft nur wenige Euro für ein paar Gigabyte Datenvolumen.

Wer häufig verreist, kann ein Dual-SIM-Smartphone nutzen – eine bequeme Lösung, denn so lässt sich die ausländische SIM-Karte neben der heimischen betreiben.

3. WLAN-Hotspots nutzen

In vielen Touristen-Orten gibt es zunehmend freies WLAN. Bei Hotels und Gaststätten ist dieser Service häufig inklusive. Auch an öffentlichen Orten gibt es oft frei zugängliche Hotspots.

Das ist praktisch, aber öffentliche Netzwerke sind nicht immer sicher. Es ist daher ratsam, beim Surfen über offene Hotspots keine sensiblen persönlichen Daten einzugeben – also beispielsweise auf Online-Banking zu verzichten. Nutzer können nie sicher sein, wer den Router hinter dem WLAN betreibt und ob der Datenverkehr aufgezeichnet wird.

4. Kartenmaterial vorab abspeichern

Bei entlegenen Reisezielen gibt es weder WLAN noch Empfang. Wer sein Smartphone zum Navigieren nutzen will, kann vorher Offline-Karten herunterladen. Google bietet für seine App "Maps" frei festzulegende Kartenbereiche an.

Experten empfehlen außerdem die App "OsmAnd" für Android oder iOS. Sie deckt neben einfachen Offline-Straßenkarten auch Skigebiete oder Seekarten ab. Kostenlose Offline-Navigation gibt es auch über Apps wie "HERE WeGo". Außerdem bieten viele Tourismuszentren eigene Apps an – neben Karten sind oft auch lokale Tipps enthalten.

5. Akku laden oder Powerbank nutzen

Die meisten Smartphones verwenden zum Laden ein USB-Kabel. Praktisch: Diese sind weltweit identisch. Aber der deutsche Stecker passt nicht in jede Steckdose. Unter Umständen brauchen Reisende im Ausland einen Adapter. Ein Universal-Adapter deckt gleich viele verschiedene Steckdosen ab – taugt also auch für eine Weltreise. Wer mit dem Auto verreist, kann den 12-Volt-Stromanschluss im Zigarettenanzünder nutzen, der ebenfalls international identisch ist.

Die Lösung für Backpacker heißt Powerbank. Diesen zusätzlichen Akku für unterwegs gibt es – je nach Bedarf – in unterschiedlichen Größen und Leistungsstufen.

6. Smartphone vor Hitze und Wasser schützen

Direkte Sonneneinstrahlung und Hitze können Smartphones schaden. Akku und Display leiden schon ab 35 Grad. Folgen sind zum Beispiel Akkuschäden: Von weniger Kapazität, über geringere Lebensdauer oder Kurzschluss ist vieles möglich. Direkte Sonneneinstrahlung sollte daher gemieden werden.

Gegen Schmutz und Feuchtigkeit können Schutzhüllen helfen. Wasserdichte Modelle halten etwa Regen, Schnee und auch Sand ab. Sie gibt es in speziellen Hardcases oder in weicher Folien-Ausführung. Tipp: Vor einem Einsatz die Hülle besser ohne Smartphone testen. Ein Stück Löschpapier in der Hülle verrät, ob Feuchtigkeit eindringt. Bei einem raueren Aktiv-Urlaub können Bumper aus Silikon oder Gummi das Telefon vor Stößen schützen.

7. Gute Fotos knipsen

Viele moderne Smartphones haben hervorragende Kameras. Mit kleinen Objektiven zum Aufstecken erweitern Nutzer ihre Optionen: Fischauge, Tele- und Makro-Objektive ermöglichen ganz neue Foto-Perspektiven, eine vollwertige Profi-Kamera ersetzen die Clip-on-Objektive jedoch nicht. Die Linsen sind bei Online-Händlern schon ab 10 Euro erhältlich.

8. Vor dem Urlaub: Daten sichern

Der beste Zeitpunkt, um die kompletten Daten seines Smartphones zu sichern, ist vor der Abreise in den Urlaub. Nur durch solch ein Backup sind die Daten nicht unrettbar verloren, wenn dem Gerät auf Reisen etwas zustoßen sollte.