Skiurlaub mit Auto: Worauf Sie achten sollten

Bildquelle: ©Adobe Stock / Text: Verivox

Im Skiurlaub mit dem Auto unterwegs zu sein, ist in mehrerer Hinsicht vorteilhaft: Die Anreise gestaltet sich flexibler und die Reisenden genießen am Urlaubsort größtmögliche Mobilität. Allerdings gilt es einige Dinge zu beachten, wenn Wintersportler vorhaben, mit dem eigenen Pkw in den Skiurlaub zu fahren.

Das Wichtigste in Kürze

  • Bevor es in den Skiurlaub geht, muss das Auto winterfest sein. Dazu gehört beispielsweise: Winterreifen montieren (lassen), Schneeketten im Auto deponieren und Frostschutzmittel auffüllen.
  • Gepäckstücke werden so verstaut, dass sie während der Fahrt nicht verrutschen.
  • Sinnvoll ist es, nicht direkt an Ferienbeginn und -ende, möglichst nicht am Wochenende und nicht während des Berufsverkehrs zu fahren.
  • Zu bedenken ist auch, dass in vielen europäischen Ländern auf Autobahnen und Schnellstraßen eine Vignettenpflicht gilt.

Skiurlaub mit Auto: So bereiten Sie das Fahrzeug auf die Reise vor

Da in den Skisportregionen für gewöhnliche winterliche Witterungsverhältnisse herrschen, ist es auf jeden Fall notwendig, das Fahrzeug fit für die Reise zu machen. Eine Checkliste hilft, nichts Wichtiges zu vergessen. Sie sollte unter anderem folgende Punkte enthalten:

  • Winterreifen aufziehen: Während die Straßenverkehrsordnung in Deutschland lediglich eine situative Winterreifenpflicht vorsieht, gilt diese in anderen Ländern – etwa in Österreich – unabhängig von den Witterungsbedingungen. Geeignete Reifen weisen das M+S-Kennzeichen und/oder das Alpine-Symbol (Schneeflocke) auf. Prüfen Sie vor der Reise außerdem den Reifendruck und die Tiefe des Reifenprofils, das mindestens vier Millimeter haben sollte.
  • Schneeketten mitführen: In einem Skiurlaub mit dem Auto empfiehlt es sich prinzipiell, Schneeketten mitzuführen. Diese sind auf stark verschneiten oder vereisten Straßen in Bergregionen absolut notwendig. Außerdem gilt in vielen Skiregionen beziehungsweise auf zahlreichen (Pass-)Straßen ohnehin eine Schneekettenpflicht. Wer sich nicht extra Schneeketten anschaffen möchte, kann sie auch leihen, beispielsweise beim ADAC.
  • Frostschutzmittel kaufen: Im Hochgebirge können die Temperaturen nachts auf bis zu -30 Grad Celsius fallen, was an das Frostschutzmittel wesentlich höhere Anforderungen stellt. Im Zweifelsfall können Mitarbeiter von Tankstellen und Werkstätten Auskunft darüber geben, ob das verwendete Kühlmittel ausreichend frostsicher ist.
  • Licht- und Scheibenwischanlage überprüfen: Um im Skiurlaub mit dem Auto stets gute Sicht zu haben, sollten Sie vor der Reise die Lichtanlage checken und reinigen. Immerhin leuchten schmutzige Scheinwerfer im schlimmsten Fall nur noch halb so hell. Außerdem empfiehlt es sich, die Scheibenwischanlage des Fahrzeugs aufzufüllen. Damit das Wischwasser nicht gefriert, sollte es Frostschutzmittel enthalten.
  • Winterzubehör nicht vergessen: Es gibt zahlreiche Utensilien, die im Skiurlaub mit Auto sehr praktisch oder sogar notwendig sind. Dazu gehören Eiskratzer, Handfeger und Handschuhe. Sehr sinnvoll ist es auch, im Auto eine warme Decke dabeizuhaben. Verfügt das Fahrzeug nicht über keine Zentralverriegelung, sollten Sie auch einen Türschlossenteiser parat haben.

Das Gepäck fachgerecht verstauen

Schweres Gepäck gehört im Kofferraum ganz nach unten. Sinnvoll ist es auch, das Auto so gleichmäßig wie möglich zu beladen. Außerdem dürfen Gepäckstücke während der Fahrt nicht verrutschen. Daher gilt es, Leerräume zu vermeiden.

Ein zusätzlicher Tipp: Bewahren Sie Verbandskasten, Warndreieck und Warnweste am besten im vorderen Fahrzeugbereich auf, damit Sie sie im Notfall sofort zur Hand haben.

Sperrige Wintersportausrüstung findet in einer Dachbox oder einem Skihalter Platz. Beim Kauf ist darauf zu achten, dass die Box für den Fahrzeugtyp geeignet ist; auch darf beim Beladen das angegebene Maximalgewicht nicht überschritten werden. Sehr schwere Gegenstände gehören generell in den Kofferraum.

Die Reiseroute planen

Wer mit dem Auto in den Skiurlaub fährt, sollte nicht gerade dann fahren, wenn mit sehr hohem Verkehrsaufkommen zu rechnen ist. Das ist insbesondere freitags (etwa 13 bis 20 Uhr) und samstags (etwa 9 bis 15 Uhr) der Fall. Wenn Sie Ihre Anreise auf einen anderen Tag oder eine andere Tageszeit legen, ist das Risiko, in einen Stau zu geraten, deutlich geringer. Hören Sie während der Fahrt regelmäßig die aktuellen Staumeldungen, um notfalls auf eine alternative Route ausweichen zu können.

Vignettenpflicht beachten

In der Schweiz, in Österreich und vielen anderen europäischen Ländern besteht eine Vignettenpflicht. Das bedeutet, dass Urlauber für die Nutzung der Autobahnen und oftmals auch der Schnellstraßen eine Gebühr zahlen müssen. Während die Schweiz nur eine Jahresvignette anbietet, können Reisende in Österreich auch Vignetten mit 10-tägiger oder 2-monatiger Gültigkeit erwerben. Wer Wartezeiten an der Grenze vermeiden möchte, besorgt sich bereits vor dem Reiseantritt eine Vignette – beispielsweise beim ADAC.

Mit dem Auto in den Skiurlaub: Ist ein Kfz-Schutzbrief sinnvoll?

Ein Autoschutzbrief ist eine Art zusätzliche Serviceversicherung, die einer Mobilitätsgarantie gleichkommt. Sowohl Kfz-Versicherungen als auch Automobilclubs bieten solche Schutzbriefe an. Die Leistungen beschränken sich nicht nur auf die Pannenhilfe. Ein Kfz-Schutzbrief beinhaltet für gewöhnlich auch das Abschleppen des fahruntüchtigen Autos, die Weiter- beziehungsweise Rückfahrt sowie die Übernahme der Kosten für Übernachtungen und Mietwagen, falls diese notwendig sind.

Bei Reisen ins Ausland ist jedoch zu beachten, dass es für bestimmte Regionen möglicherweise Leistungseinschränkungen gibt. Innerhalb der Europäischen Union ist der Versicherungsschutz jedoch meist gegeben.