Kühlschrank richtig nutzen und Lebensmittel sparen

Bildquelle: ©Adobe Stock / Text: Verivox

Das Wichtigste in Kürze

  • Wer den Kühlschrank richtig bestückt, wird mit länger haltenden Lebensmitteln belohnt.
  • Das spart Geld und Energie.
  • Wo welche Lebensmittel landen sollten, hängt von der Art des Geräts ab.

In Deutschland wandern viele aufwändig produzierten Lebensmittel vom Kühlschrank direkt in den Mülleimer. Schuld daran ist zum einen häufig eine falsche Einkaufsplanung, zum anderen die falsche Lagerung der Lebensmittel. Vor allem beim Einräumen des Kühlschranks wird oft vergessen, dass verschiedene Lebensmittel auch verschiedene Kühlbedürfnisse haben.

Das richtige Fach spielt eine wichtige Rolle

Egal, ob herkömmliche Kühlschränke mit statischer Kühlung oder moderne Geräte mit Null-Grad-Zone: Auf das richtige Fach kommt es an. Richtig gelagert, bleiben Lebensmittel länger frisch und bewahren ihren Geschmack, ihre Konsistenz und wertvolle Inhaltsstoffe. Praktischer Nebeneffekt: Man muss nicht so häufig einkaufen gehen und spart damit Zeit.

Je nach Gerätetyp sollten die Lebensmittel anders eingeräumt werden. In herkömmlichen Kühlschränken mit statischer Kühlung sinkt die kalte Luft ab und die warme steigt auf. Die wärmsten Bereiche bei diesen Modellen sind die oberste Ablage sowie die Türfächer. Sie sind damit besonders geeignet für die Aufbewahrung von Marmelade, geöffneten Dressings, Soßen, Butter, Backwaren und Getränken. In der mittleren Ebene des Kühlschranks sollten Milchprodukte, Eier sowie selbst gekochte Speisen einen Platz finden. Die Glasplatte im unteren Teil ist die kälteste Region im Kühlschrank, hier lagern am besten leicht verderbliche Lebensmittel wie Fleisch, Wurst und Fisch. In den Boxen darunter ist es etwas wärmer, weil die Glasplatte die Kälte abhält; sie sind ideal für temperaturempfindliches Obst, Gemüse und Kräuter.

Optimale Luftfeuchtigkeit sorgt für optimale Lagerung

Moderne Kühlschränke sind häufig mit dynamischer Kühlung ausgestattet. Ein Ventilator im Innenraum sorgt im gesamten Kühlraum für die gleiche Temperatur und Luftfeuchtigkeit. Daher brauchen Verbraucher bei diesem Typ keine speziellen Regeln zur Lagerung beachten und können die Lebensmittel an jeder beliebigen Stelle lagern. Meist sind diese neueren Modelle Mehr-Zonen-Kühlgeräte mit Extras wie Null-Grad-Fächern. In diesen Kaltlagerfächern liegt die Temperatur knapp über null Grad, dadurch bleiben die Lebensmittel darin deutlich länger frisch. Da auch die Luftfeuchtigkeit einen Einfluss auf die Haltbarkeit hat, verfügen diese Fächer über eine Feuchtigkeitsregelung. Während eine Luftfeuchtigkeit von etwa 50 Prozent im „trockenen“ Null-Grad-Fach das richtige Klima für leicht verderbliche, verpackte Produkte wie Fleisch, Joghurt oder Käse bietet, ist das „feuchte” Null-Grad-Fach der optimale Platz für kälteunempfindliches Gemüse, Obst und Kräuter. Eine Luftfeuchtigkeit von rund 90 Prozent verzögert das Austrocknen oder Welken – Blattsalat, Apfel, Beeren und Co. bleiben lange knackig und vitaminreich.

Einige Modelle verfügen auch über ein Fach, das variabel von –2 bis +6 °C eingestellt werden kann. Frischer Fisch oder Meeresfrüchte lagern bei –2 Grad bis zu vier Tage lang optimal wie auf Eis; +6 °C in Verbindung mit einer hohen Luftfeuchtigkeit von 90 Prozent schaffen das perfekte Klima zur Aufbewahrung von empfindlichen Südfrüchten wie Ananas oder Papaya.