Kreditkarte nutzen – diese Voraussetzungen müssen erfüllt sein

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Kreditkarten sind ein Massenphänomen – und schon lange nicht mehr nur Beziehern höherer Einkommen vorbehalten. Es ist nicht kompliziert, sich eine Kreditkarte zuzulegen, doch einige Voraussetzungen sollten erfüllt werden. Sind diese geprüft, kann je nach Bedarf die Suche nach der passenden Karte beginnen.

Voraussetzung für die klassische Kreditkarte mit Kreditrahmen

Für die klassische Kreditkarte, die Debit-Card, die einen Verfügungsrahmen beinhaltet, müssen folgende Voraussetzungen erfüllt sein:

  • Der Kreditkarteninhaber muss volljährig sein. Ein Kreditrahmen stellt einen Kredit im Sinne des Kreditwesengesetzes dar und Kredite dürfen nur von volljährigen Personen, die darüber hinaus nicht unter Vormundschaft stehen, in Anspruch genommen werden.
  • Der Karteninhaber muss Einkünfte oder ein regelmäßiges Einkommen nachweisen.
  • Es dürfen keine negativen Schufa-Merkmale vorhanden sein.
  • Der Verfügungsrahmen wird individuell an das Einkommen angepasst.

Bonität hat Mängel – wie trotzdem eine Kreditkarte beantragt werden kann

Sogenannte Prepaid-Kreditkarten funktionieren wie Handy-Karten ohne Vertrag: Sie werden aufgeladen und stehen dann solange zur Nutzung zur Verfügung, bis das Guthaben verbraucht ist. Diese Karten schöpfen also keinen Kreditrahmen aus, sondern der Nutzer verfügt über das eigene, vorher aufgeladene Guthaben. Daher steht die Prepaid-Kreditkarte allen Personen, unabhängig von der persönlichen Bonität, zur Verfügung.  Die Funktion der Prepaid-Karten unterscheidet sich übrigens in keiner Weise von einer Debit-Card. Das Bezahlen im Restaurant ist genauso sichergestellt, wie die Barverfügung am Geldautomaten oder die Stellung der Kaution bei der Autovermietung. Die einzige Voraussetzung ist ein ausreichendes Guthaben auf der Karte.

Nicht volljährig – die Kreditkarte für den Nachwuchs

Kindern unter 18 Jahren kann durch die Eltern eine Kreditkarte zur Verfügung gestellt werden. Für diesen Fall stehen zwei Optionen zur Auswahl. Die erste Variante besteht in einer Partnerkarte, die dem Konto des Inhabers der ersten Karte zugeordnet ist. Wer seinen Nachwuchs zum Beispiel für den Urlaub mit einer Partnerkarte ausstattet, gibt allerdings den Überblick über die Ausgaben aus der Hand. Die bessere Alternative, weil mit Kostenkontrolle verbunden, stellt auch in diesem Fall die Prepaid-Kreditkarte dar. Sie kann für den Sprössling auf dessen Namen ausgestellt werden. Eine Kreditkarte für Jugendliche, gerade im Urlaub, bietet noch einen anderen Vorteil. Kommt der Geldbeutel abhanden, ist normalerweise die Urlaubskasse weg. Eine Prepaid-Karte kann mit einem Betrag aufgeladen werden, der für zwei, drei Tage ausreichend ist. Besteht kein Guthaben mehr, erfolgt einfach die nächste Aufladung. So wird auch ein Verlust nicht zur Katastrophe, der Schaden bleibt überschaubar und ruiniert nicht den Urlaub.