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Kinder und Smartphones: Sechs Tipps für Eltern

Bildquelle: ©Adobe Stock / Text: Verivox

Für viele Kinder ist das Smartphone Teil des Alltags – das macht die mobilen Alleskönner schnell zur Konfliktquelle innerhalb der Familie. Mit diesen Tipps regeln Eltern die Handynutzung ihrer Kinder.

1. Gemeinsam Regeln aufstellen

Die grundlegenden Regeln zur Smartphone-Nutzung sollten am besten im Austausch als Vereinbarung zwischen Eltern und Kind getroffen werden. Klären Sie im Gespräch, wozu Ihre Tochter oder Ihr Sohn das Smartphone nutzen möchte und definieren Sie wichtigsten Eckpfeiler. Dazu kann gehören: Während eines Gesprächs schaut man nicht aufs Smartphone, beim Fernsehabend wird der Ton des Smartphones lautlos gestellt, beim Telefonieren wird das Zimmer verlassen usw. Die Regelungen sollten für beide Seiten gelten – auch Eltern müssen sich dann an die Vereinbarungen halten.

Experten raten, komplette Smartphone-Verbote zu vermeiden. Aber wenn die vereinbarten Regeln nicht eingehalten werden, kann ein Smartphone-Entzug für einen gewissen Zeitraum sinnvoll sein.

2. Nutzungsdauer und Offline-Zeiten festlegen

Eltern fürchten häufig, dass die Kinder zu lange am Smartphone kleben. Damit das Smartphone nicht zum Zeitfresser wird, sollte man den Nachwuchs fürs eigene Nutzungsverhalten sensibilisieren. Sie können zum Beispiel tägliche Nutzungszeiten mit einer Uhr stoppen oder aufzeigen, wie sich Hausaufgabenzeiten verlängern: Im Gespräch werden Zeitverluste so deutlich. Darüber hinaus können Smartphone-freie Zeiten vereinbart werden – zum Beispiel beim gemeinsamen Essen, während der Hausaufgaben oder beim Familienausflug am Wochenende. So gibt es feste Absprachen darüber, wann das Handy benutzt werden darf und wann es weggelegt werden sollte.

3. Kinder an Handykosten beteiligen

Es ist ratsam, Kinder nicht nur über die Kosten der Handynutzung aufzuklären, sondern sie auch daran zu beteiligen – entscheidend ist dabei das Prinzip, nicht der Betrag. Das bedeutet, dass eine symbolische Summe ausreichen kann. Eltern können diese etwa vom Alter oder der Höhe des Taschengelds abhängig machen. Ein Tipp, damit Kinder nicht in die Kostenfalle tappen: App-Käufe sollten verboten werden. Kostenfallen wie In-App-Käufe, die nur anfangs kostenlos sind, oder Voting-Hotlines können beim Anbieter gesperrt werden.

4. Der richtige Tarif: 10 Euro reichen aus

Beim Handytarif achten Eltern am besten auf Kostenkontrolle und Flexibilität. Deshalb eignen sich Prepaidtarife und monatlich kündbare Angebote am meisten. Meist lohnt es sich, einen Tarif ohne Handy zu buchen und das Gerät getrennt zu erwerben. Kostengünstiger wird es vor allem dann, wenn Sie das Datenvolumen begrenzen.

Man muss mittlerweile nicht mehr als 10 Euro im Monat ausgeben, es gibt auch günstige Angebote für 5 Euro. Dafür erhalten Verbraucher schon 1 Gigabyte Datenvolumen – und das reicht immerhin für mindestens 100.000 Whatsapp-Nachrichten.

5. Vor der ersten Nutzung aufklären

In welchem Alter ein Smartphone für den Nachwuchs sinnvoll ist, hängt individuell vom Kind ab. Die persönliche Reife ist dabei entscheidend. Grundsätzlich ist vor der Smartphone-Nutzung Aufklärung wichtig: Sprechen Sie mit Ihrem Kind über Kosten und das Smartphone als Zeitfresser, genauso wie über Themen wie Privatsphäre im Internet. Unterstützung sollten Eltern auch beim Einrichten des Geräts geben: Eine Erklärung zu den wichtigsten Funktionen des Smartphones ist vor der Übergabe des Geräts sinnvoll.

6. Für Sicherheit sorgen

Wichtig sind außerdem Hinweise auf potenziell gefährliche Situationen, denen sich Kinder beispielsweise beim Chatten aussetzen. Sicherheit ist von Beginn an relevant: Smartphones sollten deshalb ebenso wie jedes andere internetfähige Gerät mit geeigneten Schutzmechanismen versehen werden. Hilfreich sind Apps, die folgende Funktionen bieten:

  • ein kindersicherer Browser, der gezielt Internetseiten erlaubt oder verbietet,
  • das Verhindern von Einkäufe in den Stores und das Installieren oder Nutzen bestimmter Apps,
  • das Sperren ungeeigneter Websites über eine „Blacklist“,
  • das Einrichten begrenzter Nutzungszeiten des Internets,

Achten Sie außerdem darauf, die Datenautomatik zu deaktivieren oder buchen Sie gleich einen Tarif ohne automatisches Nachbuchen – sonst kann das Surfen schnell teuer werden.

Experten empfehlen außerdem die Deaktivierung von Bluetooth, um eine unkontrollierte Übertragung von Inhalten zu verhindern. Auch die Standortübertragung kann ausgeschaltet werden. So bleibt der Aufenthaltsort Ihres Kindes verschlüsselt und es kann kein Bewegungsprofil erstellt werden. Wenn Eltern selbst ihr Kind orten möchten (zum Beispiel wenn Kinder nicht zur vereinbarten Zeit zu Hause sind): Bei den Netzbetreibern kann man sich für eine Handyortung registrieren.