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Handy im Urlaub

Bildquelle: ©Adobe Stock / Text: Verivox

Urlaubsfotos versenden, den Wetterbericht lesen, zur Sehenswürdigkeit navigieren – auch in den Ferien ist das Smartphone für viele ständiger Begleiter. Tipp: Wer im Urlaub unbeschwert mit dem Smartphone telefonieren und surfen möchte, kann mit Auslandstarifen des Mobilfunkanbieters sparen – doch es sind Unterschiede zu machen zwischen Reisen innerhalb und außerhalb der EU.

1. Innerhalb der EU: Gebühren abgeschafft

Innerhalb der EU wurden Roaming-Gebühren abgeschafft. Ob Surfen, Telefonieren oder SMSen – es entstehen keine zusätzlichen Kosten. Der Verbrauch wird nach dem Tarif berechnet, der zu Hause in Deutschland greift. Kurz: Es gilt die Nutzung zu Inlandspreisen. Gut zu wissen: Auch wer nach Großbritannien reist, muss sich zunächst keine Sorgen um Mehrkosten machen: 2020 werden noch keine Roaming-Gebühren anfallen. Großbritannien könnte – ebenso wie Island, Norwegen und Liechtenstein – das vierte Land außerhalb der Europäischen Union werden, das die EU-Roaming-Regelung anbietet.

Mehr Informationen zum EU-Roaming

2. Außerhalb der EU: Spezielle Datenpakete besonders sinnvoll

Bei Reisen außerhalb der EU greift keine Preisregulierung – Verbraucher sollten daher vorsichtig sein. Es gelten deutlich teurere Tarife: Wer einfach so lossurft, zahlt z. B. für 1 Megabyte (MB) Daten bis zu 20 Euro. Spezielle Handy-Tarife fürs Ausland sind daher ratsam: Mit einer entsprechenden Option kann deutlich gespart werden.

Handy-Tarife fürs Ausland

Verbraucher können die Zusatzpakete beim eigenen Anbieter zusätzlich zu ihrem Inlandstarif buchen. Verfügbarkeit und Preise der Handy-Tarife fürs Ausland sind abhängig von Inlandstarif und Reiseland. Vor der Reise informieren sich Nutzer daher am besten über die Tarifzone bzw. Ländergruppe (z. B. innerhalb USA oder Kanada, weltweit), in die ihr Urlaubsziel beim Anbieter fällt. Verbraucher sollten vorm Buchen außerdem darauf achten, welche Laufzeit die Handyverträge fürs Ausland haben und ob das Zusatzpaket eventuell gekündigt werden muss. Wichtig ist auch, ob ein neues Datenpaket nachgebucht werden kann. Die Buchung selbst erfolgt einfach vor Ort: Bei der Einreise ins Urlaubsland erhalten Verbraucher eine SMS ihres Anbieters. Der gewünschte Handy-Tarif fürs Ausland kann ausgewählt und per SMS bestätigt werden. Im Anschluss muss nur noch das Daten-Roaming eingeschaltet werden.

Lokale SIM-Karten nutzen

Wer ein Handy ohne SIM-Lock besitzt, kann Roaming-Gebühren komplett vermeiden. Dafür wird die deutsche SIM-Karte gegen die eines lokalen Anbieters ausgewechselt. Verbraucher können Prepaidkarten fürs Surfen oder Telefonieren für viele Länder bereits in Deutschland im Voraus bestellen.

SMS-Versand und Mailbox

Eine SMS zu schicken ist fast immer günstiger als ein Telefonanruf. Der Empfang von Kurzmitteilungen ist in der Regel kostenfrei, die Kosten für das Senden einer SMS unterscheiden sich je nach Anbieter und Land. Außerdem ist es ratsam, die Mailbox abzustellen, da das Abhören der Mailbox im Ausland ebenfalls sehr teuer werden kann. Wer trotzdem über die Mailbox erreichbar sein möchte, sollte sich vorher über die Mailbox-Auslandstarife des Handyanbieters informieren.

WLAN nutzen

WLAN ist in Hotels, Bars und Restaurants meist frei zugänglich. In touristischen Gegenden gibt es außerdem auch an öffentlichen Orten oftmals Hotspots zur freien Nutzung. Das ist zwar praktisch, aber nicht immer sicher. Daher ist es ratsam beim Surfen übers offene WLAN vorsichtig zu sein und keine sensiblen Daten einzugeben – also etwa auf Online-Banking zu verzichten.

Kostenbeispiel: Surf-Tarife fürs Ausland

Ein Tagespaket mit 100 MB Inklusiv-Volumen in Urlaubsländern wie Thailand oder Peru gibt es für knapp 5 Euro, ein Wochenpaket mit 300 MB für knapp 15 Euro (Bsp. Telekom). Bei Discountern stehen außerhalb Europas meist keine Datenoptionen zur Verfügung.

3. Ob Strand oder Camping: Smartphone schützen

Wasser, Sand und Sonne vertragen sich nicht gut mit Smartphones. Das Smartphone mit an den Strand zu nehmen, ist daher nur mit ausreichendem Schutz ratsam. Praktisch sind Smartphones, die über einen IP-Schutz gegen Schmutz und Wasser verfügen. Eine Alternative bieten Schutzhüllen. Wenn das Handy versehentlich „baden gegangen" ist, sollte der Akku entfernt und das Telefon an der Luft wieder getrocknet werden. Um bei einem Diebstahl des Smartphones vorzusorgen, gilt: Vor dem Urlaub mit einem Daten-Backup die Inhalte des Smartphones sichern und einen Passwortschutz nutzen.

Mobiles Internet im Ausland