Fahranfänger: 10 Tipps für eine günstige Autoversicherung

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Bild: Frau mit Autoschlüssel Bild: ©diego cervo/fotolia.com / Text: Verivox

Fahranfänger werden in der Kfz-Versicherung ordentlich zur Kasse gebeten. Weil sie unerfahren sind und statistisch gesehen häufiger Unfälle bauen, müssen sie einen Risikoaufschlag zahlen. In der Regel erhalten Fahranfänger die Schadenfreiheitsklasse 0 - das sind meist 100 Prozent der normalen Prämie. So können die jährlichen Kosten für die Autoversicherung schnell über 1.000 Euro steigen. Doch es gibt Wege, die Kfz-Prämien zu senken. Verivox sagt Ihnen wie.

Kfz-Versicherung vergleichen

Tipp 1: Sparen mit der Zweitwagenregelung

Wer mit den Eltern gemeinsame Sache macht, kann in der Kfz-Versicherung kräftig sparen. Denn melden Fahranfänger ihr Auto als Zweitwagen auf den Namen des Vaters oder der Mutter an, stuft die Versicherung das Fahrzeug in der Regel in die SF-Klasse ½ ein. Der Beitragssatz in der SF-Klasse ½ beträgt zwischen 70 und 90 Prozent. Einige Versicherungen bieten unter bestimmten Voraussetzungen sogar noch bessere Konditionen an. Gegenüber der SF-Klasse 0 lassen sich also einige hunderte Euro im Jahr sparen.

Tipp 2: Von der Eltern-Kind-Regelung profitieren

Führerscheinneulinge, die ihr Fahrzeug auf den eigenen Namen anmelden möchten, können ebenfalls in die Schadenfreiheitsklasse ½ oder besser rutschen, wenn sie von der Eltern-Kind-Regelung Gebrauch machen. Dabei muss das Auto beim gleichen Versicherer versichert werden wie das der Eltern. Allerdings können junge Fahrer dann nicht immer eigene schadenfreie Jahre sammeln, steigen also nicht in der SF-Klasse.

Tipp 3:  Telematik-Tarife nutzen

Getreu dem Motto "Zahle, wie du fährst" können Fahranfänger mit sogenannten Telematik-Tarifen Geld sparen. Einzige Voraussetzung: Sie fahren vorsichtig und vorausschauend. Und wie funktioniert das? Eine kleine im Fahrzeug verbaute Box wertet neben der Geschwindigkeit auch das Brems- und Beschleunigungsverhalten aus sowie wo und wann der Fahrer unterwegs ist.. Bei vorbildlicher Fahrweise können sich Fahranfänger über Rabatte bei den Versicherungskosten freuen. Das sind bei einigen Versicherern immerhin bis zu 40 Prozent.

Tipp 4: Fahrzeug mit niedriger Typklasse kaufen

Einfluss auf die Höhe der Versicherungsprämie hat u.a. die Typklasse des Fahrzeugs. Je häufiger der Fahrzeugtyp statistisch gesehen in Unfälle verwickelt ist oder geklaut wird, desto höher fällt die Typklasse aus und desto teurer ist die Versicherung. Fahranfänger sollten sich deshalb schon vor dem Autokauf informieren.

In der Kfz-Haftpflichtversicherung gibt es 16 Typklassen (10-25), in der Vollkaskoversicherung 25 (10-34), in der Teilkasko 24 (10-33). Die Typklasse des Traumautos können Fahranfänger ganz einfach unter www.gdv.de oder www.typklasse.de ermitteln.

Tipp 5: Die Schadenfreiheitsklasse von Oma oder Opa übernehmen

Auch durch die Übernahme der Schadenfreiheitsklasse kann die Höhe der Autoversicherungsprämie kräftig gesenkt werden. Voraussetzung ist, dass der Fahranfänger das Fahrzeug regelmäßig gefahren hat und ein Verwandtschaftsverhältnis ersten Grades oder eine häusliche Gemeinschaft besteht. Wenn die Oma also nicht mehr Auto fahren möchte, kann sie ihrem Enkel die erreichte SF-Klasse schenken.  

Die Krux: Schadenfreiheitsklassen können nur in der Höhe übernommen werden, die der Fahranfänger mit der Dauer seines Führerscheinbesitzes selbst hätte „erfahren“ können. Wer also ein Jahr den Führerschein besitzt, kann maximal die SF-Klasse 1 geltend machen – auch wenn die Oma in SF-Klasse 20 eingestuft ist. Alle restlichen SF-Klassen verfallen. Aber: Wer einmal seine SF-Klassen abgibt, kann das nicht mehr rückgängig machen.

Tipp 6: Richtigen Versicherungsumfang wählen

Fahranfänger kaufen meist keinen Neuwagen, sondern geben sich zu Beginn mit einem älteren Auto zufrieden. Wenn der Gebrauchte zum Beispiel älter als 10 Jahre ist und nur einen geringen Restwert hat, dann genügt der Schutz der gesetzlich vorgeschriebenen Kfz-Haftpflicht. Ein Teilkasko ist unter Umständen sinnvoll, wenn das Fahrzeug zwischen fünf und zehn Jahre alt und noch einen gewissen Restwert besitzt. Sie deckt Schäden mit Wildtieren, Marderbissen, Diebstahl und Glasbruch ab.

Sollten sich Fahranfänger doch für ein neues Auto mit recht hohem Restwert entscheiden, ist die Vollkasko sinnvoll. Sie springt auch bei Vandalismus und selbstverschuldeten Unfällen am eigenen Fahrzeug ein. Allerdings steigt damit der Preis der Kfz-Versicherung.

Tipp 7: Auto in Vertragswerkstätten des Versicherers reparieren lassen

In der Regel bieten die Versicherungen einen Rabatt von durchschnittlich 20 Prozent, wenn das Auto in der Vertragswerkstatt des Versicherers repariert wird. Gerade Fahranfänger können mit dem Verzicht auf die freie Werkstattwahl an der Preisschraube drehen. Das lohnt sich vor allem, wenn ein dichtes Netz an Vertragswerksstätten in der näheren Umgebung vorhanden ist. Wer erst dutzende Kilometer zur Nächsten fahren muss und so hohe Spritkosten hat, für den rentiert sich das weniger.

Tipp 8: Weniger fahren, weniger zahlen

Wer endlich sein eigenes Auto hat, der möchte seine Unabhängigkeit und Freiheit genießen. Weite Strecken lassen sich dann vergleichsweise schnell und bequem zurücklegen. Versicherungen bewerten Vielfahrer aber als höheres Risiko und folglich erhöht sich der Kfz-Beitrag. Für Fahranfänger kann es sich also lohnen, wenn sie ihr Auto ab und an stehenlassen. Immerhin können sie so zwischen fünf und zehn Prozent sparen. Und wer sich bei der jährlichen Kilometerfahrleistung verschätzt hat, kann das bei der Versicherung nachtragen, muss jedoch wieder etwas mehr zahlen. Die mehr gefahrenen Kilometer zu verschweigen, ist nicht zu empfehlen. Denn die Versicherung kann im Schadenfall die Leistungen kürzen.

Tipp 9: „Führerschein mit 17“ machen

Das begleitete Fahren, auch „Führerschein mit 17“ genannt, ist für Fahranfänger sehr empfehlenswert. Dadurch erhalten sie bis zu 16 Prozent Rabatt gegenüber den Fahranfängern, die nicht am begleiteten Fahren teilgenommen haben. Sie dürfen dann bereits mit 17 ans Steuer, allerdings nur in Begleitung eines routinierten Fahrers. Dieser muss mindestens über fünf Jahre Fahrerfahrung (Führerschein Klasse B) verfügen und mindestens 30 Jahre alt sein.

Tipp 10: Angebote der Kfz-Versicherer vergleichen

Die Preisunterschiede zwischen den Kfz-Versicherern sind enorm. Bis zu 850 Euro können Fahranfänger allein durch einen Kfz-Vergleich sparen. Mit dem kostenlosen Tarifrechner auf Verivox.de können sich Verbraucher schnell und einfach einen Überblick über die Angebote verschaffen und eine günstige Kfz-Versicherung entsprechend ihren individuellen Bedürfnissen finden.

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