Energiesparen im Haushalt

Überall im Haushalt verstecken sie sich: die heimlichen Energiefresser. Wir sagen Ihnen, wo Sie sie finden und mit welchen einfachen Tricks Sie Strom und bares Geld sparen. Für den schnellen Überblick haben wir auch Energiespartipps für den Alltag für Sie zusammengestellt.

Ratgeber / Strom

Bild: Lachende Frau holt Pizza aus dem Backofen Bild: ©Subbotina Anna / Adobe Stock / Text: Verivox

Stromspartipps für die Küche

Schon beim Kochen senken kleine Maßnahmen den Stromverbrauch. So wird mit einem passenden Topfdeckel etwa zwei Drittel weniger Energie benötigt als „oben ohne“. Darüber hinaus sollte die Topfgröße immer zur Größe der benutzten Herdplatte passen. Jeder Zentimeter, den der Topf kleiner als die Herdplatte ist, führt zu 20 bis 30 Prozent Mehrverbrauch. Wer mit Umluft backt, kann die Temperatur 20-30 Grad niedriger einstellen als bei Ober- und Unterhitze. Das spart zwischen 25 und 40 Prozent an Stromkosten.

Kochen mit Restwärme trägt ebenfalls dazu bei, Energie zu sparen. Weil Elektroherde wahre Stromfresser sind, sollten für kleinere Kochaktivitäten Wasserkocher, Mikrowelle oder Toaster benutzt werden. Ein Beispiel: Wer die Brötchen auf dem Toaster anstatt im Ofen aufbackt, kann bis zu 70 Prozent Energie einsparen. Langkochende Gerichte sollten in einem Schnellkochtopf zubereitet werden; das spart 50 Prozent an Zeit und 30 Prozent an Strom.

Ein Geschirrspüler spart nicht nur Zeit, sondern auch Energie. Während beim Handabwasch 40 bis 60 Liter Wasser den Abfluss runter rauschen, sind es bei modernen Geschirrspülern durchschnittlich nur 7 bis 10 Liter. Außerdem benötigt der Geschirrspüler nur halb so viel Strom wie das Spülen mit der Hand. Damit die Reinigungskraft des Geschirrspülers auch richtig zur Entfaltung kommt, sollte die Siebkombination regelmäßig gereinigt werden. Schalten Sie die Maschine nach dem Spülvorgang einfach aus: So trocknet das Geschirr durch die Eigenwärme, ein maschineller Trockengang ist überflüssig.

Wertvolle Tipps zum Thema Stromsparen in der Küche finden Sie auch hier in unserem Video Tatort Küche:

Stromspartipps zum Kühlen und Gefrieren

Bei Kühlschränken gilt: Immer das kleinstmögliche Gerät kaufen. 100 Liter mehr Nutzinhalt schlagen mit zehn Prozent mehr Strombedarf zu Buche. Auf das Eisfach zu verzichten, spart hingegen 20 Prozent Energie. Ist der Kühlschrank mal nur halb gefüllt, dienen Tetrapacks als Kältespeicher. Kühlgeräte sollten nie direkt neben Wärmequellen wie Herd oder Heizung platziert werden. Wer die Raumtemperatur um 1 Grad senkt, spart circa 3 Prozent Strom bei Gefriergeräten und etwa 6 Prozent bei Kühlgeräten.

Wer ein neues Gerät kauft, spart mit einem Modell der Effizienzklasse A+ gegenüber der Klasse A rund 20 Prozent Strom, ein A++ Gerät spart 40 Prozent, ein A+++ Gerät sogar 60 Prozent. Gefriertruhen sind um ca. 20 Prozent sparsamer als Gefrierschränke. Kühl- und Gefrierkombinationen haben den höchsten Energieverbrauch.

Übrigens: Die ideale Kühlschranktemperatur liegt bei 5 bis 7 Grad, im Gefrierschrank ist eine Temperatur von –18 Grad empfehlenswert.

Beleuchtung: Hell und trotzdem sparsam

Ihr Verkauf ist seit dem 1. September 2012 EU-weit verboten, doch in vielen Haushalten brennen sie noch – die Glühbirnen. So mancher Verbraucher hat sich ausreichend mit dem liebgewonnenen Lichtspender eingedeckt. Dabei bieten Energiesparlampen und LEDs denselben Komfort und sparen dabei über 80 Prozent Strom. Das Auswechseln lohnt sich, fallen doch 10 bis 12 Prozent der gesamten Energiekosten im Haushalt auf die Beleuchtung.

Das Vorurteil vom ungemütlichen, kalten Licht ist übrigens längst überholt. Mittlerweile sind auch Energiesparlampen und LEDs in warmen Lichtfarben („warmweiß“ oder „extrawarmweiß“) erhältlich. Auch bei der Lebensdauer sind die Verhältnisse klar: Während die Glühbirne nur gut 1.000 Stunden brennt, leuchtet die Energiesparlampe bis zu 15.000 Stunden und LEDs bis zu 40.000 Stunden.


Stromfresser im Haushalt

So entlarven Sie die heimlichen Stromfresser

In jedem Haushalt verstecken sich Stromfresser, die den Bewohnern das Geld aus der Tasche ziehen.

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Es sind meist nur kleine Veränderungen im Verhalten, die unterm Strich bares Geld sparen.

Stromspartipps zum Wäsche waschen und trocknen

Stark verschmutzte oder Weißwäsche wird nur bei 60 Grad richtig sauber? Falsch. Dank moderner Waschmittel können Sie getrost auf hohe Temperaturen verzichten. Wer die Waschtemperatur von 60 auf 40 Grad senkt, reduziert den Stromverbrauch um die Hälfte. Bei 30 Grad Celsius benötigt die Maschine nur noch etwa ein Drittel des Stroms. Fazit: Je niedriger die Waschtemperatur eingestellt wird, desto weniger Strom wird zum Erhitzen des Wassers benötigt.

Sparen können Sie sich auch die Vorwäsche: Hartnäckige Flecken stattdessen lieber separat vorbehandeln. Waschen Sie immer nur volle Trommeln. Viele Maschinen brauchen für eine kleine Wäscheladung genauso viel Wasser und Strom wie voll beladen. Die Programmfunktion „½“ reduziert zwar den Wasser- und Stromverbrauch, jedoch nicht um die Hälfte. 

Und noch ein Tipp: Wer kann, sollte seine Waschmaschine direkt an die Warmwasserleitung anschließen. Das spart Strom – den Strom, den die Maschine benötigt, um das Wasser auf Waschtemperatur zu bringen. Sinnvoll ist diese Maßnahme aber nur dann, wenn das Wasser im Haushalt nicht von einem Elektro-Durchlauferhitzer erwärmt wird.

Trockner sind Energiefresser: Pro Ladung werden schnell 50 Cent oder mehr für Strom benötigt. Gerade im Sommer lässt sich die Wäsche aber auch schnell und einfach auf der Wäscheleine trocknen – zum Nulltarif. Wer auf den Trockner nicht verzichten kann, sollte darauf achten, das Gerät voll zu beladen und die Wäsche nicht zu „übertrocknen“. Je besser die Wäsche bereits in der Waschmaschine geschleudert wurde, desto weniger Arbeit muss der Trockner verrichten.

Stromspartipps fürs Bad

Ein Heizlüfter bringt das Badezimmer morgens schnell „auf Temperatur“. Doch Heizen mit Strom ist teuer. Für ein 2000-Watt-Gerät belaufen sich die Stromkosten in nur einer Heizperiode auf über 50 Euro. Investieren Sie dieses Geld lieber in programmierbare Thermostate. Einmal eingestellt, ist es zur Duschzeit angenehm warm.

Bei Boilern oder Durchlauferhitzern ist eine Wassertemperatur von 60 Grad völlig ausreichend. Weiter sollten Sie aber nicht runterdrehen, da sonst Keime im Wasser nicht mehr ausreichend abgetötet werden. Kleinere Wasserboiler, beispielsweise für das Waschbecken, können über Nacht ausgeschaltet werden. Ansonsten heizt sich das Wasser immer wieder unnötig auf, obwohl es gar nicht benötigt wird.

Stromspartipps für Computer & Fernseher

Je leistungsfähiger ein Rechner ist, desto höher ist sein Stromverbrauch. Wer ausschließlich klassische Büroanwendungen nutzt, kann durch die Wahl eines geeigneten PCs den Stromverbrauch deutlich senken. Wer auf einen leistungsstarken Rechner nicht verzichten kann oder will, sollte neben der Performance auch die Energieeffizienz im Auge behalten. Das Label EnergyStar kennzeichnet stromsparende Bürogeräte. Wer richtig Stromkosten sparen will, legt sich am besten ein Notebook zu. Es ist wesentlich energieeffizienter als ein Desktop-PC mit vergleichbarer Ausstattung.

Bei Arbeitspausen von mehr als 10 Minuten lohnt sich das Abschalten des Monitors. Bildschirmschoner hingegen sparen null Energie. Ganz im Gegenteil: Die animierten Grafiken belasten den Prozessor meist stärker als ein Textverarbeitungsprogramm. Das treibt die Stromkosten in die Höhe.

Peripherie-Geräte wie Scanner oder Drucker sind nur ab und zu im Einsatz. Dennoch werden sie im Standby-Modus permanent mit Strom versorgt. Besonders Laserdrucker sind für ihren hohen Energieverbrauch bekannt. Deshalb sollten sie – wie übrigens auch der gesamte PC – bei längeren Arbeitspausen komplett ausgeschaltet werden. Doch selbst der Ausknopf schützt nicht zwangsläufig vor ungewollten Leerlaufverlusten. So verbrauchen Geräte zum Teil auch dann Strom, wenn sie offensichtlich ausgeschaltet sind. Abhilfe schaffen schaltbare Steckerleisten, die die Geräte mittels Kippschalter vom Netz trennen. Denn jedes Watt, das dauerhaft unnütz verschwendet wird, kostet jährlich knapp 2,50 Euro.

Je größer die Bildschirmdiagonale des Fernsehers ist, desto mehr Strom wird verbraucht – das sollte bei der Wahl stets im Hinterkopf bleiben. Wichtig ist vor allem der eigene Bedarf: Passen Bildschirm- und Wohnzimmergröße zusammen? Kann ich den nötigen Sitzabstand zum TV-Gerät einhalten? Bei Auslieferung sind die Geräte meist auf maximale Leistung getrimmt. Wer Helligkeit und Kontrast anpasst, spart nicht nur Strom, sondern verbessert auch das individuelle Fernseherlebnis.

Effiziente Geräte kaufen

Ein Haushaltsgerät bleibt rund 14 Jahre im Einsatz, bevor es ausgetauscht wird. Machen Sie sich vor dem Kauf Gedanken, wie groß und leistungsfähig es sein soll: Ein überdimensioniertes Gerät verursacht in seiner Lebensdauer sonst unnötige Kosten. Vor allem lohnt sich ein Blick auf die Energieeffizienz. Energielabel zeigen, wie hoch der Jahresstromverbrauch durchschnittlich ausfällt und ob das Gerät in die Kategorie „sparsam“ oder „Stromfresser“ fällt. Das Energieeffizienzlabel gibt es für Dunstabzugshauben, Staubsauger, Kühl- und Gefriergeräte, Geschirrspül- und Waschmaschinen, Wäschetrockner, Fernseher & Co.

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