10 Heiztipps für den Winter - schnell & einfach umgesetzt

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Das Wichtigste in Kürze

  • Schon durch kleine Veränderungen lassen sich Heizkosten deutlich senken.
  • In Flur, Schlafzimmer und Küche genügen 15 - 18 °C. Jedes Grad weniger spart 6 Prozent Energie.
  • Heizkörper sollten möglichst frei hängen, damit die Luft besser zirkulieren kann. Vermeiden Sie Hitzestau durch Gardinen oder Möbel.
  • Fenster auf Dauerkipp kühlen Wände aus und können Schimmel verursachen.

Diese 10 Heiztipps für den Winter können Sie direkt umsetzen und sparen: Es sind oft nur kleine Veränderungen im Verhalten, die einen erstaunlichen Unterschied machen. So bleiben Wohnung oder Haus gemütlich warm, ohne dass die Heizkosten explodieren.

1. Selten genutzte Räume weniger heizen

Jedes Grad weniger spart rund 6 Prozent Energie. Bestimmte Räume, wie beispielsweise das Schlafzimmer können weniger geheizt werden als Räume, in denen man sich häufiger aufhält. Auch nachts kann die Temperatur etwas abgesenkt werden. In der Regel gelten folgende Werte: Wohnzimmer 20 - 21 °C, Küche und Schlafzimmer 18 °C und Flure 15 °C.

2. Temperatur in der Nacht absenken

Eine Stunde vor dem Schlafengehen kann die Temperatur der Heizkörper in den Wohnräumen langsam um fünf Grad gesenkt werden. Das spart bis zu 30 Prozent Heizkosten.

Wem das manuelle Hoch- und Runterregeln der Heizkörper zu unbequem ist, der kann auf smarte Technik setzen. Mithilfe einer intelligenten Heizungssteuerung lässt sich die persönliche Wohlfühltemperatur in jedem Raum und zu jeder Tageszeit variabel einstellen. Darüber hinaus können smarte Systeme selbstständig auf An- und Abwesenheiten der Bewohner oder auf Wetterbedingungen reagieren. Die Steuerung erfolgt in der Regel über eine App auf dem Smartphone.

Im Video: Heizen oder geizen?

Schlau mit V – wer im Winter eine kuschelig warme Wohnung haben möchte, riskiert eine hohe Nebenkostenabrechnung. Die Tarifexperten von Verivox verraten, wie Verbraucher Heizkosten sparen, ohne zu frieren!

3. Heizkörper frei halten

Die Heizkörper sollten möglichst frei hängen, damit die Luft besser zirkulieren kann. Bei Verkleidungen sollte man auf großzügige Lüftungsschlitze achten. Vermeiden Sie einen Hitzestau durch Gardinen oder zu nah herangerückte Möbel, sonst verbrauchen Sie bis zu 20 Prozent mehr Energie.

4. Heizung entlüften

Gluckert die Heizung, so enthält das Wasser, das den Heizkörper erwärmt, Luftblasen. Hier ist eine Entlüftung der Heizkörper angezeigt.

5. Fenster nicht kippen

Lassen Sie die Fenster im Winter nicht gekippt, sonst kühlt die ganze Wohnung, also auch die Wände, aus. Beim regelmäßigen, kurzen Stoßlüften entweicht nur die Wärme der verbrauchten Luft - in Möbeln und Wänden bleibt sie erhalten. Vor und während des Lüftens sollten die Heizkörperthermostate geschlossen werden. Meist reichen 5 bis 10 Minuten Lüften aus.

6. Türen schließen und abdichten

Halten Sie die Türen zu selten benutzten Räumen geschlossen, damit diese nicht unnötig mitgeheizt werden. Überprüfen Sie auch die Spalten und Fugen an Türen und Fenstern. Diese sollten gut abgedichtet sein.

7. Rollläden abends schließen

Rollläden verstärken die isolierende Funktion der Fenster und sollten bei Dunkelheit geschlossen werden.

8. Heizanlage warten

Bereits eine geringe Rußablagerung und ein nicht optimal eingestellter Brenner verursachen Mehrkosten von rund fünf Prozent. Die Heizanlage sollte daher regelmäßig gewartet werden.

9. Heizung modernisieren

Durch die Modernisierung alter Kessel kann am meisten gespart werden, im Schnitt ca. 20-40 Prozent. Gerade in alten Häusern finden sich noch solche alten Energieverschwender. Eine Aufrüstung einer Heizungsanlage mit Brennwerttechnik nutzt zudem noch die Abwärme des Abgases. Diese Anlagen haben sich recht schnell wieder amortisiert, da hier ein enormes Einsparpotenzial liegt.

10. Wärmebrücken erkennen und abdämmen

Gerade alte Gebäude verlieren zu viel Wärme. Mit einer Wärmebildkamera kann man den Wärmeverlust erkennen. Abgesehen von dem Wärmeverlust entsteht an Wärmebrücken oft Schimmel. Trifft kalte und warme Luft aufeinander, entsteht Kondenswasser, welches im Mauerwerk schlecht oder gar nicht entweichen kann. Eine neue Dämmung amortisiert sich recht schnell, auch aufgrund verschiedener Fördermöglichkeiten.