Privathaftpflichtversicherung Vergleich

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Inhalt dieser Seite
  1. Privathaftpflicht: Was ist das?
  2. Leistungsübersicht
  3. Passiver Rechtsschutz
  4. Zusatzleistungen
  5. Höhe der Deckungssumme
  6. Selbstbeteiligung: nicht vereinbaren
  7. Absicherung für die ganze Familie
  8. Häufig gestellte Fragen

Privathaftpflichtversicherung: Was ist das?

Die Privathaftpflicht ist eine Erweiterung der Haftpflichtversicherung. Wie auch die Haftpflicht, sichert sie gegen Schadensforderungen Dritter ab.

Das bedeutet: Haben Sie einen Schaden verursacht, übernimmt die Privathaftpflicht die Kosten. Auch wenn der Schaden durch Leichtsinn, Unachtsamkeit oder eine vergessene Pflicht entstanden ist.

Keine Pflichtversicherung!

Die Privathaftpflichtversicherung ist keine gesetzlich vorgeschriebene Pflichtversicherung. Allerdings schützt sie im Ernstfall vor dem finanziellen Ruin.

Beispiel aus dem Alltag

Ein Freund möchte Ihnen ein paar Urlaubsfotos auf seinem Handy zeigen und gibt es Ihnen in die Hand. Während Sie sich die Bilder anschauen, rutscht Ihnen das Handy aus der Hand. Der Aufschlag auf dem Boden hinterlässt unschöne Kratzer oder Sprünge auf dem Display. Die Kosten für die Reparatur müssen Sie dank der Haftpflichtversicherung nicht selbst tragen. Leiten Sie den Schadensfall einfach an Ihre Versicherung weiter. Diese übernimmt jetzt Kosten für einen Display-Ersatz. Das Ergebnis: das Handy als auch die Freundschaft sind gerettet.

Leistungsübersicht: Was genau ist versichert?

Auf einen Blick

  • Selbst verursachte Personen- und Sachschäden
  • Passiver Rechtsschutz
  • Absicherung der Familie
  • Bis zu einem Jahr lang weltweiter Schutz
  • Wichtige Zusatzleistungen: Forderungsausfalldeckung, Gefälligkeitshandlungen, privater Schlüsselverlust

Personen- und Sachschäden

Verursachen Sie einen Sach- oder Personenschaden, haften Sie mit Ihrem gesamten Vermögen. Je nach Schadensfall kann hier einen Lebenslange Zahlung entstehen. Insbesondere dann, wenn durch Ihre Schuld Menschen verletzt wurden.

Unfälle mit schweren körperlichen Beeinträchtigungen oder Todesfolge

Selbstverständlich ist das Leben eines Menschen unbezahlbar. Ebenso kann die Trauer von Angehörigen mit keinem Geld der Welt gelindert werden. Dennoch steht Familienmitgliedern in solchen Fällen eine Ausgleichszahlung zu. Wird durch Unfall ein Dritter schwer verletzt, können schnell Beträge in Millionenhöhe entstehen. Beispielsweise dann, wenn eine lebenslange Pflege notwendig ist.

Konkret greift die private Haftpflicht bei

  • Kosten für die Reparatur der beschädigten Sache oder die Kosten für einen gleichwertigen Ersatz,
  • Kosten für entstandene Folgeschäden (Nutzungsausfall),
  • Kosten für die Bergung und Versorgung verletzter Personen,
  • Kosten für Verdienstausfall, Schmerzensgeld und Kosten für lebenslange Renten bei bleibenden Schäden.

Passiver Rechtsschutz

Ist ein Schaden entstanden, wirkt die Privathaftpflicht als ein passiver Rechtsschutz. Sie prüft, ob für den Schadensverursacher eine Schadensersatzpflicht besteht. Auch die Höhe des Schadens wird überprüft. Ist der Ersatzanspruch berechtigt, leistet die Privathaftpflicht an den Geschädigten.

Besteht nach Prüfung kein Anspruch auf Schadensersatz, wehrt die Privathaftpflicht die Ansprüche ab. Kommt es zu einem Gerichtsverfahren, führt die Privathaftpflicht den Prozess. Auch die Prozesskosten übernimmt die Versicherung.

Vermögensschäden

Seltener und daher häufig auch in der Deckungssumme begrenzt sind die Vermögensschäden. Hierbei sind finanzielle Folgeschäden nach einem Personen- oder Sachschaden gemeint. Verpasst ein Verunfallter einen wichtigen Termin und erleidet deswegen finanzielle Schäden, kann er auch dieser Anspruch geltend machen.

Zusatzleistungen in der Privathaftpflicht

Viele Versicherer bieten Zusatzleistungen zu der Privathaftpflicht an. Dadurch erhöht sich der Versicherungsschutz. Nicht jede Versicherung bietet diese Leistungen. Prüfen Sie daher die Vertragsbedingungen genau . Teilweise sind hierbei die Deckungssummen eingeschränkt.

Forderungsausfalldeckung

Verivox empfiehlt stets eine Haftpflicht mit Ausfalldeckung abzuschließen. Die Forderungsausfalldeckung ist eine Zusatzversicherung. Sie tritt in Kraft, wenn dem Versicherten ein Schaden entstanden ist, den der Verursacher nicht begleichen kann. In diesem Fall begleicht die Versicherung ihren Schadensersatzanspruch.

Damit die Ausfalldeckung in Anspruch genommen werden kann, muss ein gerichtlicher Vollstreckungstitel vorliegen. Auch muss die Schadenshöhe muss eine im Versicherungsvertrag vereinbarte Mindestsumme übersteigen. In Deutschland gibt es noch immer viele Personen ohne private Haftpflicht gibt. Verzichten Sie daher nicht auf diesen Schutz.

Für Mieter interessant: Schlüsselverlust und Mietsachschäden

Für Mieter loht sich der Abschluss einer Zusatzversicherung bei Schlüsselverlust. Die Schlüsselversicherung erhöht die Prämie der Haftpflicht nur um wenige Euro im Jahr. Sie leistet für Folgekosten bei Schlüsselverlust. Beispielsweise dem Austausch der Schlösser und der Anfertigung neuer Schlüssel.

Mietgegenstände und geliehenen Sachen sind ebenfalls durch die Privathaftpflichtversicherung versichert. Bei Mietsachschäden ist die Deckungssumme jedoch häufig begrenzt.

Gefälligkeitsschäden

Gefälligkeitsschäden sind nicht in der regulären Privathaftpflicht versichert. Darunter fallen die Ausübung eines Ehrenamtes oder eine unentgeltliche Gefälligkeit (bspw. Hilfe bei einem Umzug). Diese Schäden müssen als Zusatzleistung im Versicherungsvertrag aufgenommen werden.

Wie hoch sollte die Deckungssumme sein?

Die maximale Deckungssumme ist von Versicherer zu Versicherer unterschiedlich. Insbesondere Sach- und Personenschäden können schnell sehr hohe Kosten verursachen. Wir empfehlen daher eine Versicherungssumme von mindestens 5 Millionen Euro.

Sollte eine Selbstbeteiligung vereinbart werden?

Eine Selbstbeteiligung reduziert die jährlich zu zahlende Prämie. Das heißt: Im Schadensfall tragen Sie die Kosten bis zum vereinbarten Selbstbehalt. Wir raten daher zu einer Privathaftpflichtversicherung ohne Selbstbeteiligung. Der Preisunterschied für diese Tarife beträgt oft nur wenige Euro im Jahr.

Absicherung für die ganze Familie

Bei Abschluss einer Privathaftpflicht schützen Sie nicht nur selbst. Einige Policen bieten Familienversicherungen an. Auch Hausangestellte können über die Privathaftpflicht mitversichert werden.

Volljährige Kinder können über die Privathaftpflicht ihrer Eltern mitversichert werden. Vorraussetzung: Sie befinden sich im Studium, einer Berufsausbildung, im Bundesfreiwilligendienst oder im Grundwehrdienst.

Wer clever vergleicht, findet die beste Haftpflichtversicherung, die vor dem finanziellen Ruin bewahrt.

Häufig gestellte Fragen

Eine Privathaftpflichtversicherung zahlt bei berechtigten Ansprüchen von Dritten, denen Sie in Ihrem Privatleben einen Personen-, Sach- oder Vermögensschaden zugefügt haben.

Ja, denn nach § 823 des Bürgerlichen Gesetzbuchs (BGB) sind Sie verpflichtet, für Schäden aufzukommen, die Sie anderen zufügen, – und das in unbegrenzter Höhe. Mit einer Privathaftpflichtversicherung sichern Sie sich für einen kleinen Betrag zuverlässig gegen dieses finanzielle Risiko ab.

Kinder ab dem 7. Lebensjahr sind bis zur Beendigung ihrer Erstausbildung in der Familien-Haftpflicht ihrer Eltern mitversichert. Ein Privathaftpflicht-Tarif für kinderlose Singles ist nicht ausreichend.

Kinder unter 7 Jahren (im Straßenverkehr: unter 10 Jahren) gelten als deliktunfähig. Sie können für die Folgen ihres Handelns nicht belangt werden. Und wenn niemand „schuld ist“ und niemand haftet, muss auch die Privathaftpflicht nicht zahlen. Der Haftpflichtversicherer kommt im Schadensfall nur dann für die Kosten auf, wenn Sie als Eltern Ihre Aufsichtspflicht vernachlässigt haben. Ansonsten würde der Geschädigte leer ausgehen.

Das kann schnell zum Streit führen, wenn Freunde oder Nachbarn deshalb auf ihren Kosten sitzen bleiben. Um dies zu vermeiden, können Sie in Ihrer Haftpflichtversicherung auch Schäden durch Ihre deliktunfähigen Kinder mitversichern.

Mit der Forderungsausfalldeckung sichern Sie sich gegen Schäden ab, die andere Ihnen zufügen.

Eigentlich müsste hier die Privathaftpflicht des Verursachers zahlen. Hat dieser aber selbst keine Privathaftpflicht und auch keine ausreichenden finanziellen Mittel, um den entstandenen Schaden zu begleichen, dann springt Ihre eigene Privathaftpflichtversicherung für Sie ein und übernimmt die Kosten. Voraussetzung hierfür ist üblicherweise, dass ein rechtskräftiges und vollstreckbares Urteil gegen den Schadenverursacher vorliegt.

Die Ausfalldeckung ist in vielen Tarifen der Privathaftpflicht enthalten. Für die Erstattung gilt oft eine Mindestschadenhöhe, zum Beispiel 2.500 Euro. Besonders empfehlenswert sind Tarife, die gänzlich auf eine Mindestschadenhöhe verzichten.

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Für Hunde brauchen Sie meist eine separate Versicherung.

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Vermögensschäden

Was ein Vermögensschaden ist und wie man sich dagegen absichern kann, erfahren Sie hier.

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