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Weiterer Anstieg im ersten Quartal: Jetzt schon 449 Banken mit Negativzinsen

01.04.2022 | 08:20

Bildquelle: ©Adobe Stock / Text: Verivox

Heidelberg. In den ersten drei Monaten des Jahres 2022 ist die Zahl der Banken mit Negativzinsen weiter gestiegen. Wie eine aktuelle Verivox-Analyse zeigt, verlangen inzwischen schon 449 Kreditinstitute Negativzinsen von ihren Privatkundinnen und -kunden. Auch der Trend zu immer niedrigeren Freibeträgen hat sich weiter fortgesetzt.

Trend zu Negativzinsen setzt sich auch 2022 fort

Zum Ende des ersten Quartals weisen insgesamt 449 Banken und Sparkassen Negativzinsen aus. Damit ist die Zahl der Geldhäuser, die private Sparguthaben mit einem sogenannten Verwahrentgelt belasten, in den vergangenen drei Monaten weiter gestiegen. Ende 2021 verlangten 423 Kreditinstitute Negativzinsen, vor einem Jahr waren es 281. Für seine fortlaufenden Auswertungen recherchiert das Vergleichsportal Verivox die online ausgewiesenen Konditionen für private Tagesgeld-, Giro- und Verrechnungskonten auf den Internetseiten von rund 1.300 Banken.

Banken mit Negativzinsen in der Übersicht

Zuletzt hatten mehrere Banken ein Ende der Negativzinsen in Aussicht gestellt, sobald die Europäische Zentralbank (EZB) ihre Minuszinspolitik auslaufen lässt. „Bislang ist das allerdings noch Zukunftsmusik“, sagt Oliver Maier, Geschäftsführer der Verivox Finanzvergleich GmbH. „Angesichts der jüngsten Entwicklungen weist der Trend momentan eher in die entgegengesetzte Richtung.“

Auch Klein- und Durchschnittssparer sind betroffen

Nicht nur die Anzahl der Banken mit einem Verwahrentgelt ist im laufenden Jahr weiter gestiegen. 28 Kreditinstitute haben im ersten Quartal ihre bereits bestehenden Negativzinskonditionen weiter verschärft oder eine Verschärfung angekündigt. Entweder sie haben den Zinssatz noch tiefer ins Minus gedrückt oder der Freibetrag wurde reduziert, so dass nun auch Kunden mit weniger Geld auf dem Konto ein Verwahrentgelt bezahlen müssen.

„Schon längst müssen nicht mehr nur besonders vermögende Bankkunden Negativzinsen zahlen, auch Klein- und Durchschnittssparer sind immer häufiger betroffen“, sagt Oliver Maier, Geschäftsführer der Verivox Finanzvergleich GmbH. Einige Banken kassieren schon ab 5.000 oder 10.000 Euro auf dem Konto Negativzinsen. Mindestens 175 Kreditinstitute beschränken den Freibetrag für das Gesamtguthaben auf 50.000 Euro oder weniger. Vor einem Jahr waren es erst 90 und zum Jahreswechsel 155 Geldhäuser.

Zinspolitik der EZB entscheidend für die weitere Entwicklung

Bei der Höhe des Verwahrentgelts orientieren sich die meisten Banken am negativen Einlagezins der EZB. Auf einen Teil ihrer überschüssigen Einlagen müssen Kreditinstitute selbst 0,5 Prozent Strafzinsen an die Notenbank abführen. 19 Banken gehen noch über diesen EZB-Strafzins hinaus und berechnen zumindest einem Teil ihrer Kunden Verwahrentgelte in Höhe von 0,55 bis 1 Prozent.

Auch Oliver Maier betont, wie wichtig die Zinspolitik der EZB für die weitere Entwicklung ist: „Wenn der EZB-Strafzins auf Bankeinlagen wegfällt, dürften viele Kreditinstitute nachziehen und die Negativzinsen für Sparer nach und nach abschaffen. Aktuell kann allerdings niemand genau sagen, wann und wie schnell die EZB die Zinsen erhöhen wird.“

Gerichte uneins über Zulässigkeit von Negativzinsen

Ob Banken Negativzinsen überhaupt erheben dürfen, ist noch nicht abschließend geklärt. Die Gerichte sind uneins: In zwei Fällen erklärten deutsche Landgerichte die Verwahrentgelte einzelner Banken für rechtswidrig. Andere Richter entschieden, dass Banken unter bestimmten Voraussetzungen durchaus Negativzinsen berechnen dürfen. Die Urteile sind nicht rechtskräftig, eine höchstrichterliche Entscheidung steht noch aus.

Wie Sparer Negativzinsen vermeiden können

Klar ist hingegen, dass Banken Negativzinsen in laufenden Verträgen nicht einseitig einführen können. Wenn die Institute Verwahrentgelte im Preisaushang veröffentlichen, gelten diese Konditionen deshalb zunächst nur für neue Tagesgeld- und Girokonten. Wenn auch Bestandskunden Negativzinsen zahlen sollen, müssen die Geldhäuser dies mit den Betroffenen individuell vereinbaren.

„Spätestens wenn die eigene Bank Negativzinsen einführen will, sollten Sparer sich nach Alternativen umsehen“, rät Oliver Maier. Um Negativzinsen zu vermeiden, können sie ihr Geld entweder auf mehrere Kreditinstitute verteilen, so dass sie unterhalb der jeweiligen Freibeträge bleiben. Oder sie wechseln gleich komplett zu einer anderen Bank. „Der Marktvergleich zeigt, dass es auch ohne Negativzinsen geht“, sagt Oliver Maier. „Auch bei deutschen Banken finden Sparer immer noch Tagesgeldangebote mit einer positiven Verzinsung.“

Tagesgeldgebühren sind faktische Negativzinsen

Nicht in jedem Fall sind Negativzinsen auch als solche ausgewiesen. Bei 22 Banken und Sparkassen in der Verivox-Auswertung müssen Sparer eine Gebühr für das üblicherweise kostenfreie Tagesgeldkonto bezahlen. „Aus Sicht der Sparer entstehen dadurch faktisch Negativzinsen“, sagt Oliver Maier. „Schließlich verringert sich das Guthaben auf ihrem Konto, auch wenn die Bank nominal einen Zinssatz von 0,00 oder 0,01 Prozent ausweist.“ Von den 22 Banken mit Tagesgeldgebühren verlangen 13 zusätzlich auch nominell Negativzinsen.

Methodik

Für die Auswertung recherchiert Verivox fortlaufend die online ausgewiesenen Zinsen für private Tagesgeld-, Giro- und Verrechnungskonten von rund 1.300 Banken und Sparkassen. Nicht alle Institute veröffentlichen Negativzinsen frei zugänglich auf ihrer Website. Es gibt also eine Dunkelziffer. Stand der Erhebung ist der 31. März 2022.