Verivox Gas-Servicestudie 2009: 100 Gasversorger im Vergleich

17.08.2009 | 11:08

Heidelberg - Verivox hat die Vertragsgestaltung und die Servicequalität der 100 wichtigsten Gasversorger Deutschlands untersucht. Der liberalisierte Gasmarkt bietet eine Fülle unterschiedlicher Angebote. Verbrauchern fällt es schwer, das „Kleingedruckte“ der angebotenen Tarife zu bewerten. Die erste und deutschlandweit einzigartige Gas-Servicestudie von Verivox.de zeigt, wie die Gastarife der wichtigsten Versorger abschneiden, wie die Gasanbieter auf veränderte Marktbedingungen reagiert haben und welche Anforderungen kundenorientierte Gastarife erfüllen sollten.

Für die Bewertung hat Verivox ein Verfahren entwickelt, indem die Vertragsgestaltung und die Serviceleistungen eines Gastarifs nach Kundenfreundlichkeit eingeschätzt und gegeneinander gewichtet werden. Dieses Bewertungssystem wird bereits seit dem Jahr 2005 auf den Strommarkt angewendet und wurde nun auf den Gasmarkt übertragen.

Die Ergebnisse werden in Form von Testsiegeln mit Gasflammen gekennzeichnet. Ein Gastarif kann maximal fünf Gasflammen erreichen, was der Schulnote „sehr gut“ entspricht. Zur schnelleren Einschätzung eines Gastarifes finden Verbraucher diese Bewertung zukünftig auf der jeweiligen Tarifseite von Verivox.

Ergebnisse im Detail

Bei der Vertragsgestaltung wurden Faktoren wie Vertragslaufzeiten, Kündigungsfristen, Preisgarantien und Zahlungsweisen untersucht und bewertet. Hier bekamen Tarife der Anbieter Mainova, Mitgas, NUON und Siegener Versorgungsbetriebe ein „sehr gut“ als Verivox-Testsiegel.

Zur Bewertung der Servicequalität wurden die Servicezeiten und Kosten der Hotline bewertet sowie deren Qualität durch verdeckte Anrufe ermittelt. Darüber hinaus wurden die Webseiten der Gasversorger auf Verfügbarkeit und Qualität von Informationen, Hilfen und Interaktionsmöglichkeiten untersucht. Sehr gute Noten beim Kundenservice erreichten Tarife der Anbieter Entega, N-Ergie, Gasag, Stadtwerke Düsseldorf und Yello.

Nach dem Vergleich der existierenden Angebote im Gasmarkt stellt sich die Frage, wie der ideale Gastarif - unabhängig vom Preis - aussehen müsste. Dieser Tarif hätte eine kurze Erstvertragslaufzeit mit automatischer Verlängerung und einer monatlichen Kündigungsfrist. Dazu kommt eine möglichst lange Preisgarantie. In Verbindung mit einer kurzen Kündigungsfrist können die Verbraucher so auch bei Preissenkungen im Gasmarkt flexibel reagieren. Über Preisänderungen werden die Kunden so früh wie möglich informiert, gleichgültig ob es sich um Preissenkungen oder -erhöhungen handelt. Die monatlichen Abschläge können wahlweise per Überweisung oder Lastschrift getätigt werden. Für Rückfragen steht eine kompetente Hotline bereit, die höchstens zum Ortstarif abgerechnet wird. Dazu kommt ein Online-Service, der nicht nur die Verwaltung der Zählerstände und der Rechnungsadresse umfasst, sondern den Verbrauchern auch detailierten Zugriff auf Vertrags-, Rechnungs- und Verbrauchsinformationen ermöglicht.

Diese „Idealbedingungen“ haben selbstverständlich Auswirkungen auf den Preis, denn ein guter Kundenservice verursacht Kosten. Da für die Verbraucher der Preis gerade bei steigenden Energiekosten ein wichtiger Faktor ist, müssen Gasversorger - wollen Sie Neukunden gewinnen - günstige Produkte anbieten. Das wiederum führt häufig zu Abstrichen beim Kundenservice. Wird beispielsweise ein reiner Online-Tarif angeboten, werden Kosten bei Hotline und Abrechnung eingespart. Günstige Angebote mit eingeschränktem Service sind auf dem liberalisierten Markt vollkommen legitim und verschärfen den immer noch jungen Wettbewerb auf dem Gasmarkt. Doch den Verbrauchern sollten keine „Mogelpackungen“ untergeschoben werden, die mehr versprechen als sie halten können.

Verbraucher müssen daher die Angebote der Gasversorger prüfen und ihre Bedürfnisse abwägen. Mit der Gas-Servicestudie von Verivox.de können Verbraucher zukünftig das Verhältnis von Preis, Vertragsgestaltung und Kundenservice eines Gasangebotes besser einschätzen und die für sie beste Entscheidung treffen.