Smartphone-Tarife: Die Allnet-Flatrates der Netzbetreiber im Vergleich

13.02.2012 | 09:55

Heidelberg. Bei den sogenannten Allnet-Flatrates kann man gegen Zahlung eines monatlichen Pauschalbetrags mit dem Smartphone grenzenlos telefonieren, surfen und SMS versenden – egal ob ins eigene oder in ein fremdes Mobilfunknetz oder in das deutsche Festnetz. Ganz günstig sind diese Rundum-sorglos-Pakete jedoch nicht.

Der Vergleich zwischen den Netzbetreibern zeigt, dass das Angebot von E-Plus mit 55 Euro monatlich am günstigsten ist. Der Tarif Blue L von O2 belegt mit rund 60 Euro Platz zwei der günstigsten Allnet-Flatrates. Hochpreisiger sind die Allnet-Tarife von T-Mobile und Vodafone, sie beginnen bei rund 70 Euro.

Für wen lohnen sich die Allnet-Flatrates?

Sinnvoll sind die Angebote in erster Linie für besonders rege Nutzer, also die Viel- und Extremnutzer. „Wer auf einen Festnetzanschluss verzichten möchte, kann von Allnet-Flatrates profitieren, da auch Gespräche ins deutsche Festnetz abgedeckt werden. Auch wenn der Freundeskreis über alle Netze verstreut zu erreichen ist, sind Allnet-Flatrates empfehlenswert“, erklärt Christof Zinkgräf, Leiter Telekommunikation bei Verivox.

Was gibt es zu beachten?

Der Preis sollte nicht das alleinige Entscheidungskriterium sein. Bedeutend für die mobile Internetnutzung sind auch die Surfgeschwindigkeit und -qualität. Diese hängen vom Anbieter  und der Netzqualität am Aufenthaltsort ab. Deshalb sollte man sich vorab informieren, welches Netz in der Region die beste Qualität hat.

Wichtig ist auch die Drosselung, also das Herabsenken der Surfgeschwindigkeit, nachdem ein gewisses monatliches Volumen verbraucht wurde. Diese sollte, je nach dem wie intensiv man mobil im Netz surfen möchte, nicht zu früh greifen.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Vertragslaufzeit – diese beträgt bei den hier genannten Tarifen 24 Monate. Sich über zwei Jahren an einen Mobilfunkanbieter zu binden kann nachteilig sein, da man in dieser Zeit nicht von den stetig sinkenden Mobilfunkpreisen sowie attraktiven Neukundenaktionen profitieren kann.

Die Allnet-Flatrates  der vier Netzbetreiber im Detail:

T-Mobile

Von der Telekom gibt es zwei Sorglos-Pakete: Special Complete Mobil XL für 69,95 Euro und Complete Mobil XL für 89,95 Euro. Beide Angebote beinhalten eine Flatrate für Gespräche und die mobile Internetnutzung. Die günstigere Variante umfasst auch eine Flatrate für den SMS- und MMS-Versand, die teurere beinhaltet 3000 Frei-SMS. Einen weiteren Unterschied gibt es bei der Drosselung: Bei der teureren Variante greift sie erst ab einem Gigabyte, bei der günstigeren schon ab 500 Megabyte.

Vodafone

Nahezu identisch sind die beiden Allnet-Angebote von  Vodafone: SuperFlat Internet Allnet Spezial für 69,96 Euro und SuperFlat Internet Allnet für 89,95 Euro. Beide Angebote umfassen Flatrates für Gespräche und Internetnutzung sowie 3000 Frei-SMS. Auch hier liegt der Unterschied im Detail: Bei der teureren Variante sind noch 1500 kostenfreie MMS fürs deutsche Vodafone-Netz dabei. Außerdem greift bei diesem Angebot die Drosselung erst ab 2 Gigabyte und nicht schon bei 500 Megabyte, wie bei der günstigeren Variante.

O2

O2 hat mit dem Tarif Blue L ebenfalls eine Allnet-Flatrate im Programm: Der für Powernutzer konzipierte Tarif für 59,99 Euro monatlich ist ein Sorglos-Paket, das Flatrates fürs mobile Internet, für SMS und für Gespräche ins Fest- und Mobilfunknetz beinhaltet. Will man sich nicht für 24 Monate vertraglich binden, entfällt die SMS-Flatrate. Die Drosselung gereift hier erst nach 2 Gigabyte.

E-Plus

Die E-Plus-Marke BASE, bei der man Optionen monatlich hinzu- und abbuchen kann, bietet mit der Kombination von MeinBASE plus, der Allnet Flat und  der Internet Flat L ein vergleichbares Angebot für 55 Euro monatlich. Darin enthalten: Flatrates für Gespräche und SMS in alle Netze sowie mobiles Internet mit einer Drosselung ab einem Gigabyte.