Preiskampf in der Kfz-Versicherung – Verivox prognostiziert Senkung um drei Prozent

15.10.2019 | 08:27

Bildquelle: ©Adobe Stock / Text: Verivox

Heidelberg. Kfz-Versicherungen waren in den ersten Oktobertagen drei Prozent günstiger als im Oktober 2018. Das ergibt eine Auswertung des Kfz-Versicherungsindex für Neuverträge, den das Vergleichsportal Verivox gemeinsam mit Professor Wolfgang Bischof von der Technischen Hochschule Rosenheim erstellt.

Jährlich im September und Oktober bringen die Kfz-Versicherer ihre neuen Tarife heraus und locken wechselbereite Kunden. „Große Versicherer hatten eine Rückkehr des Preiskampfes beim Neugeschäft bereits vorhergesagt. Unsere vorläufigen Zahlen für die laufende Wechselsaison bestätigen das“, sagt Wolfgang Schütz, Geschäftsführer der Verivox Versicherungsvergleich GmbH.

Top-Anbieter und Anbieter im mittleren Preissegment senken beide gleichermaßen ihre Tarife um drei Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Bei den Top-Anbietern dürfen Neukunden mit Vollkaskoversicherung sogar auf einen höheren Rückgang von fünf bis sechs Prozent hoffen.

Marktanalyse: Rund ein Viertel sparen

Kfz-Versicherungen sind ein knapp kalkuliertes Geschäft. 2018 mussten die Anbieter branchenweit von 100 Euro, die sie eingenommen haben, 96 Euro für Schäden, Verwaltungs- und Vertriebskosten ausgeben, so die Zahlen des Branchenverbandes GDV. 2013 waren es sogar 104 Euro gewesen. In der Vergangenheit hatten sich jahrelange Phasen sinkender und steigender Preise abgewechselt.

„Ein Preiskampf ist eine gute Chance für Autofahrer, die eine neue Versicherung abschließen“, sagt Wolfgang Schütz. „Verbraucher, die Preise vergleichen, können sogar noch mehr sparen – im Durchschnitt fast ein Viertel des Beitrages.“ Von Januar bis September 2019 lag der Abstand zwischen dem mittleren Preissegment und den jeweils 3 günstigsten Angeboten am Markt bei 23 Prozent – laut Kfz-Versicherungsindex. Bei einem Vertrag mit Vollkasko sind das über 170 Euro pro Jahr.

Methode

Verivox berechnet den Kfz-Versicherungsindex gemeinsam mit Professor Wolfgang Bischof von der Technischen Hochschule Rosenheim. In die Auswertung flossen anonymisiert die Nutzerberechnungen bei Verivox vom 1. bis zum 10. Oktober ein. Das statistische Modell gewährleistet, dass nicht nur ein Durchschnitt berechnet, sondern die tatsächliche Preisentwicklung dargestellt wird. Veränderte Kundengruppen – besonders in der Kfz-Saison – können so die Indexberechnung nicht beeinflussen.