Immer mehr Energie-Discounter kämpfen um die Gunst der Verbraucher

09.02.2011 | 10:52

Heidelberg - Das Verbraucherportal Verivox hat ermittelt, dass die Anzahl der verfügbaren Strom- und Gasanbieter in den letzten beiden Jahren massiv gestiegen ist. Zu Beginn des Jahres 2009 konnten Verbraucher durchschnittlich zwischen 53 Stromanbietern pro Postleitzahlengebiet entscheiden. Im Jahr 2011 ist diese Zahl auf 83 Stromanbieter angewachsen (+57 Prozent). Im Gasbereich fällt der Anstieg noch stärker aus. Vor zwei Jahren waren pro Postleitzahlengebiet im Durchschnitt lediglich 8 Gasanbieter verfügbar. In der Zwischenzeit können Verbraucher durchschnittlich zwischen 31 Gasversorgern wählen (+388 Prozent).

„Bei den Stromanbietern beobachten wir eine wachsende Zahl von Discountern, die sich in einem harten Preiskampf befinden“, so Peter Reese, Leiter Energiewirtschaft bei Verivox. „Im Bereich Gas ist der massive Anstieg mit der späteren Liberalisierung zu erklären, denn der Gasanbieterwechsel ist erst seit 2006 möglich.“

Preiskampf wird über Boni und Rabatte ausgetragen

Bei den homogenen Gütern Strom und Gas findet der Wettbewerb vor allem über den Preis statt. Um den günstigsten Preis zu bieten, nehmen viele Energieversorger Bonuszahlungen für Neukunden in ihr Tarifprogramm auf. Diese Boni werden jedoch häufig erst am Ende der Erstvertragslaufzeit ausgezahlt. Das kann dazu führen, dass sich die monatlichen Abschlagszahlungen der Verbraucher nach dem Anbieterwechsel kaum ändern, da der Preisvorteil erst am Ende des Jahres gutgeschrieben wird.

Der Preisvergleich von Verivox berücksichtigt nur die Boni und Rabatte, die einen geldwerten Vorteil darstellen und innerhalb des ersten Jahres, spätestens aber mit der Jahresendabrechnung gutgeschrieben werden. Wer die jährlichen Gesamtkosten ohne Neukundenboni errechnen möchte, kann den Preisvergleich entsprechend einstellen und erhält umgehend ein neues Ergebnis. So können sich Verbraucher ein Bild von den jährlichen Gesamtkosten ohne Bonus machen.