Geldanlage: Woran Verbraucher gute Fonds erkennen

23.09.2016 | 08:41

Heidelberg. Trotz des anhaltenden Zinstiefs reagieren viele Verbraucher immer noch zurückhaltend, wenn ihnen eine Geldanlage in Aktienfonds angeboten wird. Doch es gibt eindeutige Kennzahlen, um die Qualität eines Fonds einzuschätzen. Wie Sparer Fonds auf den Prüfstand stellen, erklärt das unabhängige Verbraucherportal Verivox.

Kennzahl 1: Die Rendite

Ein guter Fonds zeichnet sich dadurch aus, dass er dem Käufer eine höhere Rendite beschert als vergleichbare Fonds, die dasselbe Anlageziel verfolgen. Wichtig ist zu überprüfen, wo der Fonds innerhalb seiner Anlagekategorie steht und wer die "Klassenbesten" sind. Da das für Anleger ohne Fachkenntnis aber kaum möglich ist, bietet Verivox Verbrauchern jetzt über ein Tool die Möglichkeit, ihren Fonds auf den Prüfstand zu stellen. Dazu geben Verbraucher im Verivox-Fondstest die ISIN-Nummer oder den Fondsnamen ein und können in einem übersichtlichen Ranking sofort die Wertentwicklung ihres Fonds überprüfen.

Kennzahl 2: Die Volatilität

Neben der Rendite eines Fonds sollten Sparer auch dessen Schwankungsanfälligkeit (Volatilität) beachten. Wichtig ist, diese beiden Kennzahlen zusammen zu betrachten. Weil sich auch hier Verbraucher oftmals überfordert fühlen, sortiert der Verivox-Fonds-Rechner die Anlagen danach, wie sie in der Summe beider Kennzahlen abschneiden. "Das Ranking zeigt diejenigen Fonds ganz oben, die ihren Anlegern eine hohe Rendite beschert haben und bei denen sie sich weniger sorgen mussten – wegen zwischenzeitlicher Kursverluste," sagt Guido Syré, Geschäftsführer der Verivox Finanzvergleich GmbH.

Unter 28.000 Fonds auswählen

Anleger können im Fonds-Vergleich von Verivox unter 28.000 Aktienfonds wählen. Dazu filtern sie nach insgesamt 13 verschiedenen Kriterien Investmentfonds aus, die ihren Anlagewünschen entsprechen. Anschließend werden diese Fonds entsprechend ihrer Rendite und Volatilität in einer Ergebnisliste angezeigt. Verivox stützt sich im Bereich Investmentfonds auf die Datenbank und den Vergleichsrechner des Fondsportals Anlagecheck.com. Aus Sicht von Guido Syré gehören Aktien und Fonds zu einer ausgewogenen Geldanlage: "Wer langfristig spart und das Risiko streut, kann auch eine Durststrecke mit Kursverlusten überstehen. Wer mit kleineren Monatsbeiträgen einsteigen möchte, findet gebührenfreie Sparpläne."

Hinweise für Fonds-Einsteiger

  • Als Basisinvestment eignen sich börsengehandelte Indexfonds (ETF). Sie sind kostengünstig, weil es keine Fondsmanager gibt, die Anlageentscheidungen treffen. Die Fonds bilden den Verlauf eines Aktienindex nach. Am besten starten Anleger mit einem ETF auf einen breit streuenden Index wie den MSCI World.
  • Aktiv gemanagte Fonds sollen im Gegensatz zu den ETF ihren Vergleichsindex übertreffen, der Mehrzahl gelingt das aber nicht. Anleger kaufen aktiv gemanagte Fonds am besten nur dann, wenn sie mindestens 5 Jahre lang besser abgeschnitten haben als der Vergleichsindex.
  • Anleger sollten Fonds nur ohne Ausgabeaufschlag kaufen. So vermeiden sie einen Renditefresser. Auch Sparpläne gibt es ohne zusätzliche Gebühren für Kauf und Verwahrung der Anteile.