Fußball-EM: Handynutzung kann teuer werden

29.05.2012 | 10:34

Heidelberg. Wer das Glück hatte, eine Karte für eines der EM-Spiele ergattert zu haben, will sicherlich den Daheimgebliebenen per Handy oder Smartphone von den Eindrücken vor Ort „live“ berichten – doch das wird in der Ukraine richtig teuer. Das unabhängige Verbraucherportal Verivox hat die Kosten für Handytelefonate, SMS und mobiles Internet in den EM-Ländern verglichen.

„Welchen Vorteil die EU-Kostendeckel haben, werden die Fußballfans bei dieser Europameisterschaft zu spüren bekommen. Die gesetzlichen Preisgrenzen schützen in Polen vor hohen Gebühren für Gespräche, SMS und mobiles Internet, in der Ukraine hingegen nicht. Hier laufen die Fußballfans Gefahr, in eine Kostenfalle zu tappen“, erklärt Telekommunikationsexperte Christof Zinkgräf von Verivox.

In der Ukraine wird es schmerzlich teuer

Angenommen, ein Fußballfan telefoniert während eines EM-Kurztrips zweimal für fünf Minuten nach Deutschland, versendet fünf SMS und verbraucht 500 Kilobyte Datenvolumen für die mobile Internetnutzung. In Polen zahlt man als Kunde von T-Mobile, Vodafone, E-Plus oder O2, wenn man die voreingestellten Auslandstarife nutzt und keine extra Option wählt, etwa zwischen vier und sieben Euro. In der Ukraine zahlt man für dieselbe Leistung zwischen 25 und 40 Euro.

Insgesamt kommt der Fußballfan, wenn er E-Plus-Kunde ist, am günstigsten weg: In Polen zahlt er rund vier Euro, in der Ukraine rund 25 Euro. Am tiefsten muss bei T-Mobile in die Tasche gegriffen werden: Hier zahlt der Fußballfan knapp sieben Euro in Polen und rund 40 Euro in der Ukraine – für die identische Leistung.

Discounter auch nicht günstiger als große Anbieter

Die Kunden von Mobilfunk-Discountern zahlen bei den sonst so billigen Anbietern nicht weniger: Als Kunde von Aldi Talk, Penny Mobil, Lidl Mobil oder Edeka Mobil muss der Fußballfan zwischen fünf und sieben Euro in Polen und etwa zwischen 30 und gar 50 Euro in der Ukraine zahlen.

„Damit man in der Ukraine nicht in die Kostenfalle tappt, helfen ein paar Tricks: Besser man schickt SMS als zu telefonieren, die Mailbox sollte man ausschalten und die Datenverbindung zum Internet aktiviert man besser nur, wenn man sie unbedingt braucht“, empfiehlt Zinkgräf.