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Anfang vom Ende der Negativzinsen: 49 Banken haben schon Verwahrentgelte gestrichen

15.07.2022 | 09:15

Bildquelle: ©Adobe Stock / Text: Verivox

Heidelberg. Das Zeitalter der Negativzinsen nähert sich dem Ende. Zwar verlangen aktuell immer noch 426 Kreditinstitute Negativzinsen. Doch schon vor den angekündigten Zinsschritten der Europäischen Zentralbank (EZB) haben bereits 49 Geldhäuser ihre sogenannten Verwahrentgelte ganz oder teilweise abgeschafft. Das zeigt eine Verivox-Auswertung von rund 1.300 Banken und Sparkassen.

Historisches Zinsphänomen geht zu Ende

Die Verivox-Analyse zeigt: Seit Ende April haben 34 Banken ihre Negativzinsen komplett abgeschafft. Bei weiteren 15 Banken wurden die Freibeträge deutlich angehoben, so dass zumindest ein Großteil der Kunden keine Negativzinsen mehr zahlen muss. Somit haben insgesamt mindestens 49 Geldhäuser ihre Verwahrentgelte ganz oder teilweise gestrichen. Bei einer weiteren Bank ist die vollständige Abschaffung der Negativzinsen bereits beschlossen, aber noch nicht umgesetzt. Hier fallen die die Verwahrentgelte zum 1. August weg. Unter den Banken, die bereits aus den Negativzinsen ausgestiegen sind, befinden sich neben Online-Banken wie der ING, N26 oder 1822direkt vor allem viele regionale Institute – darunter mehrere Sparda- und PSD-Banken, aber auch Volksbanken und Sparkassen.

„Immer mehr Banken verabschieden sich von den Negativzinsen, ein historisches Zinsphänomen geht zu Ende“, sagt Oliver Maier, Geschäftsführer der Verivox Finanzvergleich GmbH. „Wenn die Zinsen künftig steigen, wird das Geschäft mit Spargeldern für die Banken wieder attraktiv. Die ersten Institute bringen sich dafür jetzt schon in Stellung und haben ihre Negativzinsen gestrichen, noch bevor der erste Zinsschritt durch die EZB überhaupt erfolgt ist.“

Deutliche Trendwende seit Juni

Für seine fortlaufenden Marktanalysen recherchiert Verivox tagesaktuell die online ausgewiesenen Konditionen für Tagesgeld-, Giro- und Verrechnungskonten auf den Internetseiten von rund 1.300 Banken und Sparkassen. Erste Hinweise auf ein bevorstehendes Ende der Negativzinsen für Sparer gab es Ende April, als die ersten Banken ihre Freibeträge angehoben haben. Zwar gab es anfangs auch noch Institute, die Negativzinsen neu einführten oder ihre Konditionen verschärft haben. Doch spätestens seit Juni gibt es einen eindeutigen Markttrend in die andere Richtung.

Die Mehrheit der Banken wartet auf die EZB

Aktuell weisen immer noch 426 Banken Negativzinsen für Privatkunden aus. Zum Höchststand Mitte Mai waren es 455. „Die große Mehrheit der Kreditinstitute hält sich mit der Abschaffung ihrer Verwahrentgelte noch zurück. Doch sobald die Notenbank den Strafzins auf Bankeinlagen streicht, werden auch die Negativzinsen für Sparer auf breiter Front wegfallen“, sagt Oliver Maier.

Wenn die Kreditinstitute Spargelder bei der Zentralbank hinterlegen, müssen sie auf einen Teil dieser Einlagen aktuell selbst noch 0,5 Prozent Strafzinsen zahlen. Mehrere große Banken haben bereits angekündigt, die Negativzinsen für ihre Kunden zeitgleich und im selben Umfang wie die EZB zurückzufahren. Bei vielen Banken reduzieren sich die Negativzinsen bei einer Zinsanpassung sogar automatisch. Diese Institute haben das Verwahrentgelt explizit an den Einlagezins der EZB gekoppelt.

Inflation entwertet Kontoguthaben

Auch wenn Negativzinsen in absehbarer Zeit kein Thema mehr sein dürften, sollten Bankkundinnen und -kunden nicht zu viel Geld auf dem Tagesgeld- oder Girokonto parken. Denn dort bringt das Ersparte wenig oder gar keine Zinsen. Zugleich verliert das Geld durch die galoppierende Inflation massiv an Wert. Für das Gesamtjahr 2022 rechnet die Deutsche Bundesbank mit einer Inflationsrate von 7,1 Prozent. Bei dieser Teuerung würden 10.000 Euro unverzinst auf dem Girokonto in einem Jahr 663 Euro an Wert verlieren. „Es ist sinnvoll, dass Sparer eine gewisse Geldreserve für unerwartete Ausgaben verfügbar halten“, rät Oliver Maier. „Dafür genügen in der Regel etwa drei Monatsgehälter, angelegt auf einem Tagesgeldkonto mit möglichst hohen Zinsen. Der übrige Teil der Ersparnisse sollte in Anlagen fließen, die höhere Erträge bringen – zum Beispiel in einen Mix auf Festgeld und Aktien."

Festgeldzinsen seit Anfang April mehr als verdreifacht

Nachdem zunächst vor allem die Kreditzinsen gestiegen waren, ist die Zinswende inzwischen auch bei den Sparern angekommen. In der Marktspitze haben sich die Festgeldzinsen seit Anfang April teilweise mehr als verdreifacht. Deutsche Banken zahlen Sparern aktuell bis zu 1,3 Prozent Zinsen für Festgelder mit 2 Jahren Laufzeit. Zu Beginn des zweiten Quartals brachten selbst Top-Angebote nur 0,41 Prozent.

Die beste Chance auf Renditen oberhalb der laufenden Teuerung bietet der Aktienmarkt. "Für den Teil der Ersparnisse, der langfristig angelegt werden kann, sollten Sparer deshalb auch eine Geldanlage an der Börse in Erwägung ziehen", rät Oliver Maier. Wer in einen breit gestreuten Index wie den MSCI World investiert und seine Anteile mindestens 15 Jahre lang gehalten hat, war noch nie im Minus und durfte sich im historischen Durchschnitt über mehr als 7 Prozent Rendite im Jahr freuen.

Methodik

Verivox beobachtet fortlaufend die Konditionen für Tagesgeld-, Giro- und Verrechnungskonten auf den Internetseiten von rund 1.300 Banken und Sparkassen. Das ist die größte tagesaktuelle Auswertung in Deutschland. Doch nicht alle Banken veröffentlichen ihre Zinsen frei zugänglich auf ihrer Website. Es gibt also eine Dunkelziffer und es könnte weitere Banken geben, die Negativzinsen verlangen oder bereits abgeschafft haben. Ausgewertet werden ausschließlich die Konditionen im Privatkundengeschäft. Stand der Auswertung ist der 14.07.2022.

Pressematerial zum Download