Wunsch nach kontaktlosem Bezahlen ist weit verbreitet

22.05.2020

Bildquelle: ©Adobe Stock / Text: Verivox

Seit der Corona-Krise bleibt das Bargeld beim Einkaufen immer häufiger im Geldbeutel – stattdessen setzen viele lieber auf kontaktloses Bezahlen mit Karte oder mit dem Smartphone. 71 Prozent wünschen sich mehr Möglichkeiten, beim Einkaufen kontaktlos zu bezahlen. Drei Viertel versuchen Bargeld zu vermeiden, so oft es möglich ist. Das ergab eine repräsentative Umfrage des Digitalverbands Bitkom e. V. unter 1.003 Befragten.

Große Zurückhaltung beim Bargeld wegen Corona

Die Mehrheit der Befragten (71 Prozent) wünscht sich beim Einkaufen mehr Möglichkeiten für kontaktloses Bezahlen. Drei Viertel (75 Prozent) versuchen Zahlungen mit Bargeld sogar so oft wie möglich zu vermeiden. "Es gibt kaum ein Verhaltensmuster, das durch Corona ähnlich stark verändert wurde wie das Bezahlen an der Kasse", sagt Bitkom-Präsident Achim Berg. Das kontaktlose Bezahlen mit Karte oder Smartphone sei nicht nur hygienisch, sondern gehe auch schnell und sei sicher.

Mehrheit möchte mehr Wahlmöglichkeiten beim Bezahlen

Der Wunsch nach mehr Möglichkeiten beim kontaktlosem Bezahlen besteht in allen Altersgruppen: Bei den Jüngeren zwischen 16 und 29 Jahren ist der Wunsch nach einer Ausweitung mit 76 Prozent am höchsten; dicht darauf folgen 50- bis 64-Jährige (75 Prozent); in der mittleren Generation zwischen 30 und 49 Jahren sind es 72 Prozent. Auch unter Senioren über 65 Jahren möchte eine Mehrheit mehr Möglichkeiten beim kontaktlosen Bezahlen (62 Prozent).

Auch die Zurückhaltung beim Bargeld zeigt sich über alle Generationen hinweg. 84 Prozent der Jüngeren unter 30 Jahren versuchen Zahlungen mit Bargeld so oft wie möglich zu vermeiden. Bei den 30- bis 49-Jährigen sind es 76 Prozent; bei den 50- bis 64-Jährigen 75 Prozent. Auch 68 Prozent der Senioren lassen Münzen und Scheine momentan lieber im Geldbeutel. "Alle Händler, Restaurants und Cafés sollten ihren Kunden das kontaktlose Bezahlen ermöglichen," fordert Berg. "Der Kunde sollte die Wahlfreiheit haben, welche Bezahlmöglichkeit er nutzen möchte."