Versicherer sind gegen E-Scooter auf Gehwegen

Berlin -  Dass E-Tretroller, die höchstens 12 km/h fahren können, auf Gehwegen benutzt werden dürfen, lehnen die deutschen Versicherer laut einem Bericht ab. Ein Aufprall mit diesem Tempo auf einen stehenden Fußgänger bedeute je nach Gewicht und konkreter Konstellation "eine Kraft von rund 150 kg, also sechs handelsüblichen Zementsäcken", zitierte das Redaktionsnetzwerk Deutschland (Dienstag) aus einer Stellungnahme des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV).

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Bild: Junge Frau auf E-Scooter Bild: ©Akaberka / Text: dpa

"Besonders ältere Personen sind schon allein durch einen Sturz potenziell von langwierigen Verletzungsfolgen betroffen. Insofern ist Zulassung der Nutzung auf Fußverkehrsflächen abzulehnen", heißt es laut RND in der Stellungnahme für eine Anhörung im Verkehrsausschuss des Bundestags an diesem Mittwoch.

Die Bundesregierung hat bereits eine Verordnung mit Regeln für den Einsatz kleiner Tretroller mit Elektromotor in Deutschland beschlossen. Vorher braucht es noch die Zustimmung des Bundesrates; er entscheidet voraussichtlich am 17. Mai. Die Pläne sehen vor, dass nur E-Roller, die schneller als 12 km/h sind, in der Regel auf Radwegen fahren sollen - und langsamere bis 12 km/h auf Gehwegen. Mehrere Länder, Fußgänger-Vertreter und Verkehrssicherheitsexperten warnen vor neuen Gefahren, wenn zusätzliche Gefährte auf die Bürgersteige kommen.

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