Vergleichen lohnt sich: Beim Robo-Advisor auf die Kosten achten

14.01.2020

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Robo-Advisor sind eine äußerst bequeme Form der Geldanlage. Die digitalen Vermögensverwalter sorgen automatisch für ein ausgewogenes Portfolio, das zu den Anlagezielen und der individuellen Risikobereitschaft des Anlegers passt. Wichtig ist ein sorgfältiger Anbietervergleich. Denn alle Kosten gehen zulasten der Rendite. Wir erklären, worauf es bei einem Robo-Advisor ankommt.

Hohe Kosten schmälern den Ertrag

Wie stark sich unterschiedliche Kosten auf Dauer auswirken, zeigte eine Modellrechnung der Stiftung Warentest: Der MSCI Wold Index ist seit 1969 von 100 Punkten bis Mai 2019 auf 2626 Punkte gestiegen. Zieht man die Kosten ab, sieht das Ergebnis allerdings anders aus: Bei Fondskosten von 0,5 Prozent liegt der Endstand bei 2050 Punkten, bei 2 Prozent jährlichen Kosten nur bei 968 Prozent. Wer hohe Kosten für die Geldanlage hat, verschenkt also viel Geld.

Auf diese Kostenfaktoren sollten Sie achten

Robo-Advisor gelten meist als günstig. Allerdings fallen auch bei den digitalen Portfolioverwaltungen Kosten an. Wer sein Geld von einem Anlageroboter verwalten lassen möchte, sollte also genau hinsehen. Auf diese Kosten kommt es an:

  • Verwaltungskosten: Die Anbieter verlangen für die digitale Portfolioverwaltung Gebühren. Sie werden üblicherweise in Prozent und für den gewünschten Anlagebetrag angegeben. Oft liegen die Kosten unter einem Prozent. Manche Anbieter sind aber auch teurer.
  • Fondskosten: Gebühren kosten auch die Fonds, in die der Robo das Geld der Kunden investiert. Dabei gilt: Passive Indexfonds - sogenannte ETFs - sind günstiger als aktive Fonds.
  • Transaktionskosten: Der Kauf und Verkauf von Finanzprodukten schlägt ebenfalls zu Buche. Die Depotbanken erheben meist Handelsgebühren, die Börsenplätze ebenfalls. Je öfter ein Robo-Advisor umschichtet, desto mehr fällt das ins Gewicht.
  • Sonstige Kosten: Manchmal können auch Änderungen der Anlagestrategie oder Dienstleistungen wie die Ausstellung einer Bescheinigung kostenpflichtig sein. Über solche Kosten sollten die Anbieter transparent informieren.