Verband fordert mehr Genehmigungen für Windkraftanlagen

09.01.2020

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Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) fordert mehr Genehmigungen für Windkraftanlagen, die bisher wegen möglichen Risiken für den Flugverkehr nicht genehmigt wurden.

Der Verband verweist auf einen Bericht der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB), laut dem der mögliche Einfluss von Windkraftanlagen auf die Navigationssysteme von Flugzeugen bisher wohl überschätzt wurde. Die bisherigen Mess- und Berechnungsmethoden seien sehr restriktiv ausgelegt und mögliche Störfaktoren zu stark gewichtet worden.

Überstrenge Regeln bremsen Ausbau

Dadurch seien Windkraftanlagen mit einer Gesamtleistung von fast fünf Gigawatt nicht genehmigt worden, teilt der BDEW mit dem Verweis auf eine Umfrage der Fachagentur Windenergie an Land mit.

„Selbstverständlich müssen für die Flugnavigation weiterhin höchste Sicherheitsstandards gelten. Es müssen allerdings auch realistische Grundlagen für die Bewertung der Flugsicherheit herangezogen werden um die Flächen für den dringend benötigten Ausbau von Windkraft an Land nicht unnötig zu beschneiden. Ein entsprechendes Prognosetool liegt nun auf dem Tisch. Damit besteht die Chance, dass jetzt zumindest ein Teil der Anlagen, die aufgrund der bisherigen zu restriktiven Vorgaben nicht gebaut wurden, realisiert werden können“, sagt Kerstin Andreae, Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung.

Der Verband appelliert an das Bundesverkehrsministerium, das Bundesaufsichtsamt für Flugsicherung und die Deutsche Flugsicherung, die neuen Erkenntnisse der PTB in ihre Bewertungsmethode einfließen zu lassen und bei künftigen Genehmigungsanträgen auf Flächen für Windkraftanlagen zu berücksichtigen. Angesichts des starken Einbruchs beim Ausbau von Windkraftanlagen aufgrund von Klageverfahren und Abstandsregelungen müsse jede Chance genutzt werden.