Umfrage: Die wichtigsten Anreize für den Eigenheimerwerb

26.04.2020

Bildquelle: ©Adobe Stock / Text: Verivox

Niedrigere Kaufnebenkosten und Rückgänge bei Immobilienpreisen könnten mehr Kaufinteressenten auf den Plan rufen. Das legen der Ergebnisse einer repräsentativen Statista-Umfrage im Auftrag des Baufinanzierungsvermittlers Interhyp nahe. Die Umfrage wurde kurz vor Ausbruch der Corona-Krise durchgeführt. Im Kontext der aktuellen Marktentwicklung sind die Ergebnisse dennoch relevant.

Keine massiven Preiseinbrüche zu erwarten

Im Zuge der Corona-Krise sorgen sich einige Verbraucher ebenso wie manche Experten um die Stabilität der Immobilienpreise. In dieser Hinsicht geben die Umfrageergebnisse aus Sicht von Interhyp-Chef Jörg Utecht Anlass zur Beruhigung.

74 Prozent der Befragten vertraten der Ansicht, geringere Kaufpreise oder Baukosten würden Menschen am ehesten dazu bewegen, Wohneigentum zu erwerben. "Mögliche Preisrückgänge am Immobilienmarkt würden zu einem steigenden Käuferinteresse führen“, folgert Utecht. In Verbindung mit niedrigen Bauzinsen würde die anziehende Nachfrage dann wiederum einem stärkeren Einbruch der Preise entgegenwirken.

Sinkende Nebenkosten könnten Immobilienerwerb erleichtern

Für 59 Prozent der Befragten wären geringere Kaufnebenkosten wie Makler- und Notargebühren oder Grunderwerbsteuern ein Beweggrund, um eine Immobilie zu erwerben. Mit Blick auf die künftig geplante hälftige Teilung der Maklercourtage sagt Jörg Utecht: "Neben der Maklerprovision ist auch die Grunderwerbsteuer ein Hebel der Politik. Eine Senkung der Grunderwerbsteuer könnte den Erwerb von Wohneigentum in Deutschland erleichtern."

Höhere Förderung und günstigere Zinsen wären weitere Anreize

Weitere Argumente für einen Immobilienkauf wären laut Umfrage für 57 Prozent eine höhere finanzielle Unterstützung etwa in Form von Fördermitteln durch den Staat, für 31 Prozent noch günstigere Zinsen für Baukredite. Die Zinsen befinden sich aber auch aktuell schon auf einem historisch niedrigen Niveau. Laut Interhyp hätten die Zinsschwankungen bei Immobilienkrediten im Zuge der Corona-Krise zwar zugenommen. Dennoch lägen die Zinsen für ein zehnjähriges Darlehen in vielen Fällen noch immer unter einem Prozent.