Solarheizungen werden stärker gefördert

19.02.2020

Bildquelle: ©Adobe Stock / Text: Verivox

Wer beim Heizungstausch auch Solarkollektoren mit einbaut, bekommt seit Beginn des Jahres deutlich gestiegene Zuschüsse. Darauf weist der Bundesverband der Solarwirtschaft hin.

Ab dem kommenden Jahr wird für das klimaschädliche CO2 beim Heizen ein jährlich steigender zusätzlicher Preis fällig. Wer ausschließlich mit Öl und Erdgas heizt, muss deshalb mehr bezahlen. Abhilfe bieten klimafreundliche Solarkollektoren. Sie können mit nahezu jedem anderen Heizsystem kombiniert und nachgerüstet werden. Über 2 Millionen Haushalte nutzen bereits Solarwärme zur Warmwasser- und Raumwärmebereitstellung.

Förderung deutlich gestiegen

Seit Beginn des Jahres 2020 werden Solarheizungen beim Heizungstausch mit einem Anteil von bis zu 45 Prozent staatlich gefördert. Die Förderung gibt es als Direktzuschuss, bei Bedarf auch flankiert durch eine zinsgünstige Kreditvariante. Eine weitere Möglichkeit ist die steuerliche Förderung: Anschaffung und Einbau einer Solarthermieanlage oder eines hybriden Heizsystems aus Gas-Brennwertkessel und Solarkollektoren werden über die Einkommenssteuer staatlich gefördert. Mittels der Steuererklärung lasse sich 20 Prozent der Investitionssumme zurückholen.

Zu den förderfähigen Kosten zählen nicht nur die Kosten der Solaranlage und des passenden Wärmespeichers, sondern auch der Einbau und die Inbetriebnahme. Auch für zusätzliche Maßnahmen wie etwa Abbau und Entsorgung des Öltanks oder die Optimierung des Heizsystems durch den Einbau moderner Flächenheizkörper gelten die neuen staatlichen Fördersätze. Dadurch machen sich die anfänglichen Mehrkosten für die Installation von Solarkollektoren bezahlt.

Zuschüsse für Solarheizungen müssen immer vor Auftragsvergabe beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) beantragt werden. Für die Förderung über die Einkommensteuer stellt der Solarthermie-Fachbetrieb die nötige Bescheinigung für das Finanzamt aus.