Reiseimpfungen trotz Corona nicht ausfallen lassen

26.04.2020

Bildquelle: ©Adobe Stock / Text: dpa/tmn

Auch wenn wegen der Corona-Pandemie an Reisen nicht zu denken ist: Reiseimpfungen sollten aus einem wichtigen Grund nicht einfach gestrichen werden.

Impfungen müssen vollständig sein

Das gilt für Impfungen, die mehrmals in bestimmten Zeitabständen gespritzt werden: "Der langfristige Schutz ist hier nur gewährleistet, wenn man auch alle Impfungen macht", erklärt Prof. Tomas Jelinek vom Berliner Centrum für Reisemedizin. Wer also seine geplante Fernreise ins nächste Jahr verschiebt, sollte sich jetzt impfen lassen.

Diese Empfehlung gilt laut Jelinek etwa für Impfungen gegen Hepatitis A, Hepatitis B, Tollwut und Japanische Enzephalitis. Hier ist es mit einer Spritze nicht getan. Wer schon mit dem Impfschema begonnen hat, sollte dieses nun auch abschließen. Hepatitis A zum Beispiel ist eine Standard-Reiseimpfung, die für die meisten Länder ratsam ist.

Impfschutz verfällt

Der Reisemediziner stellt klar: "Bei den Impfschemata handelt sich immer um Mindestabstände." Diese ließen sich durchaus verlängern. Das heißt, die letzte Spritze muss nicht exakt nach einer bestimmten Anzahl von Tagen gegeben werden. "Es ist nicht schlimm, die letzte Impfung etwas später zu machen, aber man sollte sie machen. Hier besteht die Gefahr, dass man es ganz vergisst." Die Folge: In ein oder zwei Jahren verfällt der Impfschutz wieder.