Pflegeversicherung steht vor Mehrausgaben in Milliardenhöhe

Berlin - Auf die gesetzliche Pflegeversicherung kommen in diesem Jahr Mehrausgaben in Höhe von rund zwei Milliarden Euro zu. EHintergrund ist ein erhblicher Anstieg der Leistngsempfänger durch die Umstellung auf fünf Pflegegrade.

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Bild: Pflegerin mit älterem Mann Bild: ©Yuri Arcurs/fotolia.com / Text: dpa-AFX

Auf die Pflegeversicherung kommen in diesem Jahr voraussichtlich Mehrausgaben von rund zwei Milliarden Euro zu.

Mehr Leistungsempfänger als erwartet

Gründe seien eine unerwartet hohe Zunahme der Leistungsempfänger und höhere Leistungsbezüge der Pflegebedürftigen, wie der Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) am Donnerstag in Berlin mitteilte. "Damit wird sich das Defizit der Pflegeversicherung über die bisher eingeplante gut eine Milliarde Euro auf eine Größenordnung von rund drei Milliarden Euro bis Ende 2018 erhöhen", erläuterte GKV-Vorstand Gernot Kiefer. Um über die Auswirkungen zu entscheiden, seien in den kommenden Wochen und Monaten weitere Analysen nötig.

Bis Jahresende rechnet der GKV-Spitzenverband mit rund 3,46 Millionen Leistungsempfängern, nachdem es Ende 2016 noch 2,95 Millionen waren. "Es erhalten so viele Menschen wie noch nie Leistungen aus der Pflegeversicherung und diese sind insgesamt auch höher als prognostiziert", sagte Kiefer. Hintergrund dieses "Booms" sei unter anderem eine Umstellung von drei Pflegestufen auf fünf Pflegegrade. Der Anteil höherer Pflegegrade nehme zu, womit auch deutlich höhere Ausgaben verbunden seien.

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