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Messenger-Nutzung: WhatsApp bleibt vorne – Signal und Co. holen auf

28.01.2022 | 11:39

Bildquelle: ©Adobe Stock / Text: dpa

Die Kommunikation über Messenger- und Videodienste hat während der Pandemie zugenommen. Die meisten nutzen weiterhin Dienste des Meta-Konzerns wie WhatsApp oder Instagram. Bei Telefonaten setzen die Menschen jedoch nach wie vor auf Mobilfunk oder das klassische Festnetz.

WhatsApp bleibt Nr. 1 in Deutschland

Der Messengerdienst WhatsApp bleibt mit Abstand der in Deutschland am häufigsten genutzte Online-Kommunikationsdienst. 93 Prozent aller Nutzer verwenden den zum Meta-Konzern (ehemals Facebook) gehörenden Dienst, wie eine am Donnerstag veröffentlichte, repräsentative Befragung im Auftrag der Bundesnetzagentur ergab. Die Befragung im August 2021 zeigte einen leichten Rückgang gegenüber einer Befragung 2019: Damals lag die WhatsApp-Quote noch bei 96 Prozent.

Auch auf Platz zwei und drei lagen Meta-Dienste, ebenfalls mit Rückgängen. So kamen der Facebook Messenger auf 39 Prozent (2019: 42 Prozent) und Instagram Direct Messages auf 25 Prozent (2019: 30 Prozent). Skype/Skype for Business von Microsoft legte etwas zu und kam auf 20 Prozent (2019: 18 Prozent). Insgesamt nutzten rund 88 Prozent der Befragten regelmäßig Online-Kommunikationsdienste. 2019 waren es 83 Prozent.

Signal, Zoom und Co. verzeichnen Zuwachs

Größere Zuwächse verzeichneten demnach die Messengerdienste Signal mit 9 Prozentpunkten (auf 13 Prozent), Discord mit 8 Prozentpunkten (auf 8 Prozent) und Telegram mit 6 Prozentpunkten (auf 16 Prozent). Ein noch stärkeres Wachstum erreichten die Videokonferenzdienste Zoom (18 Prozent Nutzungsanteil) und Microsoft Teams (14 Prozent). 2019 hätten beide Dienste aus Verbrauchersicht noch keine erkennbare Rolle gespielt. "Ihre rasant zunehmende Bedeutung erklärt sich vor allem mit der Pandemie und der veränderten Nachfrage nach Videotelefonie", hieß es.

Die parallele Nutzung mehrerer Dienste habe weiter zugenommen, sagte der Präsident der Bundesnetzagentur, Jochen Homann, laut der Mitteilung. "Fast drei Viertel aller Nutzer betreiben mittlerweile sogenanntes Multihoming." Im Durchschnitt verwende ein Nutzer drei Dienste.

Gestiegene Nutzung als Pandemie-Effekt

Seit Einführung der ersten Corona-Maßnahmen im März 2020 habe die Nutzung von Kommunikationsdiensten insgesamt spürbar zugenommen, stellt die Untersuchung fest. So hätten 39 Prozent aller Befragten angegeben, seither häufiger zu kommunizieren. Dabei sei die Nutzung klassischer Telefonie nach wie vor deutlich beliebter als Internettelefonie. 52 Prozent aller Befragten telefonierten täglich über Mobilfunk und 39 Prozent über ihren Festnetzanschluss. Online-Kommunikationsdienste nutzten dagegen nur 22 Prozent der Befragten täglich für Internettelefonie.

Grundlage für die Ergebnisse des Berichts ist laut Bundesnetzagentur eine repräsentative Verbraucherbefragung, die in Zusammenarbeit mit der Info GmbH im August 2021 stattgefunden hat. Deutschlandweit haben sich insgesamt 2141 Personen ab 16 Jahren daran beteiligt. Die Befragung ist eine Fortsetzung der entsprechenden Erhebung des Jahres 2019.