Huawei P10 Plus: Das wahre Flaggschiff?

18.07.2017

Bildquelle: ©Adobe Stock / Text: Verivox

Heidelberg - Das Huawei P10 Plus hat im Vergleich zum Basis-P10 in diversen Belangen zugelegt. Die Luxusversion des aktuellen Flaggschiffs kommt nicht nur mit verbesserter Leica-Kamera und doppeltem internen Speicher, sondern je nach Farbvariante auch mit edlerem Design. Welche weiteren Unterschiede es gibt und inwiefern sich der Novize im Vergleich zum Vorgänger P9 Plus verändert hat, sagt der Test.

Aller guten Dinge sind drei: Neben dem P10 und P10 Lite hat Huawei auch in diesem Jahr wieder ein P10 Plus im Programm. Während die Lite-Version in anderem Design kommt als das P10, bleiben die Chinesen mit dem P10 Plus der Optik des Basismodells treu: Der matte Aluminium-Unibody sieht nicht nur edel aus und kann einiges einstecken, sondern verleiht den Fingern auch einen guten, angenehmen Grip. Beim P10 Plus kommt noch hinzu, dass die Farbvarianten Blau und Gold im so genannten „Hyper Diamond Cut“-Verfahren bearbeitet wurden: Die rückseitige Metallhülle wurde dabei mit ultrafeinen Diamantköpfen geschliffen, was eine dermaßen feine Struktur erzeugt, dass man sie eher fühlt anstatt sie zu sehen. Das wirkt ungemein schick, dürfte aber nicht unbedingt jedermanns Geschmack entsprechen. Außerdem stellte sich im Test schon nach wenigen Tagen heraus, dass sich in den extrem feinen Rillen schnell Schmutz festsetzt. Der lässt sich aber natürlich mit einem leicht feuchten Tuch wegwischen.

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Display

Der Touchscreen des P10 Plus misst 5,44 Zoll oder 138 Millimeter in der Diagonale, was dem Vorgänger P9 Plus entspricht. Das P10 mit seinen 5,09 Zoll respektive 129 Millimetern fällt daneben rund 12 Prozent kleiner aus in der Fläche. Der Unterschied in Bezug auf die Auflösung ist noch erheblicher: Mit 1440 x 2560 statt 1080 x 1920 Bildpunkten kommt das P10 Plus auf eine Schärfe von 451 Pixel pro Quadratmillimeter (539 ppi), im Vergleich zu 289 Pixel pro Quadratmillimeter (432 ppi) beim Basis-P10. Die Mattscheibe der Plus-Variante kommt ergo auf eine 56 Prozent höhere Pixeldichte – das sieht man auch im Alltag. Und weil die Schärfe des P10 exakt dem aktuellen Mittelwert entspricht, rangiert das Plus damit auch 56 Prozent über dem Durchschnitt aller in den letzten 24 Monaten getesteten Smartphones. Das macht Rang 11: Mit dem Huawei P10 Plus erwirbt man also eines der schärfsten Mobiltelefone momentan. Die Darstellungsqualität kann sich ebenfalls sehen lassen: Dank Dual-Domain-IPS sind die roten, grünen und blauen Subpixel auf zwei Achsen angeordnet, was die Blickwinkelstabilität ganz erheblich erhöht. Lediglich bei der Helligkeit gehört das Panel des Huawei P10 Plus nicht zu den besten: Mit in der Mitte gemessenen 445 Candela pro Quadratmeter bleibt die Helligkeit 8 Prozent unter dem Durchschnitt für LCD-Displays. Das geht vollauf in Ordnung, doch erreichen andere Top-Modelle bis zu 700 Candela, was die Lesbarkeit in hellen Umgebungen wie zum Beispiel bei Sonnenschein verbessert. Von der Plus-Version eines aktuellen Flaggschiffs darf man diesbezüglich mehr erwarten. Das P10 liefert mit 510 Candela immerhin etwas mehr Licht als das Plus und schippert damit 5 Prozent über dem Mittel.

Prozessor

Als Rechenchip werkelt der Kirin 960 unter der Haube und mithin der exakt gleiche Chip wie im P10. Auch das Grafikmodul Mali G71 MP8 ist identisch, der Arbeitsspeicher beträgt jedoch 6 statt 4 Gigabyte. Damit kommt der Proband in der Gesamtwertung von mehr als 50 erfassten Werten aus 15 verschiedenen Benchmarks auf ein Ergebnis, das 78 Prozent über dem derzeitigen Durchschnitt liegt. Das P10 rangiert aktuell 81 Prozent darüber – das darf man als identisch werten. Was zudem beweist, dass 6 Gigabyte Arbeitsspeicher bei einer solch hohen Bildschirmauflösung durchaus angebracht sind: Immerhin müssen 3,7 statt 2,1 Millionen Pixel berechnet werden, und das zig-fach pro Sekunde. Mit diesem Resultat steigt das P10 Plus auf Rang 12 in die Tempo-Charts ein, es gehört mithin zu den stärksten Mobiltelefonen am Markt. Zudem belegen iPhones die ersten 5 Plätze, unter den Android-Smartphones steht der Proband mithin gar auf Rang 6. Damit kann man nichts falsch machen. Das P9 Plus parkt derzeit 30 Prozent über den Mittel, was den allermeisten Nutzern noch locker reichen dürfte.

Akku

Huawei gibt als Kapazität für den fest verbauten Stromspeicher 3.750 Milliamperestunden an, Apps lesen aus den Systeminformationen jedoch 3.650 Milliamperestunden aus. Solche Unterschiede resultieren daraus, dass es den Herstellern freisteht, ob sie das minimale, typische oder maximale Fassungsvermögen kommunizieren. Üblicherweise wird die typische Kapazität genannt, und das wären im Fall des P10 Plus besagte 3.650 Milliamperestunden. Aber diese Werte sagen heutzutage ohnehin kaum mehr etwas aus: Zu unterschiedlich sind die Modelle inzwischen in Bezug auf Betriebssystem, Nutzeroberfläche, Hardware und Software. Allein die Testergebnisse zählen. Und da hält der Kandidat bei der Videowiedergabe mit auf 200 Candela gedimmtem Display im Flugmodus 569 Minuten lang durch. Das sind 7 Prozent mehr als der aktuelle Schnitt. Genug, um Otto Normalnutzer durch den Tag zu bringen, doch sobald der einmal arbeitsreicher werden sollte, wird es schnell eng. Intensivnutzer müssen sogar fest davon ausgehen, tagsüber zwischentanken zu müssen. Wer derlei nicht möchte, sollte zum P10 greifen, das mit seinen 698 Minuten satte 32 Prozent über dem Mittel segelt: Das sollte genug für alle sein. Im Vergleich zum Vorgänger P9 Plus mit derzeit 11 Prozent unter Mittel hat das diesjährige Plus-Modell trotzdem tüchtig zugelegt.

Ladezeiten

Die Chinesen liefern das P10 Plus mit einem Netzteil aus, das bis zu 22,5 Watt ausspuckt, was für ein Smartphone extrem viel ist. Damit ist der zuvor vollständig entladene Akku nach 15 Minuten bereits wieder zurück auf 27 Prozent, nach 30 Minuten sind es 53 Prozent und nach einer Stunde 88 Prozent. Für die volle Ladung benötigt der Kandidat lediglich 95 Minuten: Angesichts der Akkukapazität 59 Prozent schneller als üblich. Obwohl das Basis-P10 mit dem identischen Netzteil ausgeliefert wird, tankt es mit 24 Prozent über Durchschnitt etwas langsamer. Spitzenreiter dieses Vergleichs bleibt das P9 Plus mit 76 Minuten und 85 Prozent über Mittel. Abschließend sei darauf hingewiesen, dass dermaßen schnelles Laden den Akku bis zu fünfmal schneller abnutzen kann als ohnehin, siehe hierzu die Ausführungen im Rahmen des Tests des Sony Xperia X.

Speicher

Der interne Speicher fasst 128 Gigabyte, von denen nach Aktualisierung aller vorinstallierten Apps noch 107 Gigabyte frei verfügbar sind. Das ist nicht nur im Vergleich zum P10 und P9 Plus mit jeweils 64 Gigabyte ein hervorragender Wert, sondern stellt auch ein gutes Brutto-Netto-Verhältnis dar: Betriebssystem und Nutzeroberfläche belegen 32 Prozent weniger Platz als im Schnitt. Mehr noch: In Anbetracht des Straßenpreises von derzeit 649 Euro erhalten Käufer beim P10 Plus sensationelle 172 Prozent mehr Netto-Speicher als für diesen Betrag üblich, bedeutet über zweieinhalb Mal mehr. Hinzu kommt selbstverständlich ein Micro-SD-Slot, der offiziell bis zu 256 Gigabyte unterstützt; meist funktionieren aber auch größere Chips. Allerdings unterstützt die hiesige Software kein Dual-SIM – auch wenn sich hardwareseitig anstelle der Micro-SD-Karte eine zwei Nano-SIM einlegen ließe. In einigen Online-Shops findet sich zwar die Dual-SIM-Version des P10 Plus, doch handelt es sich dabei um Importe aus anderen Regionen der Welt. Und ob die sämtliche hierzulande verwendeten LTE-Frequenzen unterstützen, ist fraglich.

Weitere Ausstattung

In LTE-Netzen empfängt der Kandidat Daten mit nominal bis zu 600 Megabit pro Sekunde – sofern Netz und Vertrag mitspielen. Er unterstützt zudem WLAN ac, Bluetooth 4.2 sowie NFC. Einen Schutz vor Staub und Wasser nach IP-Norm bietet der Proband zwar nicht an, doch sind immerhin sämtliche Bauteile mit einem Nano-Film überzogen, der Feuchtigkeit abperlen lässt. Dadurch hat das P10 Plus bessere Überlebens-Chancen falls es einmal nass werden sollte. Das kommt freilich keiner Garantie gleich, doch wer sein Telefon sofort ausschaltet, es am besten 24 Stunden in einem warmen Raum trocknen lässt und vor allen Dingen die USB-Buchse nicht benutzt, kann durchaus Glück haben. Apropos USB: Hierbei handelt es sich um den neuen Anschluss vom „Typ C“, bei dem sich das Kabel beidseitig und erheblich leichter anstöpseln lässt als beim früher üblichen Micro-USB („Typ B“). Auf der anderen Seite erfordert der neue Anschluss aber entsprechende Adapter, falls man altes Zubehör wie etwa Ladekabel weiterhin zu nutzen gedenkt. Das gilt auch für den Anschluss von USB-Sticks oder anderen Speichermedien („USB On-the-Go“). Als Besonderheit findet sich in der Kopfseite des P10 Plus ein Infrarot-Sender, dank dem sich das Telefon als Fernbedienung für TV & Co. nutzen lässt: ungemein praktisch! Diese Funktion befand sich bereits beim P9 Plus an Bord, nicht aber beim Basis-P10.

Frontkamera

Die vordere Kamera nimmt Fotos zwar mit „nur“ 8 Megapixel auf wie seine Geschwister, doch kommt hier ein Autofokus zum Einsatz. Und es ist das erste Mal, dass der auch wirklich überzeugen kann: Die Selfies des P10 Plus gelingen bei allen Entfernungen sensationell scharf und detailreich, mit gelungener Belichtung und Farbtreue – da kommt richtig Freude auf. Top! Es wird aber dazu geraten, den ab Werk aktiven „Porträt“-Modus zu deaktivieren, weil dieser sonst alles außer dem Gesicht unscharf zeichnet, was in der Regel eher nicht gewünscht sein dürfte.

Hauptkamera

Die rückwärtige Kamera mit Leica-Brand schießt Fotos mit knapp 20 Megapixel, ebenso wie das P10. Beim P9 Plus waren es noch knapp 12 Megapixel. Wie beim Basis-P10 handelt es sich um einen Farbsensor mit 12 sowie einen monochromen Sensor mit 20 Megapixel. Auch verfügt allein die Optik mit dem Farbsensor über einen optischen Stabilisator („OIS“). Trotzdem gibt es einige Unterschiede zum P10 im Detail: So nennt sich das Objektiv Summilux statt Summarit – im Leica-Universum steht das für eine höherwertige Fertigungsklasse. Das macht sich beispielsweise beim Blendenwert von f 1,8 statt 2,2 bemerkbar, die Linse des P10 Plus schattet also weniger ab, weshalb mehr Licht auf den Bildsensor gelangt. Dennoch gelangt das Plus in der Regel zu sehr ähnlichen Resultaten, wenngleich mit geringeren ISO-Werten. Das wiederum führt zu sichtbaren Unterschieden in puncto Körnung – umso mehr, je weniger Licht zur Verfügung steht. Was aber nicht bedeutet, dass das P10 Plus ohne Bildrauschen auskäme: Im folgenden Video werden diverse Testaufnahmen bei unterschiedlichsten Bedingungen gezeigt und mit dem Sony Xperia XZ Premium, HTC U 11 und Samsung Galaxy S8+ verglichen:

Im Vergleich zum Basis-P10 fällt zudem auf, dass das Plus eine Spur weniger empfindlich auf einfallendes Sonnenlicht reagiert; die daraus resultierenden Reflexe bleiben einen Hauch dezenter. Gleich geblieben ist hingegen die Tatsache, dass nicht alle Aufnahmen im Test – sowohl Fotos als auch Videos – die identische Schärfe aufweisen, selbst dann nicht, wenn man den Fokus durch einen Tipp auf den Touchscreen manuell platziert. Die Ausstattung der Kamera nebst der Nutzeroberfläche der App entspricht ebenfalls dem Basismodell, weshalb für weitere Details auf den Test des Huawei P10 verwiesen sei. Die Fotowertung bleibt mit einem „Gut“ gleich.

Video

Die Qualität der Videos mit bis zu 3840 x 2160 Pixel (Ultra HD, 4K) wird ebenfalls im obigen Video gezeigt und mit der Konkurrenz verglichen. Sie entspricht ebenfalls weitgehend der des P10, weshalb auch das P10 Plus ein knappes „Sehr gut“ in der Videowertung erntet.

Audio

Im Gegensatz zum P10 verfügt das P10 Plus über zwei Lautsprecher, Stereo kann die Wiedergabe dennoch nicht wirklich genannt werden. Denn der eine sitzt in der Unterkante, ist recht kräftig und liefert Mitten sowie Bässe, während der andere in der Front oben leise bleibt und die Höhen wiedergibt. Bei einem solch unterschiedlichen Aufbau hält sich der stereoskopische Effekt extrem zurück, da kann man bestenfalls von „Semi-Stereo“ sprechen. Ein UKW-Radio ist wie immer bei Huawei nicht mit von der Partie.

Die Klangqualität am Kopfhörer-Ausgang wird mit dem Referenz-Headset getestet, den Ultimate Ears Reference Monitors. An diesen produziert der Proband einen kräftigen, harmonischen Sound. Allerdings könnten die Höhen ein wenig mehr Spritzigkeit und Räumlichkeit vertragen. Die Bässe wiederum tönen eine Spur zu kräftig und wirken dadurch etwas unpräzise, was den Gesamteindruck ein wenig dumpf erscheinen lässt. Was man aber nur mit erstklassigem Equipment heraushört. Wie schon beim P10 gibt es daher auch für das P10 Plus trotzdem noch ein „Gut“.

Maße

Die Verarbeitung ist wie immer bei den Flaggschiffen von Huawei ohne Fehl und Tadel, der Aluminium-Unibody wirkt zudem enorm robust, der sollte einiges aushalten. Mit 74 x 153 x 7,0 Millimetern liegt das P10 Plus im Bereich des Üblichen für diese Displaygröße. So wie auch das Gewicht von 163 Gramm. Das entspricht zudem bis auf jeweils einen Millimeter und ein Gramm den Werten des P9 Plus. Das Basis-P10 fällt daneben aufgrund des kleineren Bildschirms mit 70 x 145 x 7,2 Millimetern und 146 Gramm ein ganzes Stück kompakter aus.

Fingerabdruck-Sensor

Wie schon beim Basis-P10, so wanderte auch bei der Plus-Variante der Fingerabdruck-Sensor von der Rückseite auf die Front. Dort ist er zwar nicht mehr ganz so ergonomisch komfortabel zu erreichen, kann dafür aber die vollständige Navigation übernehmen. Wird in den Einstellungen die entsprechende Option gewählt, verschwindet die gesamte On-Screen-Navigationsleiste auf dem Display. Dann übernimmt der kurze Tipp auf den Fingerabdruck-Scanner die „Zurück“-Funktion, ein langer Druck bedeutet „Home“. Zum Taskmanager mit den zuletzt genutzten Apps gelangen Nutzer durch einen Wisch über den Sensor nach links oder rechts. Den „Google Assistant“ schließlich öffnet man mit einer Geste vom unteren Bildschirmrand zur Mitte hin. Das hat gleich zwei Vorteile: Zum einen steht die Mattscheibe dadurch vollständig für den eigentlichen Inhalt zur Verfügung und zum anderen kann die Navigation bei nicht ideal programmierten Apps wie zum Beispiel Spielen nicht stören.

Bedienung

Über das Betriebssystem Android 7.0 legt Huawei seine eigene Nutzeroberfläche Emotion UI 5.1. Damit entsprechen Funktionen und Handhabung exakt dem Basismodell, weshalb für Details zur Handhabung auf den Test des Huawei P10 verwiesen wird.

Fazit

Die Verbesserungen der Kamera des Huawei P10 Plus im Vergleich zum Basis-P10 wirken sich nicht auf die Wertung aus: Sowohl die Qualität der 20-Megapixel-Fotos („gut“) als auch der 4K-Videos („sehr gut“) schneidet punktgleich ab. So wie auch der Klang am Kopfhörerausgang („gut“). Handhabung und Funktionalität unter Android 7.0 mit der Nutzeroberfläche EMUI 5.1 weisen ebenfalls keinerlei Unterschiede auf. Zu den Gemeinsamkeiten zählt zudem die Leistung der Kirin 960 Prozessors, der die beiden Huawei-Telefone auf Rang 5 und 6 der Smartphone-Charts mit Android hievt.

Ein paar Dinge hat die Plus-Version dem P10 aber doch voraus: So ist das Display mit 5,4 Zoll oder 138 Millimetern in der Fläche 12 Prozent größer und die Pixeldichte dank 1440 x 2560 Bildpunkten satte 56 Prozent höher. Der erweiterbare Speicher hat sich auf 128 (netto: 107) Gigabyte verdoppelt und nur das Plus verfügt über einen Infrarot-Sender zur Nutzung des Telefons als Fernbedienung.

Auf der anderen Seite spielt der Akku lediglich 569 statt 698 Minuten mit – das kleine P10 hält also immerhin 23 Prozent länger durch und liegt damit im Vergleich zur gesamten Konkurrenz 32 statt 7 Prozent über dem Durchschnitt. Heißt in der Praxis, dass Normalnutzer mit beiden Huawei-Modellen durch den Tag kommen. Intensivnutzern gelingt das hingegen allein mit dem P10, während sie beim P10 Plus mit hoher Wahrscheinlichkeit tagsüber zwischentanken müssen.

Nicht zuletzt kostet das P10 Plus eine ganze Ecke mehr als das P10, zum Zeitpunkt dieses Tests liegen die Straßenpreise bei 529 und 649 Euro. Weshalb das Plus im Preis-Leistungs-Verhältnis deutlich verliert: Es steigt 45 Prozent unter dem aktuellen Durchschnitt ein. Was aber für Neuheiten völlig normal ist: Mittel- und Oberklasse-Telefone starten meist 30 bis 60 Prozent unter Durchschnitt. Das Huawei P10 rangiert aktuell aber „nur“ 34 Prozent unter dem Mittel, Kunden erhalten relativ zum Preis also etwas mehr für ihr Geld.