Gebrauchte Smartphones: Drei gute Gründe für den Trend

Heidelberg. Heidelberg. Noch nie gab es so viele Smartphone-Nutzer in Deutschland wie 2018 – doch nicht einmal jeder Dritte kaufte ein neues Gerät*. Smartphones werden länger genutzt und häufiger gebraucht gekauft. Im Trend: neu aufbereitete und zertifizierte Smartphones. Die Analyse des Verbraucherportals Verivox zeigt auf, worin die Vorteile liegen und für wen sich solche Geräte lohnen.

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Bild: Smartphone, Stadt, Straße, Nahaufnahme, Nutzung Handy Bild: ©bnenin / Text: Verivox

Runderneuerte Smartphones sind wie neu

„Manche Verbraucher zögern beim Gebraucht-Kauf, weil sie Qualitätseinbußen befürchten. Doch runderneuerte Smartphones sind professionell aufbereitet und voll funktionsfähig“, sagt Eugen Ostasch, Telekommunikationsexperte bei Verivox. Immer mehr Händler spezialisieren sich darauf, gebrauchte Smartphones aufzubereiten und in neuwertigem Zustand wieder zu verkaufen. Die Geräte werden dafür in den Werkzustand zurückgesetzt, Daten gelöscht und technische und optische Mängel behoben. Die Händler geben auf aufbereitete Geräte bis zu 36 Monate Garantie.

Klarer Vorteil gegenüber Privatverkäufen: Keine unliebsamen Überraschungen wie ein schwacher Akku, fehlende Netzteile oder eine Netzsperre. Professionelle Aufbereiter (etwa Remade oder Refurbed) liefern ihre „Refurbished Smartphones“ außerdem mit komplettem Zubehör, Zertifizierung und Lizenzen – bisweilen sogar in neuen Farben, die es ab Werk gar nicht gibt.

Für drei Nutzergruppen sind aufbereitete Smartphones eine besonders sinnvolle Alternative:

1. Wer günstige Markengeräte sucht

Die Durchschnittspreise für Smartphones steigen weiter an, vor allem bei Premium-Geräten. „Jüngst haben wir ausgerechnet, dass Verbraucher für ein iPhone XS in Deutschland durchschnittlich elf Tage arbeiten müssen“, sagt Ostasch. „Das derzeit günstigste iPhone-Standardmodell ist über 43 Prozent teurer als der Vorgänger. Das kann oder möchte sich nicht jeder leisten.“ Gerade für junge Leute oder Familien passen günstigere Gebraucht-Modelle oft besser ins Budget – zum Beispiel, wenn die Kinder eigene Geräte bekommen. Besonders groß ist die Ersparnis bei Android-Geräten, die schneller im Preis verfallen als die wertstabileren iPhones. So sinkt der Preis von Samsung-Smartphones bereits wenige Monate nach Verkaufsstart um gut ein Drittel. Doch auch bei Apples aktuellen Top-Geräten können Verbraucher sparen: Der Neupreis des iPhone XS (64 GB) liegt in Deutschland bei 1.149 Euro – als zertifiziertes Gebraucht-Modell ist es ab 929 Euro erhältlich („guter Zustand“, etwa bei asgoodasnew) und damit fast 20 Prozent günstiger.

2. Wer die Technik nicht ausreizt

Moderne Smartphones sind technisch so ausgereift, dass die Unterschiede zum Vorgängermodell immer granularer ausfallen. „Die Entwicklungsschritte werden feiner“, sagt Ostasch. „Prozessoren, aber auch Kameralinsen oder Akkus werden weiter verbessert, doch das Qualitätslevel ist in der Regel auch nach zwei Jahren noch gut.“ Der Gebraucht-Kauf lohnt sich besonders für Verbraucher, die nur spezifische Funktionen nutzen, wie etwa ältere Anwender – oder für alle, die ein Zweitgerät suchen. Wer ein Smartphone in der Regel für Messenger-Dienste und zum Telefonieren und Surfen nutzt, benötigt keinen brandneuen Prozessor und ist auch mit einem aufbereiteten Modell gut beraten.

3. Wer Nachhaltigkeit hoch bewertet

Neben der stabilen Technik und den steigenden Preisen spielt beim Refurbished-Trend auch eine höhere Sensibilisierung der Verbraucher für den Wert von Rohstoffen eine Rolle: Gebrauchte Smartphones schonen nicht nur den Geldbeutel, sondern auch die Umwelt. So gab zum Beispiel Apple 2018 an, dass 77 Prozent seines gesamten CO2-Ausstoßes bei der Geräteproduktion anfalle. Die längere Nutzungsdauer eines Geräts sorgt also für weniger Elektroschrott und einen nachhaltigeren Umgang mit wertvollen Ressourcen.

*Bitkom Research 2018

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