Gas- und Strompreise ziehen im Frühling weiter an

Heidelberg – Bereits der Jahreswechsel hat für viele Haushalte deutlich höhere Energiepreise gebracht. Doch auch im Frühling reißt die Welle von Preiserhöhungen nicht ab. Für die Monate Februar, März und April erhöhen 71 örtliche Versorger ihre Gaspreise. Beim Strom zählen die Energieexperten von Verivox sogar 122 Preiserhöhungen – das ist ein neuer Rekordwert.

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Gaspreise beenden Abwärtstrend

Die durchschnittlichen Gaskosten in Deutschland sind von Dezember 2018 auf Januar 2019 um über 2 Prozent gestiegen. Das bedeutete das Ende eines jahrelangen Abwärtstrends. Ein Haushalt mit einem jährlichen Gasverbrauch von 20.000 kWh startete mit Durchschnittskosten von 1.197 Euro ins neue Jahr.

Die Gaspreise werden weiter anziehen. Für Februar, März und April haben derzeit 71 örtliche Gasversorger Preiserhöhungen von durchschnittlich 10 Prozent angekündigt. Die jährlichen Mehrkosten betragen rund 130 Euro pro Jahr.

In den betroffenen Gebieten leben fast 10 Millionen Haushalte. Besonders schwer wiegen die Preiserhöhungen in Bremen, Hamburg, Niedersachsen und Bayern.

Strompreise eilen zu neuen Preisrekorden

Im bundesdeutschen Durchschnitt sind die Strompreise bereits von Dezember 2018 auf Januar 2019 um rund 2 Prozent angestiegen. Für einen Drei-Personen-Haushalt mit einem jährlichen Verbrauch von 4.000 Kilowattstunden (kWh) kletterten die Stromkosten auf durchschnittlich 1.153 Euro und erreichten damit ein neues Allzeithoch.

Dieser Wert wird in den kommenden Monaten noch deutlich übertroffen werden: Für Februar, März und April haben aktuell 122 örtliche Grundversorger Preiserhöhungen von durchschnittlich 6 Prozent angekündigt. Bei 4.000 kWh Jahresverbrauch entspricht das rund 75 Euro zusätzlicher Kosten.

In den betroffenen Gebieten leben knapp 8 Millionen Haushalte. Am meisten von Preiserhöhungen betroffen sind Haushalte in Bremen, Hamburg, Nordrhein-Westfalen und Bayern.

Beschaffungskosten treiben Strom- und Gaspreise

„Als Grund für die Preiserhöhungen geben die meisten Strom- und Gasversorger gestiegene Beschaffungskosten an. Diese können sich je nach Einkaufsstrategie des jeweiligen Unternehmens deutlich unterscheiden, doch der allgemeine Trend geht eindeutig nach oben“, sagt Valerian Vogel, Energieexperte bei Verivox.

„Preisänderungen an den Großmärkten für Strom und Gas treten für Haushaltskunden mit einer deutlichen Zeitverzögerung ein. Daher gehen wir für den weiteren Verlauf des Jahres von weiteren Preissteigerungen aus.“

Anbieterwechsel bremst Preisanstieg

Verbraucher können den Preisanstieg bremsen, indem sie sich um günstigere Strom- und Gastarife kümmern. Wer noch nie den Anbieter gewechselt hat und das günstigste, verbraucherfreundliche Angebot wählt, kann bei Strom durchschnittlich 210 Euro und bei Gas rund 440 Euro pro Jahr einsparen.

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