Für die Finanzberatung soll es bald eine DIN-Norm geben

Berlin - In Zukunft sollen in der Finanzberatung genormte Regeln nund Standards gelten. Dadurch soll eine vergleichbare und hohe Beratungsqualität gewährleistet werden. Einen Normenentwurf hat das Deutsche Institut für Normung (DIN) gerade veröffentlicht.

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Bild: Anlageberatung Bild: ©kupicoo/iStock.com / Text: dpa/tmn

Finanzberatung kann bald nach genormten Regeln erfolgen. Die DIN-Norm 77230 "Basisanalyse der finanziellen Situation von Privathaushalten" soll zu einer objektiven Finanzberatung beitragen, erklärt das Institut. Durch den standardisierten Prozess sollen die Ergebnisse für Verbraucher besser vergleichbar werden.

Jeder kann den Entwurf kommentieren

Bis zum 8. August kann jeder den Entwurf auf der Homepage des DIN einsehen und Abschnitt für Abschnitt kommentieren. Dafür ist aber eine Registrierung erforderlich. Eine komplette Ausgabe des Entwurfs kann gegen Gebühr bestellt werden. Jeder Hinweis wird von DIN geprüft und kann in das finale Dokument einfließen. Nach Abschluss der Einspruchsphase soll die Norm voraussichtlich im vierten Quartal 2018 veröffentlicht werden.

Wie die Norm zustande kommt

Der Entwurf für die Norm wurde von etwa 40 Vertretern von Banken, Versicherungen, Finanzberatungsunternehmen, Prozessentwicklern, aus der Wissenschaft und von Verbraucherseite erarbeitet. Er basiert auf einer Vorstufe einer DIN-Norm, einer sogenannten Spezifikation (SPEC).

Die DIN SPEC 77222 "Standardisierte Finanzanalyse für den Privathaushalt" wird seit 2014 von Banken, Versicherungen und Finanzberatern verwendet. Die Erfahrungen aus der Praxis sind in die DIN 77230 eingeflossen.

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