Expansive Geldpolitik treibt Deutsche in riskante Anlagen

Frankfurt - Jens Weidmann, Bundesbankpräsident, warnt davor, dass die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank Verbraucher zu ertragsreicheren aber entsprechend risikoreicheren Anlagen treibt. Er sprach von einem Überschwang, der derzeit auf einigen Märkten zu beobachten sei.

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Bild: Symbolfoto fallende Zinsen Bild: ©Eisenhans / Adobe Stock / Text: dpa-AFX

Der EZB-Rat müsse darauf achten, den richtigen Zeitpunkt für eine geldpolitische Normalisierung nicht zu verpassen, sagte Weidmann. Der Chef der Bundesbank ist selbst Mitglied in diesem geldpolitischen Entscheidungsgremium. Weidmann zeigte sich weiter besorgt, dass die Notenbank bei einem zu langen Offenhalten der Geldschleusen kaum noch auf eine neue Wirtschaftskrise reagieren könne. Es stelle sich die Frage, "wie viel Wasser unter dem Kiel der Geldpolitik bleibt, wenn der nächste Abschwung kommt", warnte Weidmann.

Noch sieht Weidmann die Konjunktur in der Eurozone aber auf einem guten Weg. "Die wirtschaftliche Erholung im Euroraum gewinnt nämlich weiter an Fahrt und ist breit angelegt", kommentierte Weidmann die Entwicklung. Trotz des Aufschwungs sei der Inflationsdruck im gemeinsamen Währungsraum weiterhin "recht verhalten"

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